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Preisverleihung des Hörspiel des Jahres 2009: "Bout du monde" von Liquid Penguin Ensembles und des SR
Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Darmstadt hatte das SR-Hörspiel "Bout du monde" im Januar 2010 zum Hörspiel des Jahres 2009 gewählt. Die offizielle Preisverleihung geht nun am Sonntag, 14. März, im Literaturhaus in Frankfurt am Main über die Bühne.
Regie führten Katharina Bihler und Stefan Scheib (Liquid Penguin Ensemble), Dramaturgie und Redaktion lagen in der Verantwortung der SR-Hörspielchefin Anette Kührmeyer, der SR produzierte das Hörspiel. Das Hörspiel wird am Donnerstag, 25. März, 18.00 Uhr, in der „HörspielZeit“ auf SR 2 KulturRadio noch einmal zu hören sein. „Dieses Hörspiel ist eine besonders originelle und kunstvolle Komposition aus Meeresrauschen, Möwenkreischen, Musik, pseudodokumentarischen und imaginierten historischen Texten. Ausgehend von der Biografie des französischen Weltumseglers Louis Antoine de Bougainville führt uns das Liquid Penguin Ensemble in ein fiktives Museum von Bougainvilles Horizontbetrachtungen. Dieser Ort in der Normandie, an den sich der Weltreisende des 18. Jahrhunderts in seinen letzten Lebensjahren zurückgezogen haben soll, zieht viele Nachfolger an, die dort am Strand sitzen und durch einen Rahmen auf das Meer schauen. So ist eine richtige „Sitzbewegung“ entstanden. Ihre „Recherche zu den Horizontbetrachtungen des Louis Antoine de Bougainville“, die zunächst wie eine Reportage daherkommt, verknüpfen Katharina Bihler und Stefan Scheib, die das Liquid Penguin Ensemble bilden, mit Überlegungen zu Kartografie, Abstraktion, Erkenntnis durch Reduzierung und Entschleunigung. Hinzu kommen Musiker (das Ensemble „Hors de Cadre“), die das, was sie sehen – „Zirrus, so feine, weiße Schäfchenwolken, auf- und abtauchende Schiffe“ – in Töne übersetzen und ein Maler, der jedes Jahr einen neuen Pinselstrich auf seinem Bild hinzufügt. So eröffnen die Autoren mit Phantasie und sanfter Ironie einen weiten Assoziationsspielraum, in dem die Hörer die Fäden - gedachte Linien, die Freuden der Horizontale und das Vergehen der Zeit – aufgreifen und weiterspinnen können. Hier stimmt einfach alles: der charmante französische Akzent der Museumsführerin, die gekonnt eingesetzte Musik, die Geräusche. |


