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Umweltministerin Peter übt heftige Kritik an energiepolitischem Appell von Wirtschaftsvertretern
Als nicht zukunftsfähig bezeichnet die saarländische Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr die Inhalte des Appells führender Wirtschaftsvertreter, darunter auch die der großen Energiekonzerne. "Der geforderte Mut zum Realismus ist nichts anderes als ein Bekenntnis zur Besitzstandswahrung ohne Verantwortungsbewusstsein für nachfolgende Generationen. Mit der dezentralen Energieversorgung auf Basis von erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ist das Kartell der Energieversorger bereits aufgebrochen worden. Mehr als eine halbe Million vorwiegend kleine und mittelständige Anlagenbetreiber haben dazu beigetragen, dass die Erneuerbaren Energien im Jahr 2009 bereits einen Anteil von 16,3 Prozent am deutschen Stromverbrauch lieferten und damit den Wettbewerb befördern. Diese nachhaltigen Investitionen - allein im Jahr 2009 betrug die gesamte Wertschöpfung der Erneuerbaren Energien (Investitionen und Betrieb) 37,5 Milliarden Euro - sind wichtiger Garant für dauerhaft bezahlbare Energiepreise für Wirtschaft und Bevölkerung." betont Peter.
So steige die Umlage für die Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien laut Bundesumweltministerium bis Mitte dieses Jahrzehnts an, danach gehe sie aber drastisch zurück. Erneuerbare Energien wirken sich also langfristig stabilisierend auf die konstant ansteigenden Kosten für konventionelle Energieträger aus. Deshalb müsse ihr Ausbau jetzt massiv vorangetrieben werden. Daran solle sich die Wirtschaft in Deutschland umfassend beteiligen. Peter wirft den Autoren des Appells vor: "Mit einer einseitigen Kostenanalyse der Energieversorgung, die den Erneuerbaren Energien Kostentreiberei vorwirft und der Atomkraft sichere Energieversorgung zuspricht, kann der volkswirtschaftlichen Verantwortung für heutige und künftige Generationen nicht Rechnung getragen werden. Der Appell stellt damit eine Aufkündigung des Nachhaltigkeitsgedankens, also die generationenübergreifende Versöhnung von Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten, dar." |

