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EFRE - Prioritätsachse 2
Forcierung des Strukturwandels durch wissensbasierte Wirtschaft, Innovation und Ausbau spezifischer Stärken
Die Nutzung von Wissen, von Forschung und Entwicklung sowie Innovation sind die Schlüsselelemente des Wachstums und der sozioökonomischen Entwicklung. Daher wurden die entsprechenden Förderstränge ausgehend von der sozioökonomischen Analyse und der SWOT-Analyse und der darauf aufbauenden Strategie weiterentwickelt und in einer eigenständigen Prioritätsachse zusammengefasst. Die Förderung schließt u.a. die Entwicklung von Umwelttechnologien ein, womit in doppelter Hinsicht ein Beitrag zur Lissabon- bzw. Göteborg-Strategie erfolgen kann. Wissensbasierte und wirtschaftsorientierte FuE-Kapazitäten Die der Prioritätsachse 2 zugrundeliegende Strategie der Stärkung von Wettbewerb und Beschäftigung durch Innovation kann nur aufgehen, wenn die Basis für den erfolgreichen Innovationstransfer in die Wirtschaft in Form wettbewerbsfähiger Forschungs- und Wissenschaftskapazitäten vorhanden ist. Von besonderer Relevanz sind solche FuE-Kapazitäten, die zum wirtschaftlichen Geschehen in der Region eine inhaltliche Nähe aufweisen, so dass Hürden für den Wissens- und Technologietransfer niedrig gehalten werden. Aus diesem Grund liegt ein großer Schwerpunkt in der Prioritätsachse 2 auf dem Ausbau der FuE- und Transferkapazitäten in der saarländischen Forschungslandschaft. In Analogie zu den in der langfristigen Innovationsstrategie des Landes verankerten Prioritäten wird sich der Infrastrukturausbau insbesondere in den Bereichen IT, Automotive und Biotechnologie bzw. Life Sciences konzentrieren. Damit soll gewährleistet sein, dass die Vernetzung im Rahmen der Innovationskerne und Kompetenzzentren auf eine kritische Basis an Ressourcen zugreifen können und so Synergien zwischen den Prioritätsachsen erschlossen werden. Es ist hierbei vorgesehen, nach dem Prinzip „Stärken stärken“ thematische Felder mit den Partnern zu definieren, die in der saarländischen Innovationslandschaft einen festen Platz einnehmen. Hierzu zählen die Universität des Saarlandes, die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes aber auch Institute der Fraunhofer Gesellschaft oder das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Um traditionelle Forschung und Entwicklung zu stärken, sind weiterhin Initiativen wie etwa das Landesforschungsförderungsprogramm zu nennen. Die Finanzierung von Forschungsvorhaben der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bietet Anreize, in Projekten mit Unternehmen den Verbund zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken und den Know-how-Transfer und die Innovation insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu erhöhen. Der akademische „Elfenbeinturm“ wird dadurch verlassen und die Wissenschaft geht mit praxisnahen Angeboten und Fragestellungen aktiv auf Unternehmen, insbesondere Innovationskerne, Kompetenzzentren und Innovationstransfer Aufsetzend auf dem Baustein ertüchtigter Strukturen in Schulen, Hochschulen und Wissenschaftsinstituten ist vorgesehen, Kompetenzzentren und Innovationskerne in besonders erfolgversprechenden thematischen Schwerpunkten aufzubauen. Aufgrund der Vielfalt möglicher Ansätze gibt es keine einheitliche Erfolgsformel für erfolgreichen Innovationstransfer: Transfer erfolgt über Köpfe, in Clustern und Netzwerken, über Technologietransferstellen, über technologiespezifische Transferplattformen, in Ieranstaltungen, durch Kompetenzzentren, im Internet u.