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Wie man riesige Satellitenbilder auch auf kleinen Rechnern analysieren kann

04.04.2011

Um Satellitenaufnahmen zu verarbeiten, müssen Klimaexperten riesige Datensätze austauschen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sich ein Tornado auf die Atlantikküste zu bewegt und die Klimaforscher in Sekundenschnelle die richtigen Vorhersagen treffen müssen. Zur Darstellung dieser Satellitenaufnahmen oder aber für Simulationszwecke benötigen Wissenschaftler bisher sehr leistungsstarke Computer. Forscher am Informatik-Exzellenzcluster der Universität des Saarlandes haben ein Verfahren entwickelt, mit dem man auch hochaufgelöste, detailgetreue Bilder auf kleinen Rechnern zeitgleich an verschiedenen Orten verarbeiten und austauschen kann. Möglich macht dies ein ganzes Bündel neuer Methoden, mit denen die riesigen Datenmengen in kleine Einheiten unterteilt werden. Es werden damit zum Beispiel nur die Flächen in einer Landschaft dargestellt, die das menschliche Auge in der Natur auch erfassen kann. Die geografischen Aufnahmen lassen sich dadurch nicht nur am heimischen Rechner erkunden, sondern können weltweit auf mobilen Geräten wie Smartphones dargestellt und verändert werden.

Die neue Technologie macht es auch einfacher, zum Beispiel medizinische Bilddaten auf großen Monitorwänden darzustellen. Ärzte können dann zeitgleich an verschiedenen Orten die detailgetreuen Bilder analysieren und bearbeiten. Sie nutzen dafür eine Handysteuerung, die einfach zu bedienen ist und keine umfassenden Computerkenntnisse verlangt.

Mithilfe des neuen Verfahrens können Mediziner auch mit dem vergleichsweise leistungsschwachen Rechner eines iPhones die Aufnahmen aus der Computer- oder Magnetresonanztomografie aufrufen und verändern. Der menschliche Körper lässt sich damit in verschiedenen Ansichten darstellen. Wer etwa einen Knochen näher betrachten möchte, kann zudem Haut und Gefäße sichtbar lassen und räumlich exakt zuordnen. Durch die schnellen Rechenverfahren können zugleich viel mehr Details dargestellt werden als bei herkömmlichen 3-D-Bildern. Das Programm lässt sich außerdem in andere Softwareumgebungen leicht einbauen und ist durch sein Baukastensystem flexibel einzusetzen.