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Klausurtagung zweisprachiger Kindertageseinrichtungen und Freiwilliger Ganztagsgrundschulen
1998 führte das Saarland als erstes und bis heute einziges Bundesland die zweisprachige Erziehung und Bildung auf freiwilliger Basis ab dem Kindergarten für alle Kinder ein und hat sie auch in einem Bildungsprogramm festgehalten. Bereits 30% der saarländischen Kindergärten arbeiten mittlerweile zweisprachig mit einer muttersprachlich französischen Fachkraft oder mehreren muttersprachlichen französischen Fachkräften. Die Kinder können im Alltag ihrem Entwicklungsstand entsprechend die Nachbarsprache in einem natürlichen, ganzheitlichen Prozess erwerben. Zahlreiche Kindergärten haben darüber hinaus intensive Partnerschaften mit französischen Vorschuleinrichtungen. Vereinzelt kommt es sogar zum wöchentlichen Austausch von Gruppen.
Seit 2001 besuchen Kinder, die bereits in einem zweisprachigen Kindergarten waren, Grundschulen, in denen zwei Wochenstunden Unterricht in französischer Muttersprache angeboten werden. Seit 2009 gibt es im Saarland bereits drei sogenannte zweisprachige Grundschulen, in denen fast die Hälfte des Unterrichts durch französische Lehrer/-innen in französischer Sprache gewährleistet wird. Im Rahmen einer Förderung der Europäischen Union über den INTERREG-Fond wird seit dem Schuljahr 2009/2010 die Vermittlung der Zweitsprache Französisch in der Grundschule durch zweisprachige Angebote in den Freiwilligen Ganztagsgrundschulen ergänzt. Seit September 2009 haben bereits sieben Schulen mit der Umsetzung begonnen. Aus Frankreich entsendete pädagogische Fachkräfte unterstützen die Kinder, deren zweisprachige Erfahrungen aus dem Kindergarten weiterzuentwickeln. |
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