Sie befinden sich hier:
Beginn Textbereich:
Arbeiterbewegung an der SaarEiner für alle, alle für Einen
Mai 1889: Streik der Bergarbeiter
Mai 1889: Streik der Bergarbeiter (erster Massenstreik in der Saarindustrie) Der Hasborner Bergmann Nikolaus Warken, genannt Eckstein, führt die Streikenden an.
Ende Juli 1889: Unter Führung Warkens und unter dem Einfluß des Zentrums schließen sich Bergleute zum "Rechtsschutzverein für die bergmännische Bevölkerung des Oberbergamtsbezirks Bonn" zusammen. Bald wandelt sich der Verein zu einer Gewerkschaft. Über zwei Drittel aller Bergleute werden Mitglied.
In der Folgezeit wird der Verein geschwächt. Die Ursachen:
Die Streiks im Mai 1891 und an der Jahreswende 1892/93 schlagen fehl. Die Bewegung bricht zusammen. Erst nach Stumms Tod (1901) kommt es wieder zu gewerkschaftlichen Zusammenschlüssen. Die seit der Jahrhundertmitte bestehenden katholischen Arbeitervereine ("Berliner Richtung") betätigen sich gewerkschaftlich. Konkurrenten werden die interkonfessionellen christlichen Gewerkschaften, etwa der "Gewerkverein christlicher Bergleute", und die SPD-nahen "Freien Gewerkschaften". Diese jedoch bleiben bis zum Ersten Weltkrieg ohne großen Einfluß. Die Parteienlandschaft bis zum ersten Weltkrieg Reichtagswahlen: So wählte man an der Saar Im pfälzischen Bezirksamt Homburg führten die Nationalliberalen vor dem Zentrum. Zur starken politischen Kraft wuchs hier der Bund der Landwirte heran.
|

