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Wissenschaft
 

Journalistenpreis: Wie man Informatik durchschaubar macht

13.02.2009
Strahlende Sieger: Die Gewinner des saarländischen Informatikpreises, der für herausragende journalistische Arbeiten vergeben wird.
Strahlende Sieger: Die Gewinner des saarländischen Informatikpreises, der für herausragende journalistische Arbeiten vergeben wird.
Informatik ist überall. Sie prägt die Telekommunikation genau so wie die Elektronik des Autos, die maschinelle Produktion genau so wie den Alltag der Banken. Informatik ist aber auch meist unsichtbar. Zumindest für viele, die gerne nur die Oberfläche der Dinge sehen.
Der Gedanke, dass dies der Wissenschaft und ihren Anwendungen nicht gerecht wird, stand Pate bei der ersten Ausschreibung des Journalistenpreises Informatik, der 2006 – im Jahr der Informatik – zum ersten Mal vergeben wurde.

Jetzt wurde die Auszeichnung erneut verliehen. Der Minister für Wirtschaft und Wissenschaft, Joachim Rippel, übergab sie im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken den Preisträgern. Mit dabei: eine Delegation des Saarpfalz-Gymnasiums in Homburg (Unser Foto auf der Startseite). Die Schule hat bundesweit die meisten Teilnehmer in der aktuellen Runde des Bundeswettbewerbs Informatik und des "Informatik-Bibers" für die Mittelstufe gestellt. Minister Rippel lobte ihr Engagement.

Gestiftet wurde der Journalistenpreis Informatik vom Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Informatik der Universität des Saarlandes. Ziel des Preises ist es, journalistische Beiträge zu honorieren, die in der breiten Öffentlichkeit das Interesse für Themen der Informatik wecken und das Bewusstsein für die Informatik schärfen. Für den diesjährigen Journalistenpreis Informatik haben 34 Autoren 45 Beiträge eingesandt.

Preisträger

  • Hauptpreis Print (5.000 Euro): Helmut Martin-Jung für seine Artikel "Es knirscht im Netz" (8. März 2008), „Hack ins Herz“ (14. März 2008) und „Hör zu, Computer“ (4. Juli 2008) in der Süddeutschen Zeitung.
  • Hauptpreis Hörfunk (5.000 Euro): Wolfgang Schiller für die 25-minütige Reportage "Hinter der Großen Mauer - Internet in China zwischen Geldmaschine und Gedankenpolizei" verliehen, die in der Sendung „IQ – Wissenschaft und Forschung“ im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2) vom 29. Juli 2008 gesendet wurde.
  • Hauptpreis Fernsehen (5.000 Euro): Valentina Hirsch für ihren 30-minütigen Beitrag „Games 2.0 - Der nächste Level“, ausgestrahlt in der Sendereihe "neues spezial" in 3sat am 25. Mai 2008.
  • Sonderpreis (500 Euro): Anne Klesse für ihren Artikel „Die ganze Welt besteht aus Daten“, veröffentlicht in der Berliner Morgenpost am 10. August 2008.

Die Jury
Der Jury des Journalistenpreises gehörten Dr. Christina Beck, Pressesprecherin der Max-Planck-Gesellschaft, Christiane Götz-Sobel, Vorsitzende der Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK) und Redaktionsleiterin „Abenteuer Forschung“ des ZDF, Michael Hanke, Leiter der Programmgruppe Multimedia des Saarländischen Rundfunks (in Vertretung von SR-Intendant Fritz Raff), Professor Dr. Annette Leßmöllmann, Hochschule Darmstadt (Wissenschaftsjournalismus), Dr. Herbert Münder, Geschäftsführer von "Wissenschaft im Dialog", Wolfgang Pohl, Geschäftsführer des Bundeswettbewerbs Informatik sowie Dr. Christel Weins, Vertreterin eines freien Bildungsträgers in der Kinder- und Jugendarbeit an.

Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft