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Umweltpakt
 

„Wir gehen beim Energiesparen mit gutem Beispiel voran!“

Umweltministerium stellt aktuelle Ergebnisse seiner Umwelterklärung vor

Pressemitteilung vom 14.05.2008 - 15:30 Uhr
Wer andere zum Energiesparen ermahnt, muss selbst mit gutem Beispiel voran gehen! Das Umweltministerium ist die erste und bislang einzige Landesbehörde, die über ein anspruchsvolles Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung verfügt und außerdem nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert ist. Mit einer eigenen EMAS-Validierung hat sich das Umweltministerium im November 2003 mit der Formulierung von ehrgeizigen Umweltzielen zum Energiesparen verpflichtet. Schwarz auf weiß dokumentiert die Umwelterklärung, ob und in welchen Bereichen es gelungen ist, die selbst gesetzten Umweltziele zu erreichen.

Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltministeriums beim Energie- und Ressourcensparen mit gutem Beispiel voran gehen, zeigen die aktuellen Ergebnisse der Umwelterklärung 2007. Die Ergebnisse der aktualisierten Umwelterklärung 2007, die das Umweltministerium jetzt veröffentlichet hat, zeigen außerdem auch, wo noch verstärkte Anstrengungen beim innerbetrieblichen Umweltschutz und beim Energiesparen notwendig sind.

Mörsdorf nannte die in der Umwelterklärung 2007 dokumentierten Umweltleistungen einen großen Erfolg und dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seines Hauses für die aktive Unterstützung bei der Realisierung und Umsetzung der Umweltziele: „Es erfordert von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein großes Maß an Disziplin, diese selbst gesetzten Umweltziele konsequent umzusetzen“, so Mörsdorf. „Ich sage allen Kolleginnen und Kollegen hierfür ein herzliches Dankeschön.“

Seit der erstmaligen EMAS-Validierung 2003 ist es mit Hilfe einer entsprechenden Energieanalyse und durch die Umsetzung entsprechender technischer Maßnahmen gelungen, den Stromverbrauch des Ministeriums erheblich zu reduzieren. Hier ist der Stromverbrauch sowohl absolut als auch pro Mitarbeiter deutlich zurückgegangenen.

„Beim Stromverbrauch ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelungen, das im Jahr 2003 formulierte Ziel, fünf Prozent Strom einzusparen, sogar zu verdreifachen“, so Umweltminister Stefan Mörsdorf. Erfreulich ist hier insbesondere die Tatsache, dass es im zurückliegenden Jahr gelungen ist, die „Schallmauer“ von 1 000 Kilowattstunden beim jährlichen Stromverbrauch pro Mitarbeiter zu durchbrechen. Im Referenzjahr 2006, auf das sich die Umwelterklärung 2007 bezieht, wurden demnach von jedem Mitarbeiter bzw. jeder Mitarbeiterin nur noch durchschnittlich 997 Kilowattstunden Strom verbraucht.

Seit der EMAS-Validierung im November 2003 ist es auch gelungen, den Papierverbrauch kontinuierlich zu reduzieren. Das in der Umwelterklärung von 2003 formulierte Ziel, den Papierverbrauch um fünf Prozent zu reduzieren, wurde übertroffen: Der jährliche Papierverbrauch pro Mitarbeiter konnte von rund 48 Kilogramm auf heute nur noch 32 Kilogramm reduziert werden. Außerdem verwendet das Ministerium zu fast 100 Prozent Recyclingpapier.

Handlungsbedarf sieht die hausinterne EMAS-Arbeitsgruppe noch beim Wasserverbrauch und beim Wärmeverbrauch: Der Wärmeverbrauch ist seit 2001 deutlich zurückgegangen und stabilisiert sich auf einem niedrigem Niveau. Um eine Reduktion des Fernwärmeverbrauchs um fünf Prozent gegenüber 2005 zu erreichen, wird eine technische Überprüfung der Heizungsanlage durchgeführt, die weitere Einsparpotentiale aufzeigen soll. Darüber hinaus hat Minister Stefan Mörsdorf im Haushalt 2008 eine Million Euro eingestellt, die für die energetische Sanierung der Liegenschaften im Geschäftsbereich des Ministeriums für Umwelt verwandt werden.

Die Umwelterklärung 2007 enthält die Daten aus den Jahren 2002 bis 2006. Sie wurde Ende des vergangenen Jahres durch einen unabhängigen Gutachter bestätigt („validiert“). Die aktualisierte Fassung der Umwelterklärung, können Sie im Internet auf den Seiten des Umweltministeriums herunterladen.

Hintergrundinformationen:
Die Abkürzung EMAS steht für „Eco-Management and Audit Scheme" und bezeichnet eine Verordnung der Europäischen Union über Umweltmanagementsysteme. Ziel von EMAS ist eine kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes und eine Verringerung der Umweltauswirkungen des Betriebs an seinem Standort. Das Öko-Audit ist ein wirksames und wertvolles Instrument der umweltorientierten Unternehmensführung.

Mit seinem Öko-Audit-Förderprogramm stellt das Umweltministerium die notwendigen Mittel zur Vorbereitung und zur Durchführung eines Umwelt-Audits als Anteilsfinanzierung bereit. So wurden seit dem Jahr 2001 - neben den Gemeinden Eppelborn und Illingen - insgesamt über 70 Unternehmen auf ihrem Weg zu einem Umweltmanagementsystem vom Land finanziell unterstützt. Mit 49 auditierten Organisationen pro 1 Million Einwohner - total sind es derzeit 54 Unternehmen und Organisationen - nimmt das Saarland im „Wettbewerb“ der 16 Bundesländer den ersten Platz ein.

Ministerium für Umwelt