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Gesundheit
 

Schmerz, Rheumatische Beschwerden

Jeder von uns kennt Schmerzen. Man kommt aus Versehen an das heiße Bügeleisen und schon bildet sich innerhalb kürzester Zeit eine Brandblase. Mit Hilfe einer Brandsalbe oder einem Hausmittel lässt der Schmerz bald nach.
Wir haben Zahnschmerzen, nehmen eine Schmerztablette ein und suchen den Zahnarzt auf. Dank der Behandlung gehören auch diese Schmerzen bald der Vergangenheit an.
Anders verhält es sich bei chronischen Schmerzen. Dieser Schmerz hält beständig an und entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem eigenständigen Krankheitsbild und führt oft zu einem massiven Verlust an Lebensqualität. Die Ursache ist entweder unbekannt oder bereits ausgeheilt. Eine so genannte Signalfunktion hat dieser Schmerz also nicht mehr.
Bundesweit leiden nach Schätzungen über 3 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen, verbunden mit vielen Arztbesuchen sowie Klinikaufenthalten. Sie weisen oft jahrzehntelange Krankheitsverläufe auf. 

Schmerz

„Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder drohender Gewebeschädigung einhergeht oder von betroffenen Personen so beschrieben wird, als wäre eine solche Gewebeschädigung die Ursache.“ (nach: International Association for the Study of Pain)
Bei chronischen Schmerzen werden komplexe Wechselwirkungen zwischen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren angenommen (biopsychosoziales Schmerzkonzept). Schmerz ist keine „Einbahnstraße“, bei der lediglich Signale aus dem Körper an das Gehirn übermittelt werden. Vielmehr sorgen Filterprozesse unseres Zentralnervensystems dafür, dass eine körperliche Schädigung nicht zwangsläufig zu Schmerz führt (Stressanalgesie; es werden Verletzungen während eines Verkehrsunfalls, Wettkampfes, im Krieg oder beim Geschlechtsverkehr oft nicht bemerkt) und umgekehrt Schmerzen auch ohne körperliche Schädigung bestehen kann (etwa der Phantomschmerz).

Schmerz ist demnach das, was der Patient als solches empfindet.

Rheuma

Hinter diesem Begriff verbergen sich über 400 verschiedene Erkrankungen, die in jedem Lebensalter auftreten können. In Deutschland sind mehr als 9 Millionen Menschen an Rheuma erkrankt. Die Ursachen, die zu rheumatischen Erkrankungen führen können, sind sehr verschieden, teilweise sogar noch unbekannt.
Mit Hilfe einer frühzeitigen Diagnostik und entsprechender Behandlungsplanung durch einen Facharzt lässt sich der Krankheitsverlauf oft positiv beeinflussen.
Die Folgen dieser Erkrankungen und die mit der Versorgung verbundenen Probleme für die Betroffenen sind bei den unterschiedlichsten rheumatischen Erkrankungen oftmals ähnlich:
- rheumatische Erkrankungen führen häufig zu Behinderungen
-  rheumatische Erkrankungen bedeuten einen massiven Einschnitt in den Alltag und das Leben Betroffener
- rheumatische Erkrankungen werden zu oft zu spät diagnostiziert
-  es besteht eine gravierende Unter- und Fehlversorgung von Rheumapatienten
-  rheumatische Erkrankungen werden in der Öffentlichkeit in ihrer Bedeutung für den Betroffenen zu wenig wahrgenommen.