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Justiz
 

Platzverweis für schlagende Männer

Referenten der Konferenz
Referenten der Konferenz

Ziel der Konferenz war die Überprüfung des in § 12 des Saarländischen Polizeigesetzes geregelten Instrumentariums der "Platzverweisung", das heißt der Möglichkeit, einen Gewalttäter der Wohnung zu verweisen, so dass das Opfer nicht mehr flüchten muss, sondern seine Sicherheit in der Wohnung gewährleistet werden kann.

Grundsätzlich verfügt die Polizei bereits über diese Möglichkeit des Platzverweises. Aus Gründen des Opferschutzes und vor dem Hintergrund des neuen Gewaltschutzgesetzes soll jedoch die Anwendung dieser Maßnahme zukünftig ausgedehnt werden.

Die Konferenz beschäftigte sich mit der Frage, welche konkreten Formen diese Ausdehnung annehmen und wie sie geregelt werden sollten. Es galt zu klären, ob eine erweiterte Auslegung des gesetzlichen Rahmens genügt, um die nötige Handlungs- und Rechtssicherheit für die intervenierenden Beamtinnen und Beamten vor Ort zu gewährleisten oder ob dazu eine Gesetzesänderung anzuraten ist.

Zur Erörterung der Fragen waren renommierte Referentinnen und Referenten aus dem Saarland sowie aus anderen Bundesländern und aus Österreich geladen.

 

Referenten der Konferenz

Es referierten:
* Dr. Albin Dearing, Leiter des Rechtsabteilung des österreichischen Innenministeriums
* Ursula Falkenstern, Polizeipräsidium Berlin
* Steffen Lux, Ministerium des Inneren, Hessen
* Elke Plathe, Polizeipräsidium Berlin
* Joachim Schwarz, Richter am Verwaltungsgericht, Saarlouis
* Jürgen Felix Zeck, Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes.

 


Referenten der Konferenz

Die Konferenz in den Räumen des Justizministeriums war institutionsübergreifend und hochrangig besetzt. Unter den Teilnehmern befanden sich unter anderem der Staatssekretär des Ministeriums der Justiz, Herr Wolfgang Schild, sowie Herr Staatssekretär Gerd Müllenbach vom Ministerium für Inneres und Sport.
Moderiert wurde die Konferenz von den Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt, der Staatsanwältin Sabine Kräuter-Stockton und der Diplom-Soziologin Marion Ernst.

Die Ergebnisse der Veranstaltung wurden ausgewertet und haben Eingang in den Meinungsbildungsprozess der politischen Entscheidungsträger gefunden.