Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Strukturfondsförderung
 

Europäischer Sozialfonds (ESF)

Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung      
Mit der Genehmigung ihres Operationellen Programms für den Europäischen Sozialfonds (ESF) durch die EU-Kommission im Dezember 2007 wird die Saarländische Landesregierung für den Zeitraum von 2007 - 2013 rund 87 Mio. Euro aus Brüssel erhalten.  In diesem Zeitraum wird das Land so ein Gesamtfördervolumen von etwa 173 Mio. Euro zum Erhalt und zur weiteren Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze in unserer Region einsetzen können.

Der Erhalt und die Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze durch nachhaltiges Wirtschaftswachstum und eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik sind für die weitere Entwicklung des Saarlandes als Europäischer Region von grundlegender Bedeutung. Zur mittelfristigen Umsetzung dieses vorrangigen arbeitsmarktpolitischen Ziels bilden drei strategische Förderschwerpunkte bis 2013 die planerische Grundlage.

Ein zentraler Förderschwerpunkt beim Einsatz der ESF-Mittel ist die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen junger Menschen unter 25 Jahren auf dem saarländischen Arbeitsmarkt. So soll neben der Senkung der Schulabbrecherquote und dem Nachholen grundlegender Schulabschlüsse die Ausbildungsreife und die soziale Kompetenz der Jugendlichen durch spezifische Beratungs- und Betreuungsangebote, durch Berufsorientierung und Berufswegeplanung sowie durch berufliche Qualifizierung gesteigert werden. Die Organisation der beruflichen Erstausbildung, aber auch diesbezügliche Lerninhalte sollen dabei stärker als bisher an den neuen, sich ständig verändernden Anforderungen der Betriebe und Unternehmen orientiert werden.

Ein weiterer Förderschwerpunkt sieht die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der beruflichen Qualifikation von Arbeitslosen vor. Hier werden insbesondere Ältere, Frauen sowie Langzeitarbeitslose angesprochen. Darüber hinaus sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Zuge des wirtschaftlichen Strukturwandels von Arbeitslosigkeit bedroht sind, durch Förderung aus dem ESF die Möglichkeit zur beruflichen Neuorientierung erhalten. Auch Maßnahmen der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus sollen hier gefördert werden.

Grundsätzlich sollen Orientierungs- und Qualifizierungsangebote für arbeitslose Frauen und Berufsrückkehrerinnen sowie für Arbeitsuchende mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderungen zukünftig eine noch wichtigere Rolle bei der Arbeitsmarktförderung spielen. So können die Chancengleichheit und die Integrationsfähigkeit der saarländischen Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt in der Großregion deutlich gestärkt werden.

Mit Hilfe des ESF-Programms werden darüber hinaus die Möglichkeiten zur betrieblichen Weiterbildung von Arbeitnehmern sowie die Potenzialberatung von Unternehmen stärker ausgebaut. Den ständig steigenden Anforderungen an Arbeitnehmer und Betriebe soll vor allem durch eine sinnvolle unternehmensnahe Weiterbildung begegnet werden. So können mittelfristig neue ergänzende Beschäftigungsfelder im Saarland erschlossen werden, die sich nachhaltig auf das zukünftige Stellenangebot im Land auswirken.

Die arbeitsmarktpolitischen Ziele des ESF-Programms werden zudem unmittelbar  mit einer nachhaltigen und umweltgerechten Entwicklung des Standortes Saarland verknüpft. Dabei werden sowohl Maßnahmen im Umwelttechnologie-Bereich als auch die Vermittlung ökologischer Zusatzqualifikationen (z.B. ökologischer Garten- und Landschaftsbau, Landschaftspflege und sanfter Tourismus) zu einer umweltpolitisch positiven Entwicklung beitragen. Mit Hilfe der dadurch freigesetzten Synergieeffekte können ein höheres Niveau an Beschäftigung und mehr Dynamik in der wirtschaftlichen Entwicklung erreicht werden. Vor diesem Hintergrund dient auch die ESF-Förderung zur dauerhaften Verbesserung des Lebensstandards und der beruflichen Perspektiven der saarländischen Arbeitnehmer.

Die kontinuierliche Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Sicherung von Beschäftigung sind für das Saarland im Wettbewerb mit anderen europäischen Regionen entscheidend sowohl für eine positive wirtschaftliche Entwicklung als auch für die Sicherung des sozialen Zusammenhalts und der gesellschaftlichen Solidarität. Hier liegt auch in Zukunft die zentrale arbeitsmarktpolitische Herausforderung der Landesregierung. Mit dem Einsatz der insgesamt 173 Mio. Euro an EU-Fördermitteln werden wir den Arbeitsmarkt im Saarland gut auf diese Herausforderung vorbereiten.

Kernziel

Ein sicherer Arbeitsplatz schafft neue Perspektiven.    
Die saarländische Wirtschaft ist nach wie vor stark im Umbruch begriffen – zukunftsträchtige Alternativen zur Montanindustrie werden in erster Linie im Dienstleistungssektor und insbesondere im Technologiebereich gesucht. Diesbezüglich hat das Saarland in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte erzielt, insbesondere durch Beschäftigungsgewinne im Dienstleistungssektor.
Das Saarland profitiert von seiner strategisch günstigen Lage zu Frankreich und Luxemburg. Der Arbeitsmarkt erfährt dadurch eine Dynamik des grenzüberschreitenden Austausches.

