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Kriegerehrenmal in Saarbrücken-Altenkessel
Kriegerdenkmal in Altenkessel - aktuelle Aufnahme
Die Errichtung von Kriegerehrenmalen hat in Deutschland eine lange Tradition. Besonders nach dem Massensterben während des Ersten Weltkrieges wurden vielerorts Ehrenmale für die Gefallenen aufgestellt.
Zu dieser Denkmalgruppe gehört auch das etwa fünf Meter hohe Kriegerehrenmal in der Pfaffenkopfstraße an der nördlichen Ortsausfahrt von Altenkessel in Richtung Riegelsberg. Es wurde 1929 während der Verwaltung des Saargebietes durch den Völkerbund für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges aus qualitätvollem, feinporigem, gelbem Sandstein auf einer mit Sandsteinplatten ausgelegten Forstfreifläche am Rande des Waldes aufgestellt. Der Ort ist erhöht und über eine Haupttreppe von der Straße aus bzw. über einen kleinen Waldweg vom dem nördlich gelegenen Parkplatz aus zugänglich. Eine Hangabstützmauer grenzt das kleine Denkmalplateau zur Straße ab.
Das Ehrenmal hat einen gestuften Unterbau, dessen nach oben ausladende, kristallin erscheinende Stufen charakteristisch für den Expressionismus sind. Auf dem Unterbau steht ein aus vier Säulen bestehender kantonierter Pfeiler, dessen dreiviertelrunde Säulenschäfte sich nach oben verjüngen. Langgezogene Dreieckfelder am Pfeilerfuß nehmen die drei noch vorhandenen rhomboiden Bronzetafeln auf. Die Hauptinschrift lautet „Den Helden/ 1914-18/ 1939-45“, die seitlich anschließenden Tafeln nennen wohl die das Ehrenmal stiftenden Gemeinden Altenkessel und Neudorf, sowie Rockershausen. Die vierte Tafel fehlt. Entlang der Säulenschaftfurchen verlaufen detailreich naturnah ausgearbeitete Eichenblattbordüren bis zu den schlichten Kelchkapitellen. Darüber liegt eine kämpferähnliche Abdeckplatte mit kissenartig konvexem Aufsatz und Kugelabschluss. Ursprünglich krönte die figürliche Darstellung eines Reichsadlers das Ehrenmal. Dieser wurde jedoch nach dem Zweiten Kriegkrieg entfernt und durch ein eisernes lateinisches Kreuz ersetzt.
Der veränderten geschichtlichen Situation Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg entsprechend verweist das Säulenmotiv nicht mehr auf den Typus der Siegessäule, wie es in älteren Kriegerehrenmalen vor dem Ersten Weltkrieg üblich war, sondern verweist in der Kombination von Pfeiler und Säule auf mittelalterlich christliche Symbolik, d.h. auf das „tragende Element“ in der Sakralbauarchitektur. Die Eichblattdarstellung ist ein Symbol für „Ewigkeit“ und erinnert unter nationalem Vorzeichen an den deutschen Wappenbaum.
Altenkesseler Kriegerehrenmal - Historische Aufnahme
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Anfahrtsskizze Kriegerehrenmal Altenkessel
KontaktMinisterium für Umwelt, Energie und Verkehr
Landesdenkmalamt
Prof. Dr. Josef Baulig
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