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Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr
 

Das Saarland startet beim Klimaschutz durch

21.12.2009, 12:00 Uhr - Vor dem Hintergrund der Ergebnisse des Klimagipfels von Kopenhagen erläuterte die saarländische Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr, Simone Peter, am 21. Dezember im Rahmen einer Pressekonferenz die zukünftige Klimaschutzpolitik des Saarlandes.

 

„Die Ergebnisse des Gipfels in Kopenhagen sind klar hinter den Erwartungen zurück geblieben. Aus dem benötigten „großen Wurf“ ist ein Debakel für den Klimaschutz geworden“, so die Umweltministerin Simone Peter. „Deswegen verfolgen wir ehrgeizige Ziele im Klimaschutz und zeigen, was eine Region hier zu leisten vermag. Das im Saarland vorhandene fachliche Know-how in den Bereichen Energieerzeugung, Energieverteilung, Energietechnik und Energieeffizienz gilt es nun intensiv zu nutzen, um sowohl unseren Beitrag zum Schutz des Klimas zu leisten als auch das Saarland im Wettbewerb der Regionen als innovatives und zukunftsträchtiges Land zu stärken. Analog zum 20-20-20 Ziel der EU streben wir eine Steigerung des Anteils der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch im Saarland bis 2020 auf 20 % an.“

Ein Werkzeug hierzu wird der Masterplan „Neue Energien“ sein. Er wird darstellen, wie die nachhaltige und kostengünstige Sicherstellung der Energieversorgung des Saarlandes sichergestellt wird. Ziel ist, den Anteil der Energieerzeugung aus fossilen Energieträgern zu reduzieren und im Sinne des Klimaschutzes durch dezentrale Lösungen und vor allem durch den Ausbau Erneuerbarer Energien zu ersetzen.

„Ich habe den Ehrgeiz, das Saarland in allen Erneuerbare Energien–Sparten nach vorne zu bringen“, erläutert die Ministerin. „Neben dem Ausbau der Fotovoltaik (z.B. unterstützt durch ein Solarkataster für Dachflächen) und der Windkraft bedeutet dies, auch die mittel- und grundlastfähige Verstromung fester und flüssiger Biomasse sowie der Geothermie voran zu bringen.“
Zur Nutzung von Erneuerbaren Energien im Wärmebereich soll gemäß dem Vorbild Baden-Württembergs eine eigene landesrechtliche Regelung geschaffen werden, die über die Regelungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) des Bundes hinausgeht und damit auch den Altbestand sowie den Gesamtbestand der öffentlichen Gebäude umfasst.

Um die vielfältigen Fördermöglichkeiten im Bereich der energetischen Gebäudesanierung, der Energieeffizienz und der Nutzung Erneuerbarer Energien stärker als bisher für Maßnahmen im Saarland auszuschöpfen, werden die Beratungsangebote ausgebaut“, so die Ministerin.

Die Vorbereitungen für ein Energieeffizienznetzwerk mit zunächst 10 bis 15 Unternehmen sind in Zusammenarbeit mit der IZES bereits angelau-fen. Die innerhalb dieses Netzwerks gewonnene Erfahrung wird als Grundlage für eine großflächige Energieeffizienz-Offensive dienen.

Mit gutem Beispiel wird das Land bei den eigenen Liegenschaften voran-gehen. Der Passivhausstandard soll als Richtlinie dienen und das Ener-giemanagement verbessert werden.