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Uran im Trinkwasser
Uran als Schwermetall ist ein Naturstoff, welcher in der Erdkruste natürlicherweise vorhanden ist; es ist etwa so verbreitet wie Arsen und häufiger als Silber. Es wird durch das Grundwasser aus dem Boden ausgelaugt und im Oberflächenwasser ins Meer befördert, wo es sich anreichert. Natürliche Gehalte in deutschen Oberflächenwässern liegen üblicherweise bei 1 – 3 µg/l.
Bevor vor etwas mehr als 100 Jahren die radioaktiven Eigenschaften von Uran entdeckt und nach und nach bis hin zur Entwicklung von Kernwaffen genutzt worden waren, wurde es auch als Farbpigment in Keramiken und Gläsern eingesetzt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt als Trinkwasserwert, mit dem diese Giftwirkung sicher vermieden werden kann, 15 µg/l an. Dieser Wert gilt für alle Bevölkerungsgruppen, also auch Säuglinge, und berücksichtigt lebenslangen Verzehr. Saarländisches Trinkwasser liegt mit Maximalwerten unter 4 µg/l immer und zuverlässig darunter. Die aktuellen Analysenwerte finden sich nebenstehend zum Download. Da wo mehrere Analysenwerte vorliegen, wird der jeweils höchste Wert genannt. In der deutschen Mineral- und Tafelwasserverordnung wurde im Dezember 2006 festgelegt, dass natürliches Mineralwasser als für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ausgelobt werden darf, wenn sein Urangehalt 2 µg/l nicht überschreitet. Dieser Wert orientiert sich nicht an gesundheitlichen Erfordernissen, sondern versucht, ein allgemeines Minimierungsgebot umzusetzen. In anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wurde ein vergleichbarer Wert nicht festgesetzt. Aus hiesiger Sicht ist erforderlich, die Grenzwertgerüste von Mineral- und Trinkwasser europaweit zu harmonisieren. |
AnsprechpartnerMinisterium für Gesundheit und Verbraucherschutz
Abteilung C
Jörg Klein Arbeits- und Verbraucherschutz
WHOUntersuchungsergebnisse im Saarland
Hier finden Sie die Auflistung der aktuellen Trinkwasseruntersuchungen auf Uran.
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