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ESF-Prioritätsachse C, Spezifisches Ziel 5: Spezifisches Ziel „Verbesserung der beruflichen und sozialen Eingliederung Langzeitarbeitsloser in den ersten oder zweiten Arbeitsmarkt“
Die Förderung der Integration in den Arbeitsmarkt ist zugleich Eckpfeiler einer Politik zur Stärkung der sozialen Integration. Deshalb sollen in der neuen Förderperiode die Beschäftigungsfähigkeit sowie die berufliche und soziale Integration von Personengruppen verbessert werden, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Der Zugang zum Arbeitsmarkt und gesellschaftlicher Teilhabe ist vor allem erschwert für Langzeitarbeitslose, ältere Langzeitarbeitslose sowie Menschen mit Migrationshintergrund.
In den vorangegangenen Jahren wurde die Qualifizierung und Beschäftigung von benachteiligten bzw. schwer vermittelbaren Personen in enger Kooperation mit den saarländischen Kommunen umgesetzt, vor allem unter Nutzung des Instruments „Hilfe zur Arbeit“ nach den §§ 19 ff. Bundessozialhilfegesetz (BSHG). Mit der Übertragung der Trägerschaft der Grundsicherung auf die ARGEn bzw. optierende Kommune wurde der Bereich der öffentlich geförderten Beschäftigung im Saarland an die veränderten Rahmenbedingungen und Strukturen angepasst. In den Dienstlei¬stungs und Beratungszentren der saarländischen ARGEn arbeiten die jeweilige Agentur für Arbeit und der kommunale Träger eng zusammen. In der einzigen optierenden Kommune übernimmt der Landkreis die Umsetzung des SGB II in alleiniger Regie. Unterstützt wird die Arbeitsmarktförderung der ARGEn und der optierenden Kommune durch das 2005 aufgelegte Landesprogramm „Qualifizierung und Beschäftigung in Arbeit“. Mit der Einführung dieses Programms wurden die konzeptionellen Grundzüge der Beschäftigungsförderung des Landes festgelegt – insbesondere zum Erhalt oder der Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit von schwervermittelbaren Personen. Die Erweiterung des Beschäftigungsaspekts um berufliche Qualifizierung steht im Zentrum der in der neuen Förderperiode geplanten ESFFörderung. Eine arbeitsmarktpolitische Herausforderung ist und bleibt die hohe Langzeitarbeitslosigkeit. Dieser Herausforderung soll mit dem spezifischen Ziel „Verbesserung der beruflichen und sozialen Eingliederung Langzeitarbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt“ begegnet werden. Aufbauend auf den Erfahrungen mit den ESFgeförderten Projekten aus der Förderperiode 20002006 sollen weiterhin Qualifizierungs und Beschäftigungsmaßnahmen nachhaltig zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen beitragen. Die Projekte sollen sowohl berufliche Eingangs und Basisqualifikationen als auch persönliche und soziale Schlüsselqualifikationen vermitteln. Die vorgesehenen Beschäftigungsanteile sollen möglichst betriebsnah – auch durch betriebliche Praktika – gestaltet werden, um die Vermittlungschancen zu erhöhen. Auch der Übergang in Maßnahmen mit qualifiziertem Bildungsabschluss ist als zielführende Strategie vorgesehen. Insbesondere ältere Langzeitarbeitslose, die vom dauerhaften Ausschluss aus dem Arbeitsmarkt bedroht sind, sind häufig auch von der Entwicklung und dem Einsatz moderner Informations und Kommunikationstechnologien abgekoppelt. Deshalb ist auch die Entwicklung und Erprobung von Projekten zur besseren Nutzung moderner Kommunikationstechnologien vorgesehen. Unter den (Langzeit)Arbeitslosen sind Personen mit Migrationshintergrund besonderen Problemen bei der beruflichen und sozialen Eingliederung ausgesetzt. Wegen der weit überdurchschnittlichen und lang anhaltenden Arbeitslosigkeit von im Saarland lebenden Migranten soll mit Hilfe von ESFgeförderten Beratungs, Qualifizierungs und Stabilisierungsmaßnahmen die Beschäftigungsfähigkeit erhöht und damit die Erwerbsbeteiligung dieser Zielgruppe gesteigert werden. Migranten sind oftmals hinsichtlich ihrer Ausbildungs und Berufsvorstellungen stark und einseitig an tradierten, herkunfts und familienbezogenen Lebensentwürfen orientiert. Dies erschwert in modernen Industrie und Dienstleistungsgesellschaften den Zugang zur Erwerbstätigkeit. Vor diesem Hintergrund sollen Beratungs und Begleitmaßnahmen für Migranten entwickelt werden, die die Voraussetzung für einen erfolgreichen Kontakt mit ausbildungs und arbeitsvermittelnden Stellen schaffen. Ein erster Schritt zu diesem Ziel kann durch Sprachförderung oder durch die Teilnahme an Kursen zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses erreicht werden. Darüber hinaus sollen die Beratungs und Betreuungsmaßnahmen Informationen über das Schul und Ausbildungssystem in Deutschland, die Erstellung einer individuellen Bestands und Kompetenzanalyse, Beratung und Betreuung bei der Umsetzung eines Integrationswegeplanes, die Zusammenarbeit mit Bildungsträgern, der Arbeitsverwaltung bzw. den SGB IILeistungsträgern, den Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben sowie Bewerbungstraining, Motivationsarbeit usw. beinhalten. Wenngleich die Arbeitslosigkeit Älterer in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist, soll angesichts der weit unterdurchschnittlichen Beschäftigungsquote eine höhere Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer erreicht werden. Darüber hinaus soll auch die Beteiligung älterer Langzeitarbeitsloser an Qualifizierungsmaßnahmen deutlich erhöht werden. Nicht zuletzt ist angesichts des demografischen Wandels die Verbesserung der Lage älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt dringend geboten. Für den Einsatz des ESF bedeutet dies, dass Beschäftigungsfähigkeit und Beschäftigungschancen nachhaltig gestärkt und eine bessere berufliche Eingliederung Älterer erreicht werden sollen. Bei älteren Langzeitarbeitslosen ist zudem erforderlich, den Blick für die vielfältigen Potenziale auch über ihren bisherigen Berufsweg hinaus zu öffnen, Bereitschaft zu weiterem Lernen zu fördern und eventuell vorhandene gesundheitliche Einschränkungen bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu berücksichtigen. Berücksichtigung der Querschnittsziele Gleichstellung von Frauen und Männern und Nichtdiskriminierung Nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung |
KontaktMinisterium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
Europäischer Sozialfonds -Verwaltungsbehörde im Saarland
Klaus-Peter Pfahler
Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung.
Operationelles Programm des Saarlandes für den ESF Förderperiode 2007-2013.
Kommunikationsplan
Hier finden Sie die Beschreibung der Publizitätsmaßnahmen zur Beschreibung des EFRE/ESF für das Saarland.
Zwischenevaluierung des Operationellen Programms des Saarlandes für den Europäischen Sozialfonds, Förderperiode 2007-2013, „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“.
ESF-Begünstigtenverzeichnis
ESF Jahresbericht 2010 für das Saarland
Neue Arbeitsschancen durch Europa
Diese Projekteskizze zeigt, wie ESF-Förderung im Land Wirkung zeigt.
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