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Schönes Wetter - Motorradzeit!Polizei gibt Tipps für die motorisierte Zweiradsaison
Bilanz der Polizei zur Eröffnung der Motorradsaison: Fahruntüchtige Biker und manipulierte Maschinen
Unmittelbar vor Beginn der diesjährigen Zweiradsaison kontrollierte die saarländische Polizei im Raum Saarbrücken 57 Zweiräder und deren Fahrer. Unterstützt durch ein Saarbrücker Ingenieurbüro ließen die Polizeibeamten bei zahlreichen Maschinen Leistungsmessungen durchführen. Auch die Fahrer der großen und kleineren Maschinen waren nicht immer verkehrstüchtig: So gingen der Polizei mehrere durch Medikamente oder Drogen beeinträchtigte Fahrer ins Netz. Zwei Betroffene sprechenMotorradfahren soll pure Freude sein, bringt aber auch besondere Gefahren mit sich. Ein erster Schritt zur Vermeidung von Unfällen besteht darin, sich die Gefahren ganz bewusst zu machen, um die angenehmen Seiten des Motorradfahrens unbeschadet genießen zu können. Als Einstieg in dieses Thema sind die Schilderungen von Betroffenen besonders geeignet. Schauen Sie sich im Video an, was Felix Bernhard und Karin Holst zu erzählen haben.Quelle: "Deutscher Verkehrssicherheitsrat" (DVR), http://www.dvr.de/ Verkehrsunfallstatistik Saarland
Im Jahr 2011 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle, an denen motorisierte Zweiradfahrer beteiligt waren, auf saarländischen Straßen um 11,3 % auf 926 (2010: 832) an. Auch die Zahl der verunglückten Biker erhöhte sich um 10 % gegenüber dem Vorjahr. Sechs Motorradfahrer kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Unfallursachen
Beim "Austesten der Maschine" gehen viele Fahrer deutlich über ihre fahrerischen Grenzen hinaus. Die damit verbundene Selbstüberschätzung führt dazu, dass sie das Risiko falsch kalkulieren und sich in Fahrsituationen manövrieren, aus denen sie nicht mehr herauskommen. Fahrfehler auf Grund erhöhter Geschwindigkeit einerseits und riskante Fahrweise anderseits, z.B. beim Überholen von Kolonnen trotz Gegenverkehr, sind die häufigsten Unfallursachen bei den Fahrern schwerer Maschinen. Die Unfallursachen liegen jedoch nicht immer nur bei den Zweiradfahrern selbst. Oft werden sie einfach von Pkw-Fahrern übersehen. Grund: Die Silhouette des Motorradfahrers ist kleiner und wird unzureichend wahrgenommen. Hinzu kommt: Die Geschwindigkeit des Motorradfahrers wird meist (oft von älteren Verkehrsteilnehmern) falsch eingeschätzt. Die Folge: Vorfahrtverletzungen durch Pkw-Fahrer an Kreuzungen und Einmündungen und Vorrangverletzungen beim Abbiegen. Jüngere Zweiradfahrer manipulieren hingegen oft ihre Fahrzeuge und funktionieren ihre Roller auf "Geschosse" um, deren Geschwindigkeit jenseits der 100 km/h-Grenze liegen. Fahrwerk und Bremsen indes machen dies nicht mit. Auch die Auswirkungen auf Angehörige der Biker sollten nichtunerwähnt bleiben: Viele Familienmitglieder stehen tagsüber unter großer Spannung, bis "ihr Motorradfahrer" abends wieder mit seinen "Pferdestärken" im Stall ist. Schwerpunktkontrollen der Polizei Die Polizei wird auch 2012 im Hinblick auf eine zielorientierte Verkehrssicherheitsarbeit auf die saisonbedingte Zunahme von Verkehrsunfällen bei motorisierten Zweiradfahrern reagieren und neben präventiven Maßnahmen und entsprechender Öffentlichkeitsarbeit auch Schwerpunktkontrollen durchführen. Dabei werden Örtlichkeiten, die Zweiradfahrer vorzugsweise benutzen, besonders überwacht. Bei den Kontrollen geht es den Ordnungshütern nicht nur um "Knöllchen". Vielmehr möchte die Polizei durch Gespräche Einsicht und Eigenverantwortung fördern. Ferner geht es auch darum, andere Verkehrsteilnehmer quasi als "Partner" mehr zu sensibilisieren. Denn schließlich werden Zweiräder oft einfach nicht wahrgenommen.
Die Polizei gibt die folgenden Tipps:
Eine besondere Risikogruppe sind die Fahrer ab 45 Jahre. Bei ihnen gilt der Appell: Nach langen Praxispausen bitte nicht mit der stärksten Maschine aufwarten. Risiko gehen heißt auch, das Schicksal herauszufordern. Dabei hat der Motorradfahrer nur eine Knautschzone: sich selbst!
Die Polizei wünscht allen Zweiradfahrern eine gute und unfallfreie Saison. |
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