Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr
 

Auftaktveranstaltung zum Thema Gewässernachbarschaften in Eppelborn

Pressemitteilung vom 20.11.2009 - 09:20 Uhr
Die Gemeinnützige Fortbildungsgesellschaft für Wasserwirtschaft und Landschaftsentwicklung (GFG) mbH Mainz, das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz und das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr veranstalten am Freitag, den 20. November, in Eppelborn eine Informationsveranstaltung zur Thematik der Gewässernachbarschaften im Saarland.
Die Veranstaltung hat die Aufgabe, die Vertreter der Kommunen und über die Presse auch die Öffentlichkeit über Ziele und Möglichkeiten von Gewässernachbarschaften zu informieren und die Städte und Gemeinden für das Vorhaben zu gewinnen.

Durch die Zusammenarbeit mit der GFG unterstützt das Land die unterhaltungspflichtigen Kommunen bei ihren Aufgaben der Gewässerunterhaltung und –entwicklung. Sie ist damit auch ein wichtiges Instrument, um die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen. Den Beitrag zur Finanzierung der GFG leistet dabei das Land, für die Kommunen ist das Angebot kostenfrei.

Gewässer-Nachbarschaften sind lockere, freiwillige Zusammenschlüsse von Kommunen innerhalb von Gewässereinzugsgebieten. Ziel dieser regionalen Gewässer-Nachbarschaften ist die fachliche Unterstützung sowie der Erfahrungsaustausch aller an einem Gewässersystem arbeitenden und lebenden Interessensgruppen wie z.B. unterhaltungspflichtige Kommunen, anerkannten Natur- und Umweltschutzverbände, Fachbehörden, Fischerei, Land- und Forstwirtschaft oder Bachpaten.

Die GFG wird im Saarland in 4-5 auf die Einzugsgebiete der größeren Gewässer zugeschnittenen regionalen Gewässernachbarschaften die Fort- und Weiterbildung der unterhaltungspflichtigen Gebietskörperschaften vorbereiten, organisieren und durchführen. Hierbei wird sie fachlich mit dem Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr des Saarlandes und dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz zusammenarbeiten und die regelmäßigen Veranstaltungen koordinieren. Für jede der Gewässer-Nachbarschaften werden von der GFG geschulte und fachlich ausgewiesene ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Hintergrund:
Die europäische Wasserrahmenrichtlinie, die die europäische Gemeinschaft im Jahre 2000 erlassen hat, verfolgt das Ziel, den Guten Zustand in allen Gewässern herbeizuführen und zu bewahren. Demzufolge sollen wasserbauliche Maßnahmen, wo immer möglich, die Entwicklung unserer Fließgewässer zu mehr Naturnähe unter Nutzung ihrer naturgegebenen Eigendynamik unterstützen. Wo der funktionale Ausbau nicht aufgegeben werden kann, sind notwendige Maßnahmen an Gewässern nach Möglichkeit mit naturnahen Methoden durchzuführen.
Die zum Erreichen dieser Ziele erforderlichen Maßnahmenkategorien sind in den Maßnahmenprogrammen für die berichtspflichtigen Gewässer (Einzugsgebiet > 10 qkm) festgelegt. Die Durchführung der konkreten Maßnahmen obliegt an den größeren Gewässern II. Ordnung dem Land, und an den Gewässern III. Ordnung den Kommunen. Dabei ist es sinnvoll und wichtig, dass benachbarte Städte und Gemeinden innerhalb eines Einzugsgebietes ihre Maßnahmen gegenseitig abstimmen und, wo immer möglich, auch gemeinsam durchführen. Die Gewässernachbarschaften sind ein geeignetes Forum, um die erwünschte Kooperation innerhalb der Kommunen sowie zwischen Kommunen und Land zu initiieren und auf Dauer zu etablieren.

Die Gemeinnützige Fortbildungsgesellschaft für Wasserwirtschaft und Landschaftsentwicklung mbH ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. mit Sitz in Mainz. Seit ihrem Gründungsjahr 1995 hat die GFG die Aufgabe, die Mitarbeiter der unterhaltungspflichtigen Gebietskörperschaften der angeschlossenen Länder in modernen Methoden zur naturnahen und ökologisch verträglichen Gewässerunterhaltung und -entwicklung zu schulen. Dabei wurden von 1996 bis 2008 auf durchschnittlich 30 Veranstaltungen pro Jahr mehr als 12.000 Personen geschult. Das Saarland war im Juni 2009 der GFG beigetreten.

In den regionalen Veranstaltungen werden die Mitarbeiter der unterhaltungspflichtigen Kommunen mit den neuesten Methoden einer modernen Gewässerunterhaltung vertraut gemacht. In Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich tätigen Betreuerinnen und Betreuern werden Unterlagen zu wasserwirtschaftlichen Fachthemen in allgemein verständlicher Form erstellt. Zu den unterschiedlichen Themen liegen u. a. die erarbeiteten Broschüren, Faltblätter, Poster, Kartier- und Meldebögen sowie Übungsvorlagen und Mustervorträge bereit.
Die GFG stellt ihre Leistungen auch auf einer Internetplattform allen Interessierten kostenlos zur Verfügung (http://www.gfg-fortbildung.de/)