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Girls´ Day 2009 im SaarlandMinisterin Annegret Kramp-Karrenbauer mit Schülerinnen beim Schnupperpraktikum Biotechnologie im Labor der HTW Saarland: Girls'Day 2009– Mädchen-Zukunftstag!
Anlässlich des Girl’s Day am Donnerstag (23.04.2009) besuchte die Ministerin für Bildung, Annegret Kramp-Karrenbauer, an der Hochschule für Technik und Wirtschaft das Schnupperpraktikum Biotechnologie mit praktischen Übungen und Demonstrationen zum Umgang mit Mikroorganismen. Zudem gab es Demonstrationen von Exponaten aus Schüler und Studentenpraktika sowie Informationen über die praktische Anwendung. Die Veranstaltung der HTW ist eines von vielen interessanten Angeboten für Mädchen, die im Saarland stattfanden. Das Schnupperstudium Biotechnologie wendet sich an Schülerinnen der Klassen 7-12 und gibt Informationen zum Beruf, Studium, der praktischen Arbeit und Aussichten des Ingenieurstudiums Maschinenbau und Verfahrenstechnik (Bachelor of Process Engineering, Master of Engineering and Management).
„Die schulischen Voraussetzungen für eine gute zukunftsfähige Berufsausbildung sind dabei bei den Mädchen ganz hervorragend. Sie haben im Schnitt die besseren schulischen Abschlüsse, nutzen diese aber nicht ausreichend für ihre beruflichen Möglichkeiten“, so die Bildungsministerin. „Um hier die unbedingt notwendige Bewusstseinsänderung herbeizuführen, ist der Girls' Day ein sehr guter, weil öffentlichkeitswirksamer Ansatz.“ Sie freute sich, dass auch in diesem Jahr in gut 50 Veranstaltungen im Saarland fast 750 Mädchen sich über Berufe informieren, die sonst eher von Männern dominiert sind. Als Frauen- und Bildungsministerin sieht sie weitere konkrete Ansatzpunkte vor allem in Berufsorientierungsmodulen in den Schulen und in einer tatkräftigen Unterstützung der Berufswahl im Elternhaus: „Es muss für Mädchen und junge Frauen eine Selbstverständlichkeit werden, zukunftsträchtige Berufe mit einem Einkommen, das ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien sichert, zu ergreifen, auch wenn diese Berufe traditionell männlich dominiert sind.“ Dafür trete sie als Frauenministerin nachdrücklich ein. Darüber hinaus müsse das Bewusstsein der Frauen für die Problematik geschärft werden. Deshalb unterstützt die Landesregierung aktiv den Girls' Day“ und das Programm MINT-Berufe, bei dem den Frauen typische Männer-Berufe geöffnet werden sollen (siehe auch www.bildung.saarland.de). Eine wichtige Grundvoraussetzung für eine Entgeltgleichheit sei außerdem die Schaffung neuer, diskriminierungsfreier Regelungen bei der Bewertung von Leistungen und Tätigkeiten. „Das ist Aufgabe der Tarifpartner“, sagt Kramp-Karrenbauer und fordert die Tarifvertragsparteien auf, dringend die existierenden Systeme zu überarbeiten. Im Saarland ist für den Girls´Day die ALWIS-Agentur als Koordinierungsstelle verantwortlich. Am Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag haben Schülerinnen Einblick in Berufsfelder, die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. In erster Linie bieten technische Unternehmen und Abteilungen, sowie Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen am Girls'Day Veranstaltungen für Mädchen an. Anhand von praktischen Beispielen erleben die Teilnehmerinnen in Laboren, Büros, Werkstätten und Redaktionsräumen, wie interessant und spannend diese Arbeit sein kann. Durch persönliche Gespräche mit Beschäftigten können die Mädchen ihren Erfahrungs- und Orientierungshorizont erweitern. Ziel des Girls'Day ist, Kontakte herzustellen, die für die berufliche Zukunft der Mädchen hilfreich sein können. Auch geht es darum, die Öffentlichkeit und Wirtschaft auf die Stärken der Mädchen aufmerksam zu machen, um einer gut ausgebildeten Generation junger Frauen weitreichende Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Unternehmen, die erfolgreich spezielle "Mädchen-Tage" realisierten, verzeichnen einen steigenden Anteil junger Frauen in technischen und techniknahen Berufen. Auch Jungen können diesen Aktionstag nutzen: Sie können sich am Girls'Day intensiv mit persönlichen Berufs- und Lebenszielen auseinandersetzen. Regionale Arbeitskreise sowie Pädagoginnen und Pädagogen an den Schulen organisieren zusätzlich Programme für Jungen, die auf die Erweiterung ihrer Lebensperspektive und ihres Berufsspektrums ausgerichtet sind, denn auch sie orientieren sich häufig eindimensional. Viele Initiativen und Netzwerke haben sich bereits des Themas jungengerechter Förderung aktiv angenommen. Schulische und außerschulische Aktivitäten zu den Themen Berufswahlmöglichkeiten, Lebensplanung und Sozialkompetenzen richten sich gezielt an Jungen. Weitere Informationen bietet das Servicebüro "Neue Wege für Jungs". Förderung und Aktionspartner Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Initiative D21, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) unterstützen das bundesweite Projekt. Die Lenkungsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Aktionspartner sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Gleichstellungs- und Frauenministerienkonferenz (GFMK) begleiten das Projekt inhaltlich und organisatorisch in einer Lenkungsgruppe. Bundesweite Koordination des Girls'Day |
Projektkoordination im SaarlandALWIS-Agentur
Melanie Müller
Bundesweite Koordinierungsstelle Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag
Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit e.V.
Dipl. Päd. Doro-Thea Chwalek Projektleiterin
Neue Wege für Jungs |