ä. Ziel dieses Unterschwerpunktes ist daher, den „variablen Geometrien“ des Innovationstransfers Rechnung zu tragen und für jede spezifische Problemstellung, sei diese branchenbezogen oder technologiebezogen, eine jeweils passende Lösung anbieten zu können. Die Förderung von Technologieplattformen, Kompetenzzentren und Innovationskernen soll hier genauso möglich sein wie die Bereitstellung neuartiger Finanzierungsinstrumente für Verbundvorhaben zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Der Vernetzung der auf den unterschiedlichen Stufen am Innovationsprozess beteiligten Akteure kommt dabei insgesamt eine große Bedeutung zu. Ziel ist es, Kooperationen und den Transfer von Wissen und Technologien nachhaltig zu unterstützen. So können durch Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette fehlendes Wissen erschlossen und durch die Kombination der spezifischen Kenntnisse einzelner Akteure, z. B. in der Produktion oder in der Forschung, entscheidende Wettbewerbsvorteile erlangt werden. Leitmotiv für die Durchführung von Programmen und Projekten in diesem Unterschwerpunkt ist die Berücksichtigung individueller Anforderungen für einzelne Technologiebereiche, Branchen oder Unternehmensgrößenklassen. Der Schwerpunktsetzung in der Innovationsstrategie für das Saarland folgend wird eine Reihe von Projekten in den prioritären Themenfeldern wie IT, Automotive und Nanobiotechnologie angesiedelt sein. Als besonders förderungswürdig wird in diesem Zusammenhang die Kooperation zwischen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen einerseits und innovativen Unternehmen mit Schwerpunkt auf KMU andererseits erachtet. Mögliche Instrumente sind hier auf Anwendungsfelder bezogene Technologieplattformen, die Finanzierung prototypischer Applikationen und Pilotvorhaben in Verbundprojekten sowie die Förderung von PPP-Initiativen in der Kooperationsforschung. Hierbei gilt es die Komplementarität der Vorhaben zu nationalen (z. B. High-Tech-Strategie der Bundesregierung) und internationalen Initiativen (z. B. 7. Forschungsrahmenprogramm) zu beachten. Ein Beispiel für ein erfolgreiches Vernetzungsmodell kann ein Kompetenzzentrum Automotive Saar aufbauend auf dem Cluster automotive.cluster unter Mitwirkung renommierter Forschungseinrichtungen und Unternehmen sein. Vergleichbare Konstellationen wie bei Automotive lassen sich bei den Themen Informatik, Neue Materialien/Werkstoffe, Life Science sowie Mechatronik/Mikrosystemtechnik finden, wobei diese Aufzählung nicht abschließend ist. Sie sind Beispiele für Themenfelder, die sich aus heutiger Sicht zum Ausbau von Kompetenzzentren und Innovationskernen eignen. Die Instrumente, mit denen der Technologietransfer verbessert werden soll, sind teilweise traditionelle Werkzeuge. Darüber hinaus sollen aber im partnerschaftlichen Dialog auch neue Vorgehensweisen entwickelt und erprobt werden, die bis zur Personalleihe von Forschungseinrichtungen an die Wirtschaft reichen können. Die vorgesehenen Aktivitäten haben im Sinne der „Regionalen Wettbewerbsfähigkeit“ zunächst einen Fokus auf den Raum der Saarwirtschaft. Ausgezeichnete Forschung und erfolgreiches Wirtschaften lassen sich heute aber nicht ohne eine internationale Dimension denken. Deswegen stehen die Kompetenzzentren und Innovationskerne Neben der technologiebezogenen Unterstützung von FuE-Kooperationsvorhaben ist die Unterstützung von Hochschulen, Wissenschaftseinrichtungen und innovativen Unternehmen mit Instrumenten zur Verwertung von Forschungsergebnissen wichtiger Bestandteil des Programms. Hierzu zählt insbesondere die Patentverwertung, aber auch technologiebezogene Ausgründungsunterstützung im Umfeld der Hochschulen in Form von Dienstleistungen. Auch die Kooperationsunterstützung insbesondere für KMU mit wenig Erfahrung in der FuE-Zusammenarbeit ist ein zentraler Baustein. Kontaktanbahnung zu FuE-Einrichtungen, Informationen über die Zugänglichkeit der Forschungsförderung für KMU und aktive Unterstützung bei der Projektierung von FuEVorhaben erleichtern kooperationswilligen Unternehmen den Einstieg in FuE. Das Saarland profitiert von den Möglichkeiten, die sich durch die Umsetzung zweier Regionaler Programme im Rahmen der Innovativen Maßnahmen des EFRE (2000-2006) geboten haben.81 Der Erfolg dieses Ansatzes wird anhand des ersten Preises deutlich, den das Saarland für sein Kompetenznetzwerk Nanobiotechnologie 2004 im Wettbewerb „Regionale Innovation in Europa“ von der EU erhalten hat.82 Daher ist daran gedacht, die durch diese Regionalprogramme eingeleiteten Entwicklungen im neuen EFRE-Programm ab 2007 fortzuführen und die dabei erprobten Ansätze auch auf andere Bereiche zu übertragen. Stärkung der betrieblichen Innovationsbasis