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Wenn die Katze in die Sonne sieht - saarlandweiter Gedichtwettbewerb

24.01.2007 - Zur Förderung des kreativen Schreibens an den saarländischen Schulen hat die Gemeinde Tholey den Lyrikwettbewerb „Wortsegel“ ins Leben gerufen, der in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgeschrieben wird. Namensgeber für den Wettbewerb ist die Stahlplastik „Wortsegel“, das „Denkmal für Poesie“ bei Tholey-Sotzweiler von Prof. Heinrich Popp.
Eingeladen zu dem Wettbewerb unter Schirmherrschaft von Kultusminister Jürgen Schreier sind alle saarländischen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 3 bis 13 , die selbst als Dichterin oder Dichter aktiv werden sollen.
2007 jährt sich der Todestag Joseph von Eichendorffs zum 150. Mal.
Diesem bedeutenden Dichter der Romantik ist der diesjährige Wettbewerb gewidmet.
Als Themen sind folgende Eichendorff-Zitate vorgegeben:
1.  „Es war, als hätt der Himmel die Erde still geküsst…“
2.  „Hinaus du Mensch, weit in die Welt…“
3.  „ …ja Wald und Rehe, als wenn das alles nur so zum Einheizen und Essen wär!“
4.  „Ich muss dazu ein Gesicht machen, wie die Katze, wenn sie in die Sonne sieht.“
5.  „Ich sitze hier auf meiner höheren Bildung, wie auf Kohlen.“
6.  „Der Herr behüte Sie auf Ihren Holzwegen!“
7.  „Schläft ein Lied in allen Dingen …“
Eingeteilt werden die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Altersklassen (3./4. Klasse Grundschule, 5./6. Klasse weiterführende Schule, 7 bis 10. Klasse weiterführende Schule sowie 11. bis 13. Klasse weiterführende Schule), denen als Preise unter anderem Reisen oder Büchergutscheine und Gutscheine für das Erlebnisbad Schaumberg winken.  „Melusine“, die literarische Gesellschaft Saar-Lor-Lux-Elsass e.V., stiftet einen Sonderpreis.
Unterstützt wird der Wettbewerb von der PWC-Stiftung „Jugend - Bildung – Kultur“, die mit ihrer Arbeit bundesweit die kulturelle Bildung fördert.
Kultusminister und Schirmherr Jürgen Schreier zu dem