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Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr
 

Bund und Land fördern Sanierungs- und Infrastrukturmaßnahmen der Gemeinde Tholey

Pressemitteilung vom 08.03.2010 - 13:45 Uhr
Das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr und die Bundesregierung fördern zwei Sanierungs- und Infrastrukturmaßnahmen der Gemeinde Tholey mit über 1,2 Millionen Euro. Die Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr, Simone Peter, überreichte am 8. März in Saarbrücken zwei entsprechende Förderbescheide.
„Durch die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude reduzieren wir gleichzeitig die CO2-Emissionen und die Energiekosten. Damit profitieren sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch der Klimaschutz von diesen Maßnahmen“, so Umweltministerin Simone Peter. „Vor diesem Hintergrund sind die Kommunen wichtiger Partner im Klimaschutz und bei der effizienten Energienutzung im öffentlichen Raum.“

Die „Energetische Sanierung der Grundschule in Theley“ wird im Rahmen der Städtebauförderung (Programmteil „Investitionspakt zur energetischen Erneuerung der sozialen Infrastruktur“) durch das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr und das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert. Die zuwendungsfähigen Kosten, die sich insgesamt auf rund 1.713.000 Euro belaufen, werden zu je einem Drittel vom Land, dem Bund und der Gemeinde Tholey getragen - die Zuwendung von Bund und Land beträgt dementsprechend rund 1.142.000 Euro.
Im Altbaubereich der Grundschule werden überwiegend bauliche Sanierungsmaßnahmen wie Erneuerung der Toilettenanlagen, Einrichtung von Multifunktionsräumen und Sanierung des Treppenhauses gefördert.
Im so genannten Neubaubereich werden neue Fenster und sowie ein entsprechender Sonnenschutz eingebaut. Außerdem wird die komplette Technik mit Heizungs-, Lüftungs-, Elektro- und Sanitäranlagen erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Ein Wärmedämmputz an der Außenfassade des Gebäudekomplexes sowie die Dämmung der Dachgeschoßdecken gegen nicht ausgebaute Dachräume komplettieren die energetische Sanierung des Gebäudes.

Nach Durchführung der energetischen Modernisierungsmaßnahmen wird das Gebäude das Neubauniveau gemäß Energieeinsparverordnung (ENEV) erreichen. Der Primärenergiebedarf kann um 232,5 kWh/(m²a) auf 166,4 kWh/(m²a) gesenkt und der Kohlendioxid-Ausstoß von 90,6 kg/(m²a) auf 38 kg/(m²a) reduziert werden.

Im Rahmen des „Konjunkturpakt Saar“ wird die „Verbesserung der Infrastruktur durch Anlegen einer Parkplatzanlage im Bereich Römerallee / Dorfplatz im Ortsteil Tholey“ von Bund und Land mit rund 81.000 Euro gefördert.


Hintergrund
Seit dem Erlass des Städtebauförderungsgesetzes 1971 schließen Bund und Länder jährlich Verwaltungsvereinbarungen zur Städtebauförderung ab, in denen die Höhe der Förderung, die Verteilung auf die Länder sowie Inhalte und Verfahrensfragen festgelegt werden. Bund, Länder und Kommunen beteiligen sich in der Regel zu jeweils einem Drittel an den Kosten der städtebaulichen Maßnahmen.
Heute besteht die Städtebauförderung im Saarland aus sechs Programmteilen: „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ (seit 1971), „Die soziale Stadt“ (seit 1999),  „Stadtumbau West“ (seit 2004), „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (seit 2008), „Städtebaulicher Denkmalschutz“ (seit 2009) und zu guter Letzt „Investitionspakt zur energetischen Sanierung der sozialen Infrastruktur“ (seit 2008).

Der „Investitionspakt zur energetischen Erneuerung der sozialen Infrastruktur“ hat zum Ziel, die energetische Modernisierung unmittelbarer oder mittelbarer öffentlicher Gebäude in Gemeinden zu fördern. Die Förderung erfolgt durch Zuwendungen zur Finanzierung der Investitionskosten für die energetische Modernisierung von Gebäuden der sozialen Infrastruktur wie z.B. Schulen, Kindergärten, Kindertageseinrichtungen, Jugendeinrichtungen und Begegnungsstätten.

Im Rahmen des „Konjunkturpakt Saar“ fördert die saarländische Landesregierung fördert - unter Einbeziehung der Mittel des Konjunkturpaketes II des Bundes - Bildungs- und Infrastrukturmaßnahmen.