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Gesundheits- und Präventionsministerin Monika Bachmann mahnt in der Faschingszeit zu Besonnenheit im Umgang mit Alkohol
Zum Höhepunkt der diesjährigen Karnevals-Saison appelliert Gesundheits- und Präventionsministerin Monika Bachmann an die saarländischen Gastronomen sowie an die Eltern, möglichen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen genau im Blick zu haben und mit allen Mitteln zu verhindern. „Während den närrischen Tagen ist der Alkoholkonsum besonders auch bei jungen Menschen sehr hoch und die Gefahr von Alkoholexzessen unter Jugendlichen besonders groß“, so die Ministerin. „Gastronomen müssen daher die Einhaltung der Jugendschutzgesetze besonders im Blick haben. Wenn es um den Alkoholkonsum Jugendlicher geht, sind vor allem aber auch die Eltern gefordert. Sie sollten auch in der närrischen Zeit beim Alkoholkonsum ein Vorbild sein und nur zurückhaltend trinken. Darüber hinaus sollten Karnevalsvereine bei den Umzügen keine kleinen Schnapsfläschchen werfen, denn die Gefahr ist groß, dass Kinder und Jugendliche diese ergattern und konsumieren.“
Laut einer aktuellen Studie der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung geben knapp 42 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, mindestens einmal im Monat fünf oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit zu trinken. Bei den 12- bis 17-Jährigen sind es 15 Prozent. Die Zahl der jungen Saarländerinnen und Saarländer zwischen 10 und 20 Jahren, die wegen Alkoholproblemen stationär behandelt werden mussten, lag im Jahr 2010 bei 444. Ministerin Bachmann: „Ein früher Alkoholkonsum bringt sehr häufig eine spätere Substanzabhängigkeit mit sich. Die Zeitspanne vom Missbrauch bis zur Abhängigkeit ist bei Jugendlichen kürzer als bei Erwachsenen. Da das Gehirn erst im Alter von 17 bis 18 Jahren ausgereift ist, bremst Alkohol dieses Wachstum und zerstört Gehirnzellen. Die Gefahren von hohem Alkoholkonsum werden jedoch gerade von jungen Menschen oft unterschätzt. Jeder Rauschzustand ist eine Vergiftung.“ Außerdem verweist Ministerin Bachmann auf die BOB-Kampagne des Landesinstituts für Präventives Handeln. BOB ist die Person einer Gruppe, die keinen Alkohol trinkt und sich und seine Mitfahrer sicher nach Hause bringt. BOB trägt die Verantwortung fürs Fahren und ist sich dieser auch bewusst. BOB dokumentiert diese Verantwortungsübernahme nach außen, indem er/sie sich mit dem knallgelben BOB-Schlüsselanhänger zu erkennen gibt. In den teilnehmenden Gaststätten, Kneipen, und Diskotheken erhält er/sie dafür ein alkoholfreies Getränk gratis. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.saar-bob.de |



