Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr
 

Umweltministerium: Verzehrsempfehlung für Saar-Fische bleibt bestehen – Ursachenforschung geht weiter

Pressemitteilung vom 23.08.2010 - 09:55 Uhr
Das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr ist derzeit dabei, die Quellen für die PCB-haltigen Schadstoffe in der Saar, die sich vor allem in fettreichen Fischen anreichern, zu lokalisieren. Das machte der Vertreter des Ministeriums, der Gewässerbiologe Adam Schmitt, heute erneut vor dem Umwelt-Ausschuss klar.

Die Saar wurde unmittelbar nach Bekanntwerden der hohen PCB-Belastung der Saar-Fische in insgesamt sechs Abschnitte eingeteilt, in denen anschließend Fisch-Proben entnommen wurden.  
Diese werden zurzeit im Fraunhofer-Institut in München untersucht. Mit Ergebnissen ist Anfang September zu rechnen. Unter den dort zu untersuchenden Fischen sind Brassen, Döbel, Rotaugen, Barsche und Zander. Auch an der unteren Saar in Rheinland-Pfalz werden derzeit verschiedene Fischarten untersucht. Nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse werden die Daten gemeinsam ausgewertet. Zusätzlich soll in Kooperation mit der RAG die PCB-Einleitungen aus dem Bergbau überprüft werden.

Nur durch die in die Wege geleitete detaillierte Analyse wird es gelingen, die Quellen der gesundheitsgefährdenden  Substanzen einzugrenzen, Gegenmaßnahmen zu prüfen und gegebenenfalls ein auf die Saar-Abschnitte und auf verschiedene Fischarten abgestimmtes differenziertes Nutzungskonzept für Saar-Fische gemeinsam mit dem Fischereiverband vorzulegen. Bis dahin bleibt es zum Schutz der Angler und ihrer Familien bei der Verzehrwarnung.