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Stadt und Land
 

Modellvorhaben zur Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch innerörtliche Entwicklung (MELanIE)

Logo des Modellvorhabens zur Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch innerörtliche Entwicklung (MELanIE)
Logo des Modellvorhabens zur Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch innerörtliche Entwicklung (MELanIE)

Der demografische Wandel mit seinen Auswirkungen wie Bevölkerungsrückgang und Überalterung ist nicht umkehrbar. Hierbei handelt es sich um Tatsachen, die wir nicht ändern können.  Doch wir können handeln. Wir können "mehr Dorf" schaffen für weniger Menschen. Das Modellvorhaben zu Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch innerörtliche Entwicklung (kurz: Melanie) vom Ministerium für Umwelt im Saarland soll helfen. Die Handreichung soll Kommunalpolitiker dabei unterstützen, mit den Problemen des demografischen Wandels in ihrem Dorf kreativ umzugehen und Lösungen zu entwickeln.

Demografischer Wandel

Rentner im Gepräch auf einer Parkbank

Die statistischen Ämter sagen in ihren Bevölkerungsmodellen einen Rückgang der Bevölkerung sowie eine starke Überalterung voraus. Der demografische Wandel wird zahlreiche Auswirkungen, auch auf kommunaler Ebene, haben. Das wird innerhalb kurzer Zeit eintreten. Dabei sind die Prognosen in hohem Maße gesichert, da es sich hierbei um Berechnungen zur Fortentwicklung der bereits lebenden Bevölkerung handelt.
Im 1. Kapitel von MELanIE werden der demografische Wandel und seine Auswirkungen dargestellt und statistisch nachgewiesen. Wo liegen die Ursachen, auf welche Handlungsfelder hat er Einfluss, welche langfristigen Lösungsansätze gibt es, um die negative Bevölkerungsentwicklung zu stoppen bzw. zu verlangsamen? Wie kann mit den Auswirkungen umgegangen werden?


Förderprogramme für die Dorfentwicklung

Der Strukturwandel wirkt sich insbesondere in den ländlichen Regionen aus. Auch in Zeiten knapper kommunaler Kassen müssen zwingend Lösungen gefunden werden, um den Dörfern eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung zu ermöglichen. Die verstärkte Unterstützung des ländlichen Raumes ist daher zwingend notwendig. Alle Förderprogramme verfolgen gemeinsam das Ziel der Erhaltung und des Ausbaus der Stärken des ländlichen Raumes sowie der Erarbeitung von Lösungsansätzen, um den negativen Folgen des Strukturwandels entgegenzuwirken.


Leitgedanken und Handlungsziele

Beim Umgang mit den Auswirkungen des demografischen Wandels gelten für die Kommunen folgende Leitgedanken und Handlungsziele: Öffentlichkeit sensibilisieren, Positives Leitbild entwickeln, Transparenz herstellen, Dialog mit anderen Kommunen suchen, Heute handeln und Spezifische Lösungen finden.
Auch vor dem Hintergrund der knappen kommunalen Haushalte sind hierbei die Interkommunale Zusammenarbeit sowie das ehrenamtliche Bürgerengagement von besonderer Bedeutung.

• Zukünftige Aufgaben der Kommunen
• Zentrale Rolle des Bürgerengagements und der Interkommunalen Zusammenarbeit


Ideen und Beispiele

Jedes saarländische Dorf muss sich der demografischen Herausforderung stellen. Auf die regional unterschiedlichen Probleme muss reagiert werden. Hier sind innovative Lösungsansätze gefragt! Im Saarland bzw. in den anderen Bundesländern wurden bereits zahlreiche Ideen erfolgreich umgesetzt. Einige werden auf den folgenden Seiten näher dargestellt sowie Ansprechpartner, Internetseiten, Adressen sowie Fördertöpfe genannt. Denn: Gute Beispiele sollen an möglichst vielen Orten Schule machen.

 


Fazit

Mit Hilfe der Medien ist zahlreichen Mandatsträgern durchaus bewusst, welche Auswirkungen der demografische Wandel mit sich bringt. Doch vielfach steht man den genannten Problemen hilflos gegenüber. Der vorliegende Leitfaden vermittelt innovative Ideen und Lösungsvorschläge, wie bereits in manchen Orten mit den Folgen des demografischen Wandels erfolgreich umgegangen wird.
Ein wichtiger Ansatz stellt in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen den Ortsteilen bzw. zwischen den Kommunen dar. Meist wird nur innerhalb der Grenzen der Gemarkung gedacht. Die Schließung einer öffentlichen Einrichtung und somit die Stärkung einer gemeinsamen Einrichtung für mehrere Ortsteile zusammen, kommt für viele Entscheidungsträger erst mal nicht in Frage.

Doch genau hierin wird die Zukunft unserer Dörfer liegen. Gemeindeübergreifende Denkweisen, interkommunale oder sogar interregionale Zusammenarbeit führen zu wirtschaftlichen und somit tragfähigen Infrastruktureinrichtungen. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um unsere Ortskerne zu stärken. Nur so können sie auch zukünftig ihrer wichtigen Funktion für das gesamte Dorf gerecht werden. Denn der demografische Wandel stellt auch eine Chance dar, die Lebensqualität in den Dörfern zu steigern.

Das Projekt MELANIE ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das Saarland sieht den Folgen des demografischen Wandels ins Auge.