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Kultur
 

Minister Karl Rauber und Staatssekretär Gerhard Wack prämieren die Sieger der Architektenwettbewerbe für die „Erweiterung der Hochschule für Musik Saar“ und den „Neubau der Kulturbibliothek des Saarlandes“

28.01.2010
Der Minister für Bundesangelegenheiten, Kultur und Chef der Staatskanzlei Karl Rauber, Finanzstaatssekretär Gerhard Wack und der Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Carl Fingerhuth, haben heute (2.2.10) die Sieger der Architektenwettbewerbe für die „Erweiterung der Hochschule für Musik Saar“ (HfM) und den „Neubau der Kulturbibliothek des Saarlandes“ vorgestellt und die Preise an die Gewinner übergeben.

Die Vorstellung der Gewinner und ihrer Entwürfe sowie die Übergabe der Preisgelder fand unter Anwesenheit des Rektors der Hochschule für Musik Saar, Prof. Thomas Duis, sowie des Vorstands der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Dr. Ralph Melcher, um 11.00 Uhr im großen Sitzungssaal des Ministeriums der Finanzen statt.

Für den Wettbewerb zur Erweiterung der Musikhochschule sind Preisgelder in Höhe von insgesamt 53.000 Euro zur Verfügung gestellt worden. Das Architekturbüro pw gard, Dipl.-Ing. Paul Werner Gard aus St. Wendel hat den mit 14.000 Euro dotierten 1. Preis des europaweit ausgeschriebenen Realisierungswettbewerbes zur Erweiterung der HfM Saar gewonnen. Die Entscheidung fiel am 27.01. nach intensiven Beratungen des Preisgerichtes unter Vorsitz von Prof. Carl Fingerhuth aus Zürich. Der
2. Preis in Höhe von 12.000 Euro ging an die Architekten PASD Feldmeier + Wrede aus Hagen, der mit 9.000 Euro dotierte 3. Preis an das Architekturbüro Bayer & Strobel aus Kaiserslautern und der mit 7.000 Euro dotierte 4. Preis an Wilford Schupp Architekten aus Stuttgart. Darüber hinaus wurden 3 gleichrangige Ankäufe für insgesamt 11.000 Euro getätigt.

„Ausgangslage ist die erfreulich positive Entwicklung der Hochschule für Musik Saar in den letzten Jahren“ – so Minister Rauber. In der Folge sind sowohl die Studentenzahlen als auch der Raumbedarf deutlich gestiegen. Um den jetzigen und künftigen Bedürfnissen der Hochschule gerecht zu werden, soll durch den Neubau die Kapazität und Attraktivität am Hauptstandort Bismarckstraße erhöht werden.

Für den Realisierungswettbewerb zum „Neubau der Kulturbibliothek des Saarlandes“ wurde der 1. Preis an das Büro ALL Architekten Landenberger + Lösekrug aus Berlin vergeben. Hierauf hatte sich das Preisgericht in gleicher Zusammensetzung am Folgetag (28.01.) verständigt. Bei diesem Wettbewerb standen insgesamt Preisgelder in Höhe von 33.000 Euro zur Verfügung, wovon auf den 1. Preis ein Preisgeld von 10.000 Euro fiel. Der mit 8.000 Euro dotierte 2. Preis ging an das Büro id Architekten yazici.yacici verheyen aus Stuttgart. Der 3. Preis (6.000 Euro) ging an das Büro ASPLAN Ermel/Horinek/Weber aus Kaiserslautern. Den 4. Preis (5.000 Euro) erhielt das Büro Gerber Architekten aus Dortmund sowie den 5. Preis mit (4.000 Euro) die Planungsgruppe Prof. Focht + Partner aus Saarbrücken. Auf Ankäufe wurde verzichtet.

Die Kulturbibliothek soll Bibliotheksbestände, Medien und Datenbanken der Stiftung und in Ergänzung die der Hochschule für Musik, der Hochschule der Bildenden Künste und der Universität des Saarlandes, der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen, aber auch als zentraler Recherche- und Studienort für kulturgeschichtliche Forschung und Information dienen. Ziel ist die Errichtung eines attraktiven Anlaufpunktes für kurzfristige Information und tiefer gehende Bildung im Bereich des kulturellen Angebotes der beteiligten Institutionen.

Im Kontext mit der derzeit entstehenden Galerie der Gegenwart liegen beide Wettbewerbsgebiete innerhalb der sogenannten „Kulturmeile Saar“. Der Minister und der Finanzstaatssekretär sowie der Vorsitzende des Preisgerichts zeigten sich erfreut über das hohe Niveau der Arbeiten und sahen darin erneut eine Bestätigung, anspruchsvolle Bauaufgaben auf dem Wege von Architektenwettbewerben zu lösen.

Minister Rauber: „Die eingereichten Entwürfe zeugen von großer Qualität und Kreativität. Namhafte Architekten aus dem In- und Ausland haben viele gute Ideen in die geplanten Bauvorhaben eingebracht. Mit diesen Wettbewerben sind wir dem Ziel des Landes, die Musikhochschule mit der geplanten Maßnahme zu vergrößern und damit die Lehre zu stärken, ein deutliches Stück näher gekommen.“

Die vielfältigen aus den Wettbewerben hervorgegangenen, innovativen Lösungen werden bis Dienstag, 16. Februar 2010 im Foyer des Ministeriums der Finanzen, Am Stadtgraben 6-8 in Saarbrücken öffentlich ausgestellt und können dort besichtigt werden.