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Europa
 

Eurozone

"Eurozone" ist das wegweisende Projekt eines grenzüberschreitenden Industrie- und Gewerbeparks, den das Saarland mit Partnern aus Lothringen gemeinsam in Angriff genommen hat, wobei der Begriff der "Eurozone" hier zu unterscheiden ist von dem Euro-Raum, also den EU-Mitgliedstaaten, die an der Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmen. Trotz Binnenmarkts bestehen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen Schwierigkeiten und Hindernisse bei ihrer Arbeit über die Grenzen hinweg. Diese reichen von unterschiedlichen Verwaltungsstrukturen und rechtlichen Unterschieden v.a. im Bereich Steuern, Arbeits- und Sozialrecht, über das Bildungs- und Ausbildungswesen bis hin zu kulturellen Differenzen, z.B. was unterschiedliche Mentalitäten, Arbeitsmethoden oder Verbrauchergewohnheiten angeht.
Durch die Eurozone wird nun ein Kompetenzzentrum geschaffen, in dem die Zusammenarbeit und der Umgang miteinander unter Beachtung der nationalen Unterschiede erleichtert und damit auch verbessert werden. Außerdem bieten sich für Unternehmen neue Möglichkeiten, in den nationalen Märkten beider Gründungsländer Fuß zu fassen.
Die Partner dieses europäischen Vorzeigeprojektes sind die Landeshauptstadt Saarbrücken, die Stadt Forbach, der Conseil Général de la Moselle und das Saarland. Gemeinsam errichten sie einen grenzüberschreitenden Standort, der sich insgesamt über ca. 100 ha erstreckt. Flächen gibt es dabei auf deutscher Seite im Europark Goldene Bremm und auf französischer Seite im Europark Forbach-Nord. Das Projekt richtet sich insbesondere an "europäische" Dienstleister, Unternehmen aus dem Bereich der neuen Kommunikationstechnologien, Unternehmensberatungen, Sprachdienst, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Telearbeitsfirmen, sowie EDV- Unternehmen und Softwareentwickler.
Diesen Industrie- und Gewerbezweigen bieten sich im Gebiet der Eurozone besonders günstige Bedingungen. Sie finden nicht nur einen leichteren Zugang zum deutschen und französischen Markt, sondern sie treffen auch auf gut ausgebaute Infrastrukturen, qualifizierte Arbeitskräfte und attraktive Wirtschaftsförderung. Außerdem ist geplant, die Verbindung der beiden Europarks durch neue Straßen zu verbessern, was mit dem Spatenstich zum Bau der B269 seinen Anfang gefunden hat.
Möglich gemacht hat das Projekt "Eurozone" das Karlsruher Übereinkommen von 1996, welches Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit einen rechtlich gefestigten Rahmen gegeben hat. Auf dieser Grundlage kann der notwendige "Grenzüberschreitende Örtliche Zweckverband" (GÖZ) gegründet werden.