Die saarländische Landesregierung baut das Angebot an Gebundenen Ganztagsschulen weiter aus und antwortet damit auf die gesellschaftspolitischen und pädagogischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Errichtung neuer Gebundener Ganztagsschulen leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des saarländischen Bildungswesens hin zu mehr individueller Förderung, mehr Bildungsgerechtigkeit und einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
So wurden zum Schuljahr 2011/12 erstmals seit 20 Jahren wieder Gebundene Ganztagsschulen im Saarland gegründet. Mit der Grundschule Kirchberg Saarbrücken, der Gesamtschule Saarbrücken-Bellevue und der Erweiterten Realschule St. Wendel gibt es damit im Saarland insgesamt sieben Gebundene Ganztagsschulen.
Der Schulbetrieb an einer Gebundenen Ganztagsschule umfasst den in der Stundentafel der jeweiligen Schulform vorgesehenen Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlunterricht sowie im Bereich des außerunterrichtlichen Angebotes die Arbeitsstunden, Freizeitangebote und das Mittagessen. An vier Tagen in der Woche geht der Schulbetrieb bis 16 Uhr, wobei der Unterricht auf Vormittag und Nachmittag verteilt wird. Durch die zeitliche Ausdehnung der Schulzeit ist ein Wechsel von Lern- und Entspannungsphasen möglich, außerdem können Hausaufgaben durch Schulaufgaben ersetzt werden.
Für den Ganztagsbetrieb werden die Schulen sowohl mit zusätzlichen Lehrerstunden als auch mit weiterem pädagogischem Fachpersonal ausgestattet, so dass ergänzend zum Unterricht auch qualitätsvolle Angebote im außerunterrichtlichem Bereich vorgehalten werden können.
Auf der Grundlage einer landesweiten Schulentwicklungsplanung will die Landesregierung auch in den kommenden Jahren weitere Gebundene Ganztagsschulen errichten. Dabei bleibt die Wahlfreiheit für Eltern und Schülerinnen und Schüler zwischen Halbtags- und Ganztagsangeboten als zentrales Prinzip erhalten.