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Forschung und Technologie
 

Nanobiotechnologie ist stark im Kommen

Nano- und biotechnologische Forschung und Produkte setzen nachhaltige Akzente im Saarland. Herausragende Kompetenzen besitzt das Saarland in der Nanobiotechnologie, der pharmazeutischen Biotechnologie und in der Bioinformatik.
Nano- und biotechnologische Forschung und Produkte setzen nachhaltige Akzente im Saarland. Herausragende Kompetenzen besitzt das Saarland in der Nanobiotechnologie, der pharmazeutischen Biotechnologie und in der Bioinformatik.
Innovationen entstehen durch Interdisziplinarität. Dazu eignen sich Nano-, Nanobio- und Biotechnologie, wie derzeit kaum ein anderes Zukunftsfeld. Im Saarland sind diese Technologiefelder in eine Gesamtstrategie unter dem gemeinsamen Dach von "biokom.saarland" eingebunden. Es handelt sich um ein Zukunftscluster mit einer eigenen Dachmarke zur nachhaltigen Verankerung der Schlüsseltechnologien auf allen Ebenen in unserem Land. Bestandteil dieses Clusters sind die Nano- und Nanobiotechnologie sowie weitere zukunftsorientierte thematische Schwerpunkte wie die Kryobiotechnologie, die Bioinformatik und die Pharmazeutische Biotechnologie, die durch ein Private-Public-Partnership-Projekt von Saar-Wirtschaft, Universität und Landesregierung in Form einer Stiftungsprofessur im Saarland konkret Gestalt angenommen hat.

Nicht nur innerhalb einzelner Zukunftscluster sondern auch clusterübergreifend sollen Verknüpfungen und Synergien entstehen, um letztendlich neue, qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. Es soll die herkömmliche Branchen-Perspektive in der regionalen Entwicklung überwunden und eine systematische Arbeitsteilung entlang der Wertschöpfungskette möglich gemacht werden. So arbeiten bereits Partner der Cluster biokom.saarland und automotive.saarland zusammen. Im Saarland befassen sich Zulieferer, Forscher und Firmen intensiv mit nanotechnologischen Anwendungen rund um das Automobil. Im Mittelpunkt stehen u.a. optimierte Oberflächeneigenschaften, wie etwa Beschichtungen, die Feuchtigkeit und Schmutz abperlen lassen oder die die Kondensatbildung bei Scheinwerfer-Gläsern vermeiden, aber auch nanotechnologische Schichten als Korrosionsschutz für Leichtmetalle und andere Funktionalitäten durch chemische Nanotechnologie, die Entspiegelung von Scheiben oder der Instrumententafel und viele andere wirtschaftliche Verwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie am und im Fahrzeug.

Mit dem nachhaltigen Aufbau von Know-how, einem leistungsfähigen Standortmarketing, der Förderung von Grundlagen- und produktnaher Forschung, einer Orientierung an der Wertschöpfungskette mit entsprechenden Dienstleistungen sowie der Unterstützung der Aus- und Weiterbildung ist es zusammen mit dem Kompetenznetzwerk NanoBioNet in den letzten Jahren gelungen, das Saarland als High-Tech-Region in Sachen Nano- und Nanobiotechnologie erfolgreich international zu platzieren. Zwischenzeitlich haben sich viele junge saarländische Firmen der Nano- und Biotechnologie am Markt etabliert. Zu diesen Unternehmen zählen auch führende Firmen auf dem Gebiet der chemischen Nanotechnologie in der Bundesrepublik, mit Kundenkontakten in die gesamte Welt. Darüber hinaus besitzen immer mehr etablierte saarländische Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Pharma und Lebensmitteltechnologie Kompetenzfelder auf dem Gebiet von Nano- und Nanobiotechnologie, wodurch weitere Impulse in Richtung neuer, qualifizierter Arbeitsplätze gegeben werden.

Auch im Pharmabereich unternimmt das Land große Anstrengungen. Bei den seit 2003 stattfindenden PharmaForen treffen Start-ups und Global-Player zusammen. Es werden jungen Unternehmen und Wissenschaftlern aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen eine gut ausgebaute Plattform geboten, um mit den Großen im Pharmageschäft in Kontakt zu kommen. Mitveranstalter sind neben den Wirtschaftsressorts aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen auch der Verband Forschender Arzneimittelhersteller und der Gesundheitspolitische Arbeitskreis Mitte der Interessenvertretung forschender Arzneimittelhersteller. Ziel der Foren ist es, die Chancen für gemeinsame Projekte und Kooperationen auszuloten.

Von großer strategischer Bedeutung sind zudem gemeinsame Initiativen wie etwa die trilaterale Initiative zur Bildung einer Biotechnologie-Plattform zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft, der Universität des Saarlandes, der Hochschule für Technik und Wirtschaft und der Landesregierung. Die Partner haben dabei die langfristige Förderung der Bio- und Nanotechnologie im Saarland festgeschrieben. Ziel der Initiative ist es, die Molekulare und Zelluläre Biotechnologie sowie die Nanobiotechnologie weiter voranzubringen - mit einem Brückenschlag zwischen der Grundlagenforschung, der angewandten Forschung und der Wirtschaft.

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft
Referat C/2: Innovationsstrategie und Clusterpolitik
Jürgen Wollbold
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
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Telefax
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