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Umweltpakt
 

Neue EMAS-Richtlinie im Saarland - Umweltministerium will saarländische Unternehmen stärker fördern

Pressemitteilung vom 14.07.2008 - 09:00 Uhr

Das Umweltministerium will saarländische Organisationen bei der Einführung eines Umweltmanagementsystems stärker fördern und hat zu diesem Zweck für die neue EU-Programmperiode die Förderrichtlinie seines Umweltmanagement-Förderprogramms geändert.

„Mit der neuen EMAS-Richtlinie haben wir die Fördermöglichkeiten für saarländische Organisationen und Unternehmen deutlich verbessert“, so Umweltminister Stefan Mörsdorf. „Unser Anliegen ist es, mit der neuen Richtlinie zum einen kleine und mittlere Unternehmen bei der Aufstellung eines Umweltmanagementsystems spürbar zu fördern. Zum anderen haben wir uns aber das Ziel gesetzt, für EMAS verstärkt zu werben. Damit wollen wir noch mehr Unternehmen und Organisationen im Saarland für den innerbetrieblichen Umweltschutz und für ein Umweltmanagementsystem gewinnen.“

Hier einige Eckpunkte der neuen Förderrichtlinie:

Nachdem die EU das Saarland mit seiner gesamten Landesfläche zur Förderkulisse erklärt, wurden die Fördersätze in der neuen Richtlinie einheitlich auf 45,5 Prozent festgelegt. Die in der alten Richtlinie bislang noch geltenden Förderhöchstgrenzen entfallen. Bei kleinen und mittleren Unternehmen können erstmals auch die zusätzlichen internen Personalausgaben bis zur Höhe von 3.000 Euro für die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach der EMAS - Verordnung gefördert werden. Während bisher nur die EMAS - Erstvalidierung gefördert wurde, ist ab sofort auch die EMAS - Revalidierung förderfähig. Auch für Zertifizierungen nach der DIN EN ISO 14001 kann jetzt nach der neuen EMAS-Verordnung eine Förderung beantragt werden. Neu ist außerdem, dass künftig auf Antrag eine nachträgliche Erhöhung der Zuwendung möglich ist. Das Umweltministerium fördert die Einführung von Umweltmanagementsystemen auf der Grundlage des Operationellen Programms EFRE Saarland „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ 2007-2013. Mit seinem EMAS-Förderprogramm unterstützt es saarländische Unternehmen und Organisationen bei der Einführung von Managementsystemen und stellt als Anteilsfinanzierung die notwendigen Mittel zur Vorbereitung und zur Durchführung eines Umwelt-Audits bereit. Insgesamt steht jährlich eine Fördersumme von 130.000 Euro zur Verfügung. Derzeit gibt es im Saarland 54 Organisationen, die nach EMAS validiert sind. Mit 48 EMAS-validierten Organisationen liegt das Saarland beim Wettbewerb der 16 Bundesländer - Validierung pro eine Million Einwohner - immer noch auf Platz eins.

Die Abkürzung EMAS steht für „Eco-Management and Audit Scheme" und bezeichnet eine Verordnung der Europäischen Union über die freiwillige Beteiligung von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung. Ziel von EMAS ist eine kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes und eine Verringerung der Umweltauswirkungen des Betriebs an seinem Standort. Das Öko-Audit stellt somit ein wirksames und wertvolles Instrument der umweltorientierten Unternehmensführung dar.

Ministerium für Umwelt