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Justiz
 

3. Fachtagung am 08. und 09. Mai 2008

Im Mittelpunkt der 3. Fachtagung der Saarländischen Klinik für Forensische Psychiatrie und des damaligen Ministeriums für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales standen die im Maßregelvollzug untergebrachten Ausländer und Migranten.

Sprachliche Verständigungsschwierigkeiten, soziokulturelle Unterschiede und oftmals nur marginale Hintergrundinformationen erschweren die Behandlung von Ausländern und Migranten in der forensisch-psychiatrischen Praxis.

Psychische Erkrankungen und Straftaten sind unabhängig von Herkunft und Nationalität. Bei der Behandlung spielt die Herkunft als Sozialisationserfahrung jedoch eine wichtige Rolle. Interkulturelle forensisch-psychiatrische Hilfe muss die spezifische Lebensgeschichte von Ausländern und Migranten berücksichtigen, die sich von deutschen Maßregelpatienten durch ethnische Zugehörigkeit, kulturellen Kontext und rechtlichen Status unterscheidet. Die Therapie mit Ausländern und Migranten im Maßregelvollzug benötigt daher andere Zugangsformen.

Die Fachtagung bot eine Plattform, auf der verschiedene Perspektiven, Ansätze und Zielsetzungen zum Thema diskutiert und Anstöße gegeben werden konnten.

Nachfolgend können Sie die Dokumentation der Fachtagung vom 08. und 09. Mai 2008 in Merzig als pdf-Datei downloaden.