Familientag
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FamilienpolitikStärkung der Erziehungskompetenz
Herzlichen Glückwunsch, Sie werden – oder sind – Eltern geworden! Diese neue Herausforderung bringt für Sie neben großer Freude auch viele Fragen und Unsicherheiten mit sich. Das Saarland hilft: mit dem Projekt „Keiner fällt durchs Netz“ leisten wir aktive Hilfestellung, wenn es um Probleme bei der Erziehung, um gesundheitliche Vorsorge, gesunde Ernährung und um spezielle problematische Lebenssituationen geht. Mit dem dazu gehörenden Elternkurs „Das Baby verstehen“ ist das Saarland das erste Bundesland, das ein solch innovatives Präventionsprojekt flächendeckend durchführt. Es belegt den Stellenwert der Familienpolitik und der saarländischen Familien bei der Landesregierung.
Kindeswohl schützen
Das Saarland hat als erstes Bundesland ein Gesetz zur verpflichtenden Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen erlassen. In der Screeningstelle am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg findet ein Abgleich der Daten der Einwohnermeldeämter und der Rückmeldungen der Kinderärzte statt, ob die jeweilige Untersuchung wahrgenommen wurde. Familien, bei denen eine Rückmeldung fehlt, werden dann durch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aufgeklärt – ein wirkungsvoller Beitrag zum Schutz der Kinder.
Bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungsmöglichkeiten für Kinder bis drei Jahre
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird im Saarland groß geschrieben. Deshalb werden landesweit immer mehr Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen. Allen Eltern, die eine Betreuung wünschen, soll dieser Wunsch erfüllt werden. Das Saarland hat mit einem Wert von rund 14,2 Prozent nach Rheinland-Pfalz und Hessen die beste Versorgungsquote von Kinderkrippen unter allen westdeutschen Flächenländern. Tendenz: steigend. Dafür macht sich die saarländische Landesregierung stark, dafür setzt sie sich ein.
Kindergärten sind Bildungsstätten
Der Kindergarten als Ort frühen Lernens: Das dritte Jahr im Kindergarten wird auf Initiative der Landesregierung gezielt zur vorschulischen Erziehung genutzt, um ihnen den Übergang in die Grundschule zu erleichtern. Beide arbeiten deshalb eng zusammen. Kinder können schon im Kindergarten Fremdsprachen lernen. In den Grenzregionen bietet dazu jeder fünfte Kindergarten Unterricht an – natürlich kindgerecht. Unterrichtet werden sie ausschließlich von Muttersprachlern mit entsprechend guten Deutsch-Kenntnissen. Darüber hinaus bietet das Saarland regelmäßig Fortbildungen für Erzieher und Lehrer an, die Ausbildung zum Erzieher wurde zudem neu konzipiert: sie ist jetzt noch praxisnaher. Gut ausgebildete Erzieher und Lehrer sind Garanten für eine gute, fundierte Ausbildung unserer Kinder.
Freiwillige Ganztagsschule - Nach der Schule in die Schule
Wie Eltern ihre Kinder erziehen, sollen sie natürlich selbst entscheiden. Die saarländische Landesregierung hilft ihnen dabei aber gerne. Deshalb hat sie die Freiwillige Ganztagsschule eingeführt, um Familie und Beruf besser vereinen zu können. Wenn Eltern wollen, können sie so ihre Kinder bis mindestens 16.30 Uhr betreuen lassen. Über den Umfang entscheiden sie selbst. Mit dem Projekt „Freiwillige Ganztagsschule Plus“ hat die Landesregierung nun hohe Standards gesetzt: zusätzlich Lehrerstunden wurden geschaffen, Mittagspausen und damit auch das Mittagessen sind bindend. Diesen Service bieten wir sogar in den Ferien. Mit Ausnahme von 26 Schließtagen pro Jahr werden die Kinder auch in den Schulferien ganztägig betreut.
Lokale Bündnisse für Familie
Besondere Bedeutung misst die saarländische Landesregierung dem Projekt „Lokale Bündnisse für Familie“ zu. Lokale Bündnisse für Familie sind ein Zusammenschluss ehrenamtlich tätiger Menschen, mit dem Ziel die Lebensbedingungen von Familien und Kindern in allen Bereichen des Zusammenlebens zu verbessern. Mit 24 Lokalen Bündnissen für Familie gehört das Saarland zu den Bundesländern mit der größten Bündnisdichte. Die Landesregierung hat als gegenseitige Informationsplattform und zur Vernetzung eine Kontakt- und Servicestelle eingerichtet. Diese hat zudem die Aufgabe, Aktivitäten zu bündeln sowie neue Bündnisgründungen zu forcieren und zu begleiten. Der Erfahrungsaustausch, die Vertiefung der gegenseitigen Kontakte und die Koordinierung der gemeinsamen Arbeit in Netzwerktreffen bringen die Bündnisse wirkungsvoll und nachhaltig voran.
Initiative „Du schaffst das“
Immer noch verlassen zu viele Schülerinnen und Schüler die Schule ohne hinreichende Qualifikationen und Kompetenzen. Ihre Ausbildungsfähigkeit entspricht nicht den Erwartungen der Wirtschaft - sie haben auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt geringe Chancen. Die saarländische Landesregierung tut etwas gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit dagegen: Die Initiative „Du schaffst das“ setzt sich zum Ziel, das eigenständige und selbstverantwortliche Handeln zu stärken und die Abbrecherquote weiter zu senken, damit möglichst alle mindestens den Hauptschulabschluss erreichen. Umgesetzt wird das Ziel an den allgemeinbildenden Schulen mit sogenannten Reformklassen, an beruflichen Schulen mit dem Modellversuch der Werkstattschule.
Bei den Reformklassen in den Klassenstufen 7 bis 9 übernehmen zwei Lehrkräfte große Teile des Unterrichts und werden dabei von sozialpädagogischen, künstlerischen und handwerklichen Fachkräften unterstützt. Praktisches Lernen wird betont. Schwerpunkte sind Maßnahmen zur Stabilisierung der Persönlichkeit und zur Steigerung der sozialen Kompetenzen.
In die Werkstattschule wechseln Schüler aus Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen bereits nach acht Schulpflichtjahren, wenn unter normalen Umständen ein erfolgreicher Schulabschluss nicht mehr möglich scheint. Ein vorgezogener Lernortwechsel unter das Dach der beruflichen Schule bietet ihnen eine neue Chance. Sie erhalten in der Werkstattschule eine individuelle Förderung und Begleitung im Rahmen der vertieften Berufsorientierung und Berufsvorbereitung.
Vereinbarkeit von Familie und BerufFamilie soll den Beruf nicht ausschließen. Und der Beruf soll die Familie nicht ausschließen. Deshalb unterstützt die saarländische Landesregierung alle Menschen im Saarland bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Von Jahr zu Jahr werden immer mehr Kinderkrippenplätze geschaffen und Mittel für Freiwillige Ganztagsschulen bereitgestellt. Zudem haben wir die Servicestelle „Arbeiten und Leben im Saarland“ (ALS) gegründet. Sie unterstützt die saarländischen Unternehmen bei der Einführung familienfreundlicher Maßnahmen. Der öffentliche Dienst des Landes geht mit gutem Beispiel voran. Er bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten wie flexible Arbeitszeiten, Teilzeitbeschäftigung, Telearbeit, Beurlaubung aus familiären Gründen und flexible Elternzeit, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter erleichtern. Auch „kleinere“ und kostengünstige Maßnahmen – zum Beispiel die Kinderferienbetreuung für die Bediensteten der Landesregierung – zeigen große Wirkung.
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