Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Stadt und Land
 

INTERREG IV B-Projekt „C-Change – Changing Climate, Changing Lives“

Logo zum Internetprojekt "C-Change – Changing Climate, Changing Lives"
Logo zum Internetprojekt "C-Change – Changing Climate, Changing Lives"
Was ist C-Change?

C-Change steht für Climate Change – Klimawandel – und bezeichnet ein transnationales Projekt, das sich mit den Folgen des Klimawandels auseinandersetzt. Das Projekt wird im Rahmen des europäischen Förderprogramms INTERREG IVB unterstützt. Unter der Leitung von Groundwork London arbeiten Vertreter unterschiedlicher Regionen in Nordwesteuropa gemeinsam an Antworten auf zentrale Fragen:
– Wie können sich Städte und Regionen an die Folgen des Klimawandels anpassen?
– Was können Stadt- und Regionalplanung dazu beitragen, Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zu fördern?
– Wie können Bevölkerung und Akteure vor Ort aktiv in die konkrete Umsetzung von Maßnahmen einbezogen werden?
Im Englischen klingt die Abkürzung C-Change ähnlich wie sea change, das sich – im übertragenen Sinne – auch als Bewusstseinswandel übersetzen lässt. Und genau darum soll es gehen: mit Strategien und Projekten dazu beitragen, dass Klimawandel als eine zentrale Herausforderung erkannt und gemeinsam Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung auf den Weg gebracht werden. Schließlich wenden sich viele der Projekte ganz konkret an die Bevölkerung, um das Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels zu wecken und dazu anzuregen, selbst tätig zu werden. Jeder Einzelne kann etwas tun!

Die regionalen Projekte im Saarland

Im Saarland wird das Projekt federführend von der Landesplanung im Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr (MUEV) betreut. Weitere Partner sind die Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung im MUEV sowie das Amt für Grünflächen, Forsten und Landwirtschaft der Stadt Saarbrücken.

Auf Landes- und städtischer Ebene werden aktuelle Planungen und Entwicklungsprogramme überprüft, inwieweit diese einen Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung leisten können:
– Der Landesentwicklungsplan für das Saarland koordiniert die unterschiedlichen Nutzungsansprüche einer modernen Gesellschaft an den Raum. Er wird derzeit neu aufgestellt, um aktuellen Herausforderungen im Zuge des wirtschaftlichen Strukturwandels, des demographischen Wandels oder auch der Energiewende Rechnung zu tragen. Die Landesplanung nutzt mit dem C-Change-Projekt die Chance, im Rahmen der Neuaufstellung konzeptionelle Vorschläge zum Umgang mit dem Klimawandel aus landesplanerischer Sicht zu erarbeiten.
– Die Landesplanung will darüber hinaus in einer Teilregion des Verdichtungsraumes – der Landschaft der Industriekultur Nord – beispielhaft aufzeigen, welche konkreten Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz auf kommunaler Ebene umgesetzt werden können. Dazu sollen gemeinsam mit Akteuren vor Ort Ideen für ein interkommunales Aktionsprogramm erarbeitet werden.
– Die Landeshauptstadt Saarbrücken ist eine von neun Modellstädten im ExWoSt-Programm „Urbane Strategien zum Klimawandel“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Ausgehend vom Freiraumentwicklungsprogramm Saarbrückens wird die Klimarelevanz von Freiräumen überprüft und Wege aufgezeigt, wie Freiräume dazu beitragen können, Städte besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Im Rahmen des C-Change-Projektes werden hierzu Grundlagen und Strategien erarbeitet. Darauf aufbauend startet ein breiter Beteiligungsprozess, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam konkrete Handlungsmöglichkeiten auszuloten.
– Neben den planerischen Ansätzen bereitet die Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung im MUEV die Umsetzung einer ersten Maßnahme im Rahmen des C-Change-Projektes vor: Der Klimapfad in der Landschaft der Industriekultur Nord verbindet die beiden ehemaligen Bergbaustandorte Göttelborn und Reden. Auf dem Klimapfad können sich Bevölkerung und Erholungssuchende an verschiedenen Stationen erlebnisreich und vielfältig mit dem Thema Klimawandel auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung regenerativer Energien als wichtige Maßnahmen zum Klimaschutz und dem damit verbundenen Landschaftswandel.

Als informeller Partner beteiligt sich der Regionalverband Saarbrücken an C-Change mit Planungen zur Standortvorsorge für Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Es handelt sich dabei um ein Potenzialflächenkataster für Photovoltaikanlagen auf Dach- und Freiflächen (abgeschlossen) sowie für Windkraftanlagen außerhalb der Siedlungsbereiche. Die Kataster für Photovoltaik und Windkraftanlagen im Freiraum werden über förmliche Verfahren in den Flächennutzungs- und Landschaftsplan überführt.

Alle regionalen Projekte werden bis März 2012 abgeschlossen sein und sollen im Rahmen des Regionalparkforums 2012 einer breiteren Fachöffentlichkeit vorgestellt werden.

Downloads

Erste Vorschläge für die Landesplanung zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung

Kontakt

Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr
Referat C/2 "Landesplanung, Bauleitplanung"
Dr. Tanja Helmes
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4759