Daraus ergeben sich für den Saarländischen Arbeitsmarkt durch den Europäischen Sozialfonds gleich mehre Chancen:

  • Förderung der beruflichen Erstausbildung, damit insbesondere weniger leistungsstarke Jugendliche einen Ausbildungsplatz erhalten,
  • Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit durch Schaffung zusätzlicher Angebote der beruflichen Qualifizierung oder Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt,
  • Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit durch zusätzliche Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, angepasst an besondere Vermittlungshemmnisse,
  • Förderung der Beschäftigungsfähigkeit und des Erhalts der Beschäftigung für Ältere durch zusätzliche Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen,
  • Förderung der beruflichen Neuorientierung  derjenigen Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz in Folge des wirtschaftlichen Strukturwandels verlieren.
  • Anpassung der beruflichen Qualifikation der Beschäftigten an die stetig steigenden Anforderungen in den Betrieben mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu erhalten,
  • Förderung der beruflichen Chancengleichheit für Frauen und Männer. 

Strukturwandel bewältigen

Zukunftsorientierte Qualifikation bringt zukunftssichere Arbeitsplätze.    
Eine wichtige Antwort auf den stetigen Strukturwandel im Saarland besteht in der Erhöhung des Beschäftigungsniveaus durch die Förderung der Anpassungsfähigkeit der Arbeitskräfte und der Unternehmen. Das kann unter anderem mittels einer Intensivierung der Weiterbildungsbeteiligung von Arbeitnehmern und Potenzialberatung von Unternehmen erreicht werden.

Die damit verbundene Zielsetzung des ESF-Mitteleinsatzes in diesem Schwerpunkt ist die Erhöhung der Beteiligung an betriebsbezogener Weiterbildung. Durch die aktive Begleitung des Strukturwandels soll die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit saarländischer Unternehmen verbessert und damit die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Saarland gesichert werden.

Hier gilt es, die Vermittlung der dafür benötigten Qualifikationen für potenzielle Arbeitnehmer zu fördern, um die vorhandene Arbeitsmarktdynamik weiter zu stimulieren sowie ergänzende Beschäftigungsfelder zu erschließen und die hierfür notwendigen Arbeitskräfte zu qualifizieren.

Chance für Jugendliche

Verbesserte Chancen für Jugendliche auf dem Saarländischen Arbeitsmarkt.    
Ein  Schwerpunkt der Strukturfondsförderung des Saarlandes durch die EU liegt bei der Verbesserung der Chancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren. Hier reichen die Aktivitäten von Maßnahmen zur Senkung der Schulabbrecherquote und zum Nachholen des Hauptschulabschlusses über spezifische Beratungsangebote für die Berufsorientierung und Berufswegeplanung sowie die Flankierung von modellhaften Berufsschulkonzepten zur Erhöhung der Ausbildungsreife und sozialen Kompetenz bei benachteiligten Jugendlichen bis hin zur qualitativen Weiterentwicklung betrieblicher und außerbetrieblicher Ausbildung. Ferner wird ein Akzent zur Erprobung modellhafter Konzepte zur Verbesserung der Systeme der beruflichen Weiterbildung gesetzt.
 
Zugang zu Beschäftigung
 
Mehr Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitslosen zur dauerhaften Eingliederung im Arbeitsmarkt.    
Ein wichtiger Bestandteil der Förderung mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds liegt in der Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitslosen. Ziel ist die dauerhafte Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt über eine Erhöhung der Frauenerwerbsbeteiligung durch berufliche Orientierungs- und Qualifizierungsangebote für arbeitslose Frauen und Berufsrückkehrerinnen.  Aktivitäten hierzu reichen bis hin zur Existenzgründungsförderung für Arbeitslose zum Zweck der Schaffung von Dauerarbeitsplätzen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der beruflichen Neuorientierung von Beschäftigten des Steinkohlebergbaus und seiner Zulieferindustrie. Darüber hinaus wird die berufliche Integration von stark benachteiligten Personengruppen des Arbeitsmarktes gefördert, insbesondere von Langzeitarbeitslosen, älteren Arbeitslosen, Personen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderungen.

Foto: Saarland

Kontakt

Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport
Referat B2: Europäischer Sozialfonds -Verwaltungsbehörde im Saarland-
Klaus-Peter Pfahler
Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3827
Telefax
(0681) 501-3402

Operationelles Programm

Operationelles Programm ESF Saarland "Regionale Wettberwerbsfähgkeit und Beschäftigung" 2007 - 2013.

Kommunikationsplan

Hier finden Sie die Beschreibung der Publizitätsmaßnahmen zur Beschreibung des EFRE/ESF für das Saarland.

ESF-Begünstigtenverzeichnis

ESF Jahresbericht 2009 für das Saarland

Neue Arbeitsschancen durch Europa

Diese Projekteskizze zeigt, wie ESF-Förderung im Land Wirkung zeigt.

ESF-Seiten der EU-Kommission

ESF-Seiten der EU-Kommission
Beschäftigung, Soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit.

ESF-Seiten des Bundes