und Wettbewerbsfähigkeit Die Frage, wie Innovationen generiert werden können, also der Prozess zu organisieren ist, mit dem Wissen und Technologie zu neuen, marktfähigen Produkten, Dienstleistungen und Verfahren führt, ist zunächst sehr eng mit dem Problem verknüpft, wie Unternehmen mit dem Thema Forschung und Entwicklung umgehen. Um Bewusstseins- und Verhaltensänderungen zu erreichen, muss die Leitungsebene in geeigneter Form angesprochen werden. Hierzu sind die tradierten Instrumente wie Seminare und Schulungen, die nur über eine begrenzte Reichweite verfügen, um zielspezifische Maßnahmen zu ergänzen, welche die Geschäftsführungen direkt ansprechen und ihre Kompetenz stärken. Ideenmanagement muss von den Geschäftsleitungen initiiert und unterstützt werden. Auf Gestaltungsspielräume, Mitsprache und Mitverantwortung setzende Menschenführung ist ein Eckpfeiler in innovativen Unternehmen. Komplementäre Instrumente wie beispielsweise die „Saarland Offensive für Gründer“ (SOG) und der Science Park Saar leisten effiziente Beiträge zum Abbau dieses Defizits. Zur Erreichung der Zielsetzung des Lissabon-Prozesses sollen sie aber um Maßnahmen ergänzt werden, die gezielt das betriebliche Innovationsmanagement 81 Regionalprogramm NanoBioTech-Saar (Laufzeit 1.1.2002 – 28.2.2003), Regionalprogramm NanoBio-Transfer-Region Saarland (Laufzeit 1.1.2006 – 31.12.2007). ansprechen. Denn eine Verbesserung der Innovationsleistung in den Unternehmen kann nur durch ein optimiertes Innovationsmanagement erreicht werden. Dieses ist eine zentrale Aufgabe der Unternehmensführung und geht weit über die traditionelle Forschung und Entwicklung und die übliche Produktionsentwicklung hinaus. Die Innovationsförderung soll in ihrer Handlungsbasis verbreitert werden. Dabei soll der Schwerpunkt nicht nur auf einzelbetrieblichen Innovationsförderungen zur Unterstützung innerbetrieblicher Innovationsketten liegen. Zusätzlich sollen Unternehmen zu mehr Innovation befähigt werden, indem Personalkostenzuschüsse für die Einstellung von Innovationsträgern aus Hochschulen gewährt werden. Ein ergänzender Baustein ist die erleichterte Verfügbarkeit von innovationsbezogenen Darlehen durch Risikoübernahme durch das Land. Hierzu sollen in der Programmlaufzeit neue Instrumente entwickelt und erprobt werden. Neben der direkten Förderung von Innovationsbezogenen Maßnahmen in Betrieben ist die Erleichterung des Zugangs zu Unterstützungsmaßnahmen im FuE-Bereich eine wichtige Säule des Programms. Hierzu zählen z. B. Maßnahmen zur Sensibilisierung von KMU für innovative Themen und FuE-Aktivitäten mit dem Ziel der Zukunftssicherung. Dies kann durch regionale Roadshows und begleitende Marketingaktivitäten erreicht werden. Darüber hinaus müssen Beratungsdienstleistungen rund um FuEFörderung und -projektierung in einer zentralen Stelle gebündelt und für Unternehmen besser wahrnehmbar vermarktet werden. Geeignete Instrumente hierfür sind persönliche Beratung sowie eine Neustrukturierung des Online-Angebots einschließlich digitaler Beratungsangebote und der elektronischen Abwicklung von Förderanträgen. Innovationskultur, Qualifizierung und Zugang zu IKT-Infrastruktur Da Wettbewerbsbedingungen auch zwischen den Regionen existieren, ist - nicht nur im Sinne eines langfristigen Standortmarketings – eine gezielte Kommunikationsstrategie wesentliches Element der Innovationspolitik. Daher soll ein kontinuierlicher Kommunikationsprozess aufgebaut werden, der die Schwerpunktlegung im Rahmen der Innovationsstrategie des Saarlandes mittel- bis langfristig vermittelt, da die Öffentlichkeit im Land sowie potenzielle Investoren Orientierungswissen und Planungssicherheit benötigen. Die Binnenkommunikation in der Region selbst wie auch die Außenkommunikation national und international sollen durch spezifische Maßnahmen und Initiativen verstärkt werden. Zu diesem Zweck plant das Saarland etwa die Weiterentwicklung der 2004 erfolgreich gestarteten Initiative „Empower Deutschland: Mit Eine zunehmende Bedeutung für die Innovationsstärke und den Strukturwandel des Saarlandes haben hochwertige IKT-Infrastrukturen. Obwohl das Saarland