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Ausbildung
 

Ausbildungspakt: Ohne Umwege zu jungen Fachkräften

20.05.2010
Besiegelung des saarländischen Ausbildungspakts: 13 regionale Partner setzten ihre Unterschriften unter die Vereinbarung, die gezielt auch dem Fachkräftemangel vorbeugen soll.
Besiegelung des saarländischen Ausbildungspakts: 13 regionale Partner setzten ihre Unterschriften unter die Vereinbarung, die gezielt auch dem Fachkräftemangel vorbeugen soll.
Der demografische Wandel und die steigende Studierneigung führen dazu, dass es für die duale Berufsausbildung weniger Bewerber gibt. „Dem dadurch drohenden Fachkräftemangel müssen wir entgegentreten“, erklärte Wirtschaftsminister Dr. Christoph Hartmann anlässlich der Unterzeichnung des Pakts für das Jahr 2010. Dieser solle zu einem Pakt für Fachkräftenachwuchs weiterentwickelt werden. In diesem Jahr steht er unter dem Motto: „Bewerber und Betriebe zusammenbringen.“ Mehr Jugendliche sollen dafür gewonnen werden, eine duale Ausbildung zu beginnen.

Kern des Pakts ist ein Maßnahmenbündel unter dem Titel „Ausbildung ohne Umwege“ mit drei Komponenten: das Landesprogramm „Ausbildung jetzt“, die Berufsorientierung und ein neues Modellprojekt für den direkten Start nach dem Hauptschulabschluss. So soll die Berufsorientierung intensiviert und die Ausbildungsfähigkeit verbessert werden. Gleichzeitig werben die Paktpartner bei Betrieben dafür, auch Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf Chancen für einen Ausbildungsplatz zu eröffnen. Hartmann: „Betrieb und Bewerber passend zusammenbringen – und das nahtlos nach dem Schulabschluss – das ist unser Ziel. Im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Bewerber, die keinen Ausbildungsplatz angenommen haben. Der Grund war nicht das fehlende Angebot, sondern das Fehlen eines  p a s s e n d e n  Angebots. Wir wollen erreichen, dass auch diese Jugendlichen direkt vermittelt werden.“

Modellversuch geplant
Dafür wird das Landesprogramm „Ausbildung jetzt“ für besonders förderungsbedürftige Jugendliche fortgesetzt und die Berufsvorbereitung ab Klasse 7 neu geregelt. Für letzteres gibt es eine gesonderte Vereinbarung von Landesregierung, Regionalagentur für Arbeit sowie den Wirtschaftskammern und den Unternehmensverbänden.
Darüber hinaus ist die pilothafte Einführung eines Modells „AnschlussDirekt“ für junge Saarländer mit Hauptschulabschluss geplant. Dieses Modell zielt darauf ab, den Anteil ausbildungsreifer Jugendlicher mit Hauptschulabschluss an den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zu steigern.

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