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Vogelgrippe
Die Vogelgrippe-Hotline ist werktags von 8 bis 17 Uhr unter folgender Nummer erreichbar: 0681-501 2030 und 0681-501 2040.
In Deutschland und dem anliegenden Frankreich sind in vermehrt Vogelgrippe-Fälle bei Wildvögeln aufgetreten. Das Saarland ist bislang noch nicht betroffen. Das Risiko, sich mit dem Geflügelpestvirus durch erkranktes Geflügel oder Wildvögel zu infizieren, ist für Menschen sehr gering, sollte aber ernst genommen werden. Die Risikoeinschätzung für die Entstehung eines neuen Influenzavirus, das eine weltweite Grippewelle (Pandemie) auslösen kann, hat sich in den vergangenen Monaten nicht wesentlich geändert.
Die Vogelgrippe-Hotline ist werktags von 8 bis 17 Uhr unter folgender Nummer erreichbar: Eine Änderung der Risikoeinschätzung wäre nur gegeben, wenn der Erreger die Fähigkeit erlangt, sich effizient von Mensch zu Mensch auszubreiten (weitere Informationen des Robert Koch-Instituts zur Vogelgrippe, unter anderem Antworten auf häufig gestellte Fragen und eine Hotline-Übersicht, sind abrufbar unter www.rki.de). Allerdings wird das Risiko einer Pandemie maßgeblich davon beeinflusst, wie weit ein Virus verbreitet ist, das das Potential für eine weitere Anpassung an den Menschen und damit der Entstehung eines neuen Pandemievirus besitzt. Insofern bedeutet jede neue Fund des Erregers eine gewisse Erhöhung des Risikos. Wichtiger als einzelne Erkrankungen bei Wildvögeln (mit denen Bürger normalerweise keinen Kontakt haben) oder einzelne Ausbrüche in Nutztierbeständen in Industrieländern sind große Ausbrüche bei Geflügel in Regionen mit engem Kontakt zwischen Geflügel und Mensch, insbesondere in Südostasien. Weltweit erkrankten bislang mehr als 300 Personen nach engem Kontakt zu infiziertem Geflügel, fast alle in Südostasien (eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist nur in einigen wenigen Fällen und nach intensivem ungeschütztem Kontakt mit Erkranktem beobachtet worden). Die zum Schutz der Beschäftigten zu treffenden Maßnahmen wurden vom Ausschuss für biologische Arbeitsstoffe im Beschluss Nr. 608 vom Februar 2006 bekannt gegeben (www.baua.de) und sind in die Empfehlungen integriert. Personen mit engem Kontakt zu kranken Tieren sollten geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen. In erster Linie sollte bei gefährdeten Personen ein ungeschützter Kontakt mit erkrankten Tieren durch geeignete Schutzkleidung vermieden werden. Weitere Maßnahmen betreffen eine prophylaktische antivirale Therapie mit Neuraminidasehemmern für gefährdete Personen. Eine Influenza-Schutzimpfung (mit dem aktuellen humanen Impfstoff) von nicht geimpften Personen mit möglichem Kontakt zu erkrankten Tieren soll Doppelinfektionen mit den aktuell zirkulierenden humanen Influenzaviren und dem Erreger der Geflügelpest verhindern. Bei Doppelinfektionen besteht das Risiko, dass sich neue Virusvarianten ausbilden und ein neues, für Menschen gefährlicheres Virus entstehen könnte. Informationen für Ärzte zum Vorgehen bei Verdacht auf Vogelgrippe sind ebenfalls auf den Influenza-Seiten des Robert Koch-Instituts abrufbar (Rubrik „Für Experten“). Zur Geflügelpest bei Tieren arbeitet das Friedrich-Loeffler-Institut / Bundesforschungsinstitut für Viruskrankheiten der Tiere (FLI). Die Einschätzung möglicher Risiken für den Verbraucher durch tierische Produkte nimmt das Bundesinstitut für Risikobewertung vor. Hinweise auf ein derartiges Risiko gibt es derzeit nicht. Mit beiden Einrichtungen arbeitet das Robert Koch-Institut eng zusammen. Die Vorgaben zur Bekämpfung der Geflügelkrankheit kommen vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Empfehlungen für Haustierhalter und weitere Informationen zur Vogelgrippe bei Tieren sind auf den Internetseiten von BMELV und FLI abrufbar.
Die Geflügelpest (Aviäre Influenza) ist eine durch ein Influenza A-Grippevirus verursachte Krankheit, die seit Ende 2003 in Südostasien grassiert. Ausbrüche bei Geflügel wurden in China, Vietnam, Thailand, Kambodscha, Indonesien, auf den Philippinen, in Kasachstan, Russland, Mongolei, Rumänien, Türkei und Kroatien bestätigt. In Großbritannien war der Erreger nicht bei einem frei lebenden Tier nachgewiesen worden, sondern bei einem importierten Papagei, der nach Behördenangaben direkt nach der Einfuhr in Quarantäne verendete. Bis jetzt ist die Infektionsgefahr für den Menschen gering. Bis Anfang Dezember 2005 wurden weltweit 133 Erkrankungsfälle registriert, und zwar in Vietnam (93), Thailand (21), Kambodscha (4), Indonesien (12) und China (3).Zum Vergleich: Alleine in Deutschland erkranken jeden Winter durchschnittlich über eine Million Menschen während der alljährlichen Grippewelle. Allerdings ist das zur Zeit aufgetauchte Vogelgrippevirus für den Menschen sehr pathogen: Etwa die Hälfte der Erkrankten (68 Menschen) starben. Eine gute Überwachung der epidemiologischen Situation (sogenannte "SURVEILLANCE") ist deshalb notwendig, um rechtzeitig erkennen zu können, ob das Virus zusätzlich zu seiner Pathogenität auch noch die Fähigkeit einer leichten Übertragbarkeit auf den Menschen erwirbt.Zum Glück ist das bislang nicht der Fall. Mit nur wenigen und nicht endgültig geklärten Ausnahmen erfolgte die Ansteckung direkt durch Kontakt mit infizierten Vögeln. Eine stabile Übertragungskette innerhalb der menschlichen Bevölkerung, wie bei der alljährlichen Grippewelle, wurde bisher nicht beobachtet.Seit 1968 wird die jedes Jahr im Winter stattfindende "Grippewelle" durch zwei sogenannte SUBTYPEN des Influenza-A-Virus, nämlich H1N1 und H3N2, verursacht. Diese Subtypen werden durch die Grippeschutzimpfung erfasst. Eine Grippepandemie kann also nur durch einen "neuen" Subtyp ausgelöst werden. Hinweise für Reisende in die betroffenen Länder |
Ihr Ansprechpartner im Ministerium für Gesundheit und VerbraucherschutzMinisterium für Gesundheit und Verbraucherschutz
Abteilung B
Dr. Thomas Lamberty Gesundheit und Verbraucherschutz
Merkblätter zum Thema Influenza und Pandemie
Weitere InformationenSaarländischer Pandemieplan
HIER können Sie den aktuellen Pandemieplan für das Saarland herunterladen.
GeflügelpestverordnungVerordnung zur Aufstallung des Geflügels zum Schutz vor der Klassischen Geflügelpest. |