beispielsweise im Bereich der breitbandigen Internetzugangsinfrastruktur im Vergleich der westlichen Bundesländer einen vorderen Platz einnimmt, liegt die Online-Nutzung der Bevölkerung noch erkennbar hinter den Vorstellungen der Landesregierung zurück. Um die auch im Bundesvergleich noch unterdurchschnittliche Internetnutzung im Saarland zu forcieren und damit den „digital divide“ abzubauen, beabsichtigt die Landesregierung, die unter der Federführung des Mediennetzwerkes Saar-Lor-Lux gestartete Kampagne „Onlinerland Saarland“ weiter auszubauen und zu intensivieren. In deren Rahmen werden mit Blick auf einige unterdurchschnittliche Nutzergruppen wie Frauen, Personen ab 50 Jahre, niedriger Qualifizierte und Bevölkerung in ländlichen Gebieten zahlreiche zielgerichtete Aktionen durchgeführt. Neben der Verfügbarkeit schneller, breitbandiger Internetzugänge und einer hohen Onliner-Quote ist es für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes von entscheidender Bedeutung, dass Unternehmen die für sie relevanten Verwaltungsprodukte und - leistungen auch über E-Government-Portale kundenfreundlich abrufen können. Im Sinne eines unternehmensorientierten E-Governments soll im Saarland die Initiative Onlinedienste Saar, deren Ziel es ist, alle onlinefähigen Angebote auch online anzubieten, weiter gestärkt und ausgebaut werden. Durch Orientierung an den Anforderungen der neuen EU-Dienstleistungsrichtlinie soll dabei auch sicher gestellt werden, dass die geltenden europäischen Rahmenbedingungen zügig in der Region umgesetzt werden. Technologiegetriebene Innovationsprozesse erfordern eine zielgerichtete Humankapitalbildung in den innovationspolitisch definierten Feldern. Ziel ist es, sowohl das vorhandene Potenzial an Nachwuchskräften zu erschließen als auch eine gezielte Anwerbung von Fachkräften zu unterstützen. In einem internationalen Umfeld, das stark von Wettbewerbsfähigkeit und Dynamik geprägt ist, muss eine Strategie zugunsten von Investitionen in berufliche Bildung den neuen Anforderungen der Wissensgesellschaft Rechnung tragen. Ein wesentlicher Beitrag der beruflichen Bildung zur Erreichung der Ziele von Lissabon ist neben dem Ansatz des Lebenslangen Lernens die Steigerung der Teilnahmeraten an beruflicher Ausbildung. Dabei stellt die Qualität des Angebotes, mit der eine Teilnahme attraktiver gemacht wird, ebenfalls eine Herausforderung dar, denn parallel zum technischen Fortschritt müssen sich bestehende und neue Berufsbilder entwickeln. Die adäquate Entwicklung der Wissensbasis der Unternehmen sollte durch spezifische Qualifizierungsmaßnahmen sichergestellt werden, um die durch parallel gewährte Investitionszuschüsse angestrebte Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität realisieren zu können. Dies kann erreicht werden insbesondere durch die Einbe ziehung von Hochschulen, hochschulnahen Instituten und weiterer auch industrieller Forschungseinrichtungen. Durch Bereitstellung neuer Technologien und Prozessinnovationen sowie die Entwicklung neuer Marketingstrategien soll das Innovations- und Wachstumspotenzial der Unternehmen optimal genutzt werden. Soweit ausreichende Infrastrukturen für diese Qualifizierung nicht zur Verfügung stehen ist, ist vorgesehen, auch die Errichtung und Ausstattung von entsprechenden Infrastrukturen zu unterstützen. Geplant ist weiterhin, über ein gestuftes Verfahren durch Beratung die Innovationsfähigkeit insbesondere von KMU stärken. In einer Analyse von Technologiepotential, Produktionsprozessen und -organisation werden mögliche Defizite und Optimierungspotentiale herausgearbeitet und eine angepasste Change Strategy entwickelt, die sowohl eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit bei bestehendem Produktportfolio als auch eine Diversifizierung oder Neuausrichtung der Produktion zum Ziel hat. Darüber hinaus ist eine finanzielle Unterstützung von Qualifizierungsmaßnahmen für Fach- und Führungskräfte durch Hochschulen oder andere forschungsintensive Einrichtungen vorgesehen in neuen Technologien, Prozessinnovationen, Marktveränderungen zur Steigerung des Innovations- und Entwicklungspotentials