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Präsentation von PaduA: Modellprojekt verbessert Ausbildungschancen für Jugendliche mit MigrationshintergrundAnnegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport, hat am Donnerstag in der Staatskanzlei das Modellprojekt „Partizipation durch Ausbildung“ (PaduA) vorgestellt.
Teilnehmer der Pressekonferenz waren außerdem Jürgen Haßdenteufel (Geschäftsführer für Grundsicherung bei der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit), Wilfried Hose (Geschäftsführer der ARGE Saarbrücken), Karin Riga (Geschäftsführerin des Zentrums für Bildung und Beruf Saar) und als Moderator Rolf Brauchle (Bereichsleiter und Pressereferent der ARGE Saarbrücken).
„Jugendliche mit Migrationshintergrund verlassen die allgemeinbildenden Schulen häufiger ohne Hauptschulabschluss und erlangen seltener die allgemeine Hochschulreife“, sagt Arbeitsministerin Kramp-Karrenbauer, „ohne eine entsprechende Qualifikation sinken die Chancen eine Ausbildung oder eine Anstellung zu finden.“ Kramp-Karrenbauer weiter: „Wir setzen auf die Kompetenzen und Fähigkeiten von Menschen mit Migrationshintergrund und möchten Migrationsbetriebe motivieren, zusätzliche Verbundausbildungsstellen für Jugendliche mit Migrationshintergrund zu schaffen. Durch die Vermittlung von fachlich-beruflichen, allgemeinbildenden und sozialen Kompetenzen leistet PaduA einen wichtigen Beitrag, die berufliche Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern.“ Wilfried Hose unterstreicht für die ARGE Saarbrücken das hohe Interesse an PaduA, da im Regionalverband Saarbrücken ein hoher Anteil der Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben. Hose sagt: „Diese Bewerberinnen und Bewerber verfügen häufig über keinen oder einen schlechten Schulabschluss. Aus diesem Grund haben sie große Schwierigkeiten einen Ausbildungsplatz zu finden. Mit dem innovativen Förderprojekt PaduA haben das Land und die ARGE Saarbrücken ein Angebot geschaffen, um mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund zu einem Berufsabschluss zu führen und damit auch dem drohenden Fachkräftemangel der Region entgegen zu wirken.“ „Die Förderung der Berufsausbildung hat für die Bundesagentur für Arbeit eine zentrale Bedeutung“, erklärt Jürgen Haßdenteufel, „gerade vor dem Hintergrund eines drohenden Fachkräftemangels kommt es darauf an, junge Menschen mit Migrationshintergrund in gleichem Umfang wie deutsche Jugendliche zu unterstützen, damit sie eine Berufsausbildung erfolgreich schaffen können. PaduA ergänzt das breite Angebot der Agentur für Arbeit für Migranten und für Jugendliche im Saarland hervorragend.“ Karin Riga weiß aus ihrer Tätigkeit beim ZBB, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund einen hohen Anteil an den Jugendlichen ohne Berufsausbildung darstellen. „Insgesamt sind ausländische Jugendliche unter den Auszubildenden des dualen Systems deutlich unterrepräsentiert“, sagt Riga, „die Situation im Saarland und im Regionalverband Saarbrücken ist unbefriedigend. Hinzu kommt auch auf Seiten der Ausbildungsbetriebe eine nur geringe Beteiligung von Betrieben mit Inhaberinnen und Inhabern mit Migrationshintergrund an der dualen Ausbildung aufgrund mannigfaltiger Schwierigkeiten.“ PaduA ist ein gemeinsames Modellprojekt der ARGE Saarbrücken und des Ministeriums für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport. Umsetzender Träger ist das Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH in Burbach. Finanziert wird das Projekt aus Landesmitteln des Europäischen Sozialfonds und dem Eingliederungstitel der ARGE. Ziel des Projektes ist es die Ausbildungsbereitschaft von Betrieben mit Inhaberinnen und Inhabern mit Migrationshintergrund (Migrationsbetriebe) zu steigern und Jugendliche mit Migrationshintergrund für die Ausbildung zu gewinnen. Die Durchführung des Projektes ist in zwei Phasen unterteilt, die Vorbereitungs- und die Ausbildungsphase. In der Vorbereitungsphase steht die Akquisition beziehungsweise die Schaffung von zusätzlichen Verbundausbildungsplätzen bei Migrationsbetrieben und die Auswahl und Vorbereitung der Jugendlichen im Vordergrund. In der Ausbildungsphase, der Umsetzung der kooperativen dualen Ausbildung im Verbund liegt, der Schwerpunkt dann auf der Vermittlung der ausbildungsspeziefischen Kenntnisse und Fertigkeiten in Kooperation mit den Migrationsbetrieben. Das Modellprojekt ist auf eine Laufzeit von knapp vier Jahren ausgelegt. Die Vorbereitungsphase endet im Juli 2011. Dann beginnt die Ausbildungsphase, die im Juli 2014 enden wird. Informationen zu dem Modellprojekt PaduA erhalten Sie bei dem Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH in Burbach, Ernst-Abbe-Straße 10, in 66115 Saarbrücken, |
KontaktMinisterium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport
Referat B2: Europäischer Sozialfonds -Verwaltungsbehörde im Saarland-
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