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Verhalten der Opfer
Das Verhalten der Opfer ist oftmals geprägt von sich widersprechenden Empfindungen und Gedanken. Sie fürchten sich vor weiterer Misshandlung, haben unter Umständen zeitweilig Todesangst und hoffen dann doch wieder, dass der Täter seine Versprechungen wahr machen und sich ändern wird. Sie möchten, dass er endlich einmal Konsequenzen für sein Verhalten zu spüren bekommt und empfinden im nächsten Moment Mitleid mit ihm und möchten ihn vor diesen Konsequenzen bewahren.
Diese Zerrissenheit spiegelt sich auch in ihrem Verhalten wieder und lässt dieses ohne Kenntnis der wahren Hintergründe oftmals unverständlich, wenn nicht sogar unglaubwürdig erscheinen. Der Eindruck der Widersprüchlichkeit und Unglaubwürdigkeit kann auch dadurch entstehen, dass die Opfer von den Tätern unter Druck gesetzt werden und in der Folge in ihrer Schilderung vom wahren Sachverhalt abweichen. Gelegentlich ist ein ausgesprochenes Solidarisierungsverhalten der Frau gegenüber dem Täter festzustellen, wie wir es auch von den Opfern von Geiselnahmen kennen. Dieses „Stockholm-Syndrom“ tritt auf, wenn
In der Folge identifizieren sich die Geiseln mit dem Geiselnehmer, solidarisieren sich mit ihm und handeln gemäß seiner Interessen, zumeist entgegen der eigenen. Literatur: Der Polizeipräsident in Berlin und Berliner Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt: „Polizeiliches Handeln in Fällen häuslicher Gewalt. Leitlinien“, Berlin 1999
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