Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Europa
 

Europawoche

Der frühere Europaminister Karl Rauber mit Teilnehmern des Jugendforums 2006 im Rahmen der Europawoche 2006
Der frühere Europaminister Karl Rauber mit Teilnehmern des Jugendforums 2006 im Rahmen der Europawoche 2006
Die Europawoche findet jedes Jahr Anfang Mai in allen 16 Bundesländern statt.

Ziel der Europawoche ist es, den Europagedanken durch eine Vielzahl dezentraler Veranstaltungen in ganz Deutschland zu fördern. Dabei sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, sich über Europa und seine Institutionen zu informieren und aktuelle Themen der Europapolitik zu diskutieren. Nicht zuletzt bei der wichtigen Zielgruppe der Jugendlichen will die Europawoche auf diese Weise Interesse und Sympathie für Europa wecken. Darüber hinaus trägt die Europawoche durch Maßnahmen der Begegnung und der Verständigung über Ländergrenzen hinweg zu wachsender Toleranz und Annäherung an unsere europäischen Nachbarn bei.

Die Europawoche wird bereits seit 1995 durchgeführt. Die Bundesländer werden bei der Organisation der Europawoche vom Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und der Bundesregierung unterstützt. Der Veranstaltungszeitraum wird jedes Jahr von der Europaministerkonferenz der Länder neu festgelegt und umfasst mit dem 5. Mai und dem 9. Mai (Europatag) stets zwei zentrale Daten der europäischen Geschichte:

Am 5. Mai 1949 wurde der Europarat gegründet, auf den insbesondere die Europäische Menschenrechtskonvention zurückgeht. Der Europarat mit Sitz in Straßburg, versteht sich als Hüter demokratischer Sicherheit, die sich auf Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stützt.

Am 9. Mai 1950 unterbreitete der damalige französische Außenminister Robert Schuman seinen Vorschlag für ein Vereintes Europa als unerlässliche Voraussetzung für die Aufrecherhaltung friedlicher Beziehungen. Sein Plan, die gesamte deutsch-französische Produktion von Kohle und Stahl unter eine gemeinsame Verwaltung zu stellen, mündete 1951 in die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl durch Frankreich, Deutschland, Italien und die Beneluxstaaten. Damit war der Grundstein für die Europäische Union gelegt.
Der Vertrag über eine Verfassung für Europa sieht vor, dass der 9. Mai in der gesamten Europäischen Union als Europatag gefeiert wird. Auch in der Bundesrepublik Deutschland, wo traditionell der 5. Mai als Europatag galt, wird nun der 9. Mai als Europatag begangen.

Im Saarland ist die Organisation der Europawoche Aufgabe der Landesregierung. Innerhalb der Landesregierung wird diese Aufgabe durch den Minister für Inneres und Europaangelegenheiten Stephan Toscani wahrgenommen.
Dabei koordiniert und unterstützt die Landesregierung in erster Linie die zahlreichen Aktivitäten von Bürgern, Vereinen, Unternehmen und sonstigen Organisationen. Lediglich in zweiter Linie tritt die Landesregierung bei einzelnen Vorhaben der Europawoche selbst als Veranstalterin auf. Das Spektrum der Veranstaltungen reicht von Seminaren über Planspiele, Informationsfahrten und Diskussionsveranstaltungen bis zu Festen und Konzerten. Jährlich stehen neue Schwerpunkthemen im Vordergrund.

Die Vorbereitungen zur Europawoche erfolgen jim Rahmen einer offenen interministeriellen Arbeitsgruppe unter Mitwirkung verschiedener saarländischer Europaakteure. Die Arbeitsgruppe nimmt jeweils im November des Vorjahres die Planungen für die darauffolgende Europawoche auf. Ansprechpartner für Interessierte ist das Ministerium für Inneres und Europaangelegenheiten, Abteilung Europa, Interregionale Zusammenarbeit.