insbesondere von KMU. Über diese Unterstützung wird ein unmittelbarer Technologietransfer realisiert, der zur längerfristigen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und „technologiespezifischer Kompetenzzentren“ führt. In diesem Zusammenhang soll von der Möglichkeit des „cross financing“ Gebrauch gemacht werden, d.h. es ist vorgesehen, gemäß der Option nach Artikel 34 Abs. 2 der Verordnung (EG) 1083/2006 Mittel für Maßnahmen einzusetzen, die in den Interventionsbereich des ESF fallen. Diese Option bietet hier die Möglichkeit, die EFREFörderung komplementär und zielgenau – sowohl im Hinblick auf die Fördermaßnahme als auch die potenziell Begünstigten (Zielgruppe) – durch entsprechende ESF-Maßnahmen zu unterstützen und in ihrem Wirkungsgrad zu erhöhen „Experimentierung“ Ein indikativer Betrag von € 2,5 Mio wird der Experimentierung neuer Aktionen (Projekte und Konzepte) unter Priorität 2 zugewiesen. Das Ziel besteht darin, Projekte und Konzepte zu testen und jene zu bestimmen, die erfolgreich sind, und die auf einer umfassenderen Basis in späteren Jahren des Operationellen Programms implementiert werden können. Die Outputs und Ergebnisse dieser Projekte werden nicht zu den quantifizierten Indikatoren des Operationellen Programms beitragen. Weniger erfolgreiche Aktionen werden nicht fortgesetzt, aber die Analyse der angetroffenen Schwierigkeiten wird garantieren, dass nützliches Lernen in der Region erzeugt wird. Ein kleines Team wird den Prozess der Experimentierung leiten, einschließlich der Entwicklung (oder der Anpassung) der regionalen Innovationsstrategie in der Partnerschaft mit den relevanten Beteiligten in der Region, Identifizierung von Hauptthemen für die Experimentierung, Auswahl von Projekten und Begleitung, Analyse und Verbreitung von Ergebnissen. Die Fortschritte von Experimentierung und die Ergebnisse der Pilotaktionen werden regelmäßig auf den Begleitausschusssitzungen diskutiert und werden in die Jahresdurchführungsberichte aufgenommen. Die Experimentierung soll eingesetzt werden, um die Weiterentwicklung der Innovationsstrategie des Saarlandes zu begleiten. Unter dem Titel Innovationsstrategie 2.0 wird diese 2007 in der Zusammenarbeit von Experten aus Wirtschaft, Unternehmen, Schulen, Hochschulen und Forschung, den Kammern und Verbänden sowie der Landesregierung auf den neuesten Stand gebracht. Verschiedene Arbeitsgruppen befassen sich mit den Technologiefeldern IT, Automotive, NanoBio, Wissen/Bildung, Logistik, Zukunftsenergie und Health Care sowie den Querschnittsfeldern Strategie und internationale Wettbewerbsfähigkeit, Gründungen sowie Forschung und Entwicklung im Mittelstand, um die vorhandene Innovations- und Gründungsdynamik weiter zu forcieren. Aus den Arbeitsgruppen werden konkrete Vorschläge für neue Projekte, Maßnahmen und Initiativen resultieren. Die Koordination dieser Arbeitsgruppen wird von einem kleinen Team im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit geleistet, das für die organisatorische und inhaltliche Begleitung des Strategiebildungsprozesses zuständig ist. Es ist vorgesehen, von der Strategieentwicklung möglichst rasch in die Projektumsetzung zu kommen. Die Experimentierung soll dabei v.a. bei der Implementierung innovativer Maßnahmen, dem Aufbau neuer Kompetenzzentren und Technologieplattformen, sowie der Initiierung und Förderung von Kooperationen und Pilotvorhaben unterstützen. |
KontaktMinisterium für Wirtschaft und Wissenschaft
Verwaltungsbehörde des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
Beate Sehn
Ansprechpartner in den Förderbereichen
Unter nachfolgendem Link finden Sie die Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner für die jeweiligen Föderbereiche als PDF zum Download.
Kurzinfos zu den jeweiligen Förderbereichen
Operationelles Programm EFRE Saarland
Operationlles Programm EFRE Saarland "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" 2007 - 2013.
Kommunikationsplan
Hier finden Sie die Beschreibung der Publizitätsmaßnahmen zur Beschreibung des EFRE/ESF für das Saarland.
EFRE-Begünstigtenverzeichnis
EFRE Jahresbericht 2009
Interreg IVEFRE im Web |



