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Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz
 

Minister Weisweiler startet Kampagne "Saarland gegen Darmkrebs" 2010

04.03.2010 -

1000 Saarländer erkranken jährlich an Darmkrebs, 450 sterben im Saarland an den Folgen des heimtückischen Tumors. Im Darmkrebsmonat März hat Gesundheitsminister Georg Weisweiler die diesjährige Kampagne „Saarland gegen Darmkrebs“ gestartet. Unter dem Motto „Darmkrebs verhindern – dem Leben zuliebe“ soll die Aktion die Akzeptanz von Vorsorgemaßnahmen in der Bevölkerung steigern und das Thema „Darmkrebs“ enttabuisieren.

Gesundheitsminister Georg Weisweiler (Mitte), der Gastroenterologe Dr. Thomas Stolz und Christa Stegmaier, die Leiterin des Epidemiologischen Krebsregisters des Saarlandes, stellen die Kampagne "Saarland gegen Darmkrebs 2010" vor.
Gesundheitsminister Georg Weisweiler (Mitte), der Gastroenterologe Dr. Thomas Stolz und Christa Stegmaier, die Leiterin des Epidemiologischen Krebsregisters des Saarlandes, stellen die Kampagne "Saarland gegen Darmkrebs 2010" vor.

Mit der Kampagne „Saarland gegen Darmkrebs“ will das saarländische Gesundheitsministerium die Bürger für das Thema Darmkrebs sensibilisieren. Zum Auftakt machte Minister Georg Weisweiler bei einer Pressekonferenz auf die Gefahren aufmerksam, die von der Krankheit ausgehen. Darmkrebs sei zahlenmäßig die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Im Saarland erkranken jährlich über 1000 Bürger an Darmkrebs. Regelmäßige Untersuchungen können das Krebsrisiko mindern: „Darmkrebs ist die einzige Krebsart, die durch die Möglichkeiten der Vorsorge in den meisten Fällen komplett vermieden oder geheilt werden kann“, so Gesundheitsminister Weisweiler, „deswegen ist hier eine vorsorgliche Aufklärung auch so sinnvoll.“

So haben Versicherte ab 50 Jahren die Möglichkeit einmal jährlich einen Stuhltest durchführen zu lassen. Ab dem 55. Geburtstag kann zusätzlich eine Präventions-Koloskopie gemacht werden. Durch  Präventions-Koloskopien kann das Erkrankungs-Risiko um bis zu 70 Prozent gesenkt werden. „Das bedeutet, dass nicht nur die Sterberaten sondern auch die Erkrankungsraten massiv gesenkt werden können.  Dadurch kann vielen Menschen das Schicksal einer schlimmen Erkrankung mit einer äußerst invasiven Therapie erspart bleiben“, so Minister Weisweiler.