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Forschung und Technologie
 

Neues BioMat-Centre stärkt Fraunhofer-Aktivität im Saarland

08.09.2009
Wissenschaftsminister Joachim Rippel erläuterte dem Fraunhofer-Präsidenten Prof. Hans-Jörg Bullinger Details der saarländischen Innovationsstrategie. Rechts: Prof. Günter Fuhr. Foto: Fraunhofer IBMT 2009, Christopher Durst.
Wissenschaftsminister Joachim Rippel erläuterte dem Fraunhofer-Präsidenten Prof. Hans-Jörg Bullinger Details der saarländischen Innovationsstrategie. Rechts: Prof. Günter Fuhr. Foto: Fraunhofer IBMT 2009, Christopher Durst.
Die Fraunhofer-Gesellschaft, eine der großen Wissenschaftsgemeinschaften Deutschlands, stärkt weiter ihre Präsenz am Standort Saarland.

Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel sicherte die Unterstützung des Landes zu, als er Finanzierungszusagen für ein Großprojekt des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT übergab. Mehr als 18 Millionen Euro werden in den Ausbau des Standorts Sulzbach investiert. Dort praktiziert das IBMT bereits ihre international beachtete Kryo-Technologie zum Einfrieren und Lagern von Zellen und Geweben mit vier großen Biobanken und unterhält eine industrielle Fertigung für den medizinischen Ultraschall. Beide Bereiche sind inzwischen so gewachsen, dass eine Erweiterung erforderlich wurde.
Bis zum Jahre 2013 wird dazu ein neu erworbener Hallenteil in ein modernes, industrieorientiertes Forschungs-, Diagnostik- und Designzentrum für molekulare Labore umgebaut. Das BioMat-Centre soll 50 hochqualifizierte Arbeitsplätze für Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker sowie Ansiedlungsmöglichkeiten für Diagnostikeinrichtungen und Firmen der Bioinformatik bieten.
Das Saarland steuert zur Finanzierung des Großprojekts einen Anteil von 12,3 Millionen Euro bei. Dies geschieht mit Unterstützung der Europäischen Union; denn aus dem Fonds für regionale Entwicklung stammt ein großer Anteil der Förderung. Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Rippel: „Ich finde, es ist gut angelegtes Geld; denn was hier geschieht und geschehen wird, ist Spitzenforschung - weit entfernt von allen Elfenbeintürmen und nah an den Problemen, denen wir uns im Alltag gegenüber sehen.“ Wenn vermarktungsfähige Technologien entwickelt würden und möglichst viele saarländische bei der Verwertung neuer Patente zum Zug kämen, dann sei dies „ein kräftiger Impuls für die Erneuerung des Saarlandes, der sehr nachhaltig wirken wird“.
Die Verdichtung der Forschungseinrichtungen und der wissenschaftsnahen Infrastruktur sieht Rippel als einen wichtigen Faktor für den Innovationsstandort Saarland und den Strukturwandel.
Die wachsende Bedeutung der Life Sciences in der Gesellschaft unterstrich der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Professor Hans-Jörg Bullinger: "Neue Technologiefelder frühzeitig zu erkennen und für die Region zu sichern, ist eine der Kernaufgaben der Fraunhofer-Gesellschaft. Es ist in Sulzbach durch das Engagement des Saarlandes und des IBMT in beispielhafter Weise gelungen.“

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