Ministerium für Inneres, Kultur und Europa
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Brandschutz / Feuerwehren
Ein Verletzter wird aus einem Graben geborgen.
Feuer bedeutete in der Menschheitsgeschichte immer Licht, Wärme und Leben, aber auch Zerstörung, Vernichtung und Tod.
Es ist Aufgabe der saarländischen Gemeinden, eine dem örtlichen Bedarf des Brandschutzes und der Technischen Hilfe angemessene Feuerwehr zu unterhalten.
Der Brandschutz und die Technische Hilfe umfassen die Gewährleistung vorbeugender und abwehrender Maßnahmen gegen Brände sowie Brandgefahren und gegen andere Gefahren. Diese Aufgaben werden im Saarland in erster Linie durch die Freiwilligen Feuerwehren mit landesweit etwa 11.550 Aktiven bewältigt. Die Stadt Saarbrücken hält als einzige Gemeinde des Saarlandes eine Berufsfeuerwehr mit einer Stärke von 179 hauptamtlichen Feuerwehrangehörigen vor.
Industriebetriebe mit erhöhtem Gefahrenpotenzial sind gefordert, zur betrieblichen Gefahrenabwehr Betriebs- oder Werkfeuerwehren einzurichten. Derzeit können im Saarland 17 Betriebe mit anerkannten Werkfeuerwehren auf insgesamt 848 aktive Feuerwehrangehörige zurückgreifen.
Im Jahre 2007 lagen bei landesweit insgesamt 7.102 Einsätzen 4.447 Einsätze im Bereich der Technischen Hilfe und 2.655 Einsätze im Bereich des Brandschutzes.
Bei den Einsätzen zur Brandbekämpfung wurden 267 Menschen gerettet, acht Menschen konnten nur noch tot geborgen werden. Bei den Einsätzen zur Hilfeleistung, insbesondere bei Verkehrsunfällen, wurden 292 Menschen gerettet und 61 Personen tot geborgen.
Da die Einsätze der Feuerwehren immer vielfältiger und schwieriger werden, muss die Einsatzfähigkeit ständig den neuen Anforderungen angepasst werden, das heißt, es muss eine fachlich fundierte, realitätsbezogene und qualitativ hochwertige Aus- und Fortbildung der Feuerwehreinsatzkräfte gewährleistet sein.
Das Ministerium für Inneres und Sport ist als oberste Aufsichtsbehörde für den Brandschutz gemeinsam mit den Gemeinden und Gemeindeverbänden auch für die Ausbildung der Feuerwehreinsatzkräfte verantwortlich. Die Ausbildung durch das Land erfolgt zentral an der Landesfeuerwehrschule. Mit der Erweiterung der Landesfeuerwehrschule und dem Bau des dazugehörigen Übungsgeländes wurden die Voraussetzungen für eine Optimierung der theoretischen und praktischen Ausbildung der Feuerwehrangehörigen geschaffen.
Das im Jahre 2006 in Betrieb genommene Brandübungshaus mit einer gasbetriebenen Brandsimulationsanlage ermöglicht dabei eine realitätsnahe „heiße“ Ausbildung, durch die Handlungsabläufe eintrainiert werden, die den Feuerwehrangehörigen auch in Stresssituationen sicher und richtig handeln lassen. Des Weiteren unterstützt unser Ministerium die Gemeinden bei erforderlichen Baumaßnahmen und fördert die Normung und die Forschung auf dem Gebiet des Brandschutzes.
Landesfeuerwehrschule (extern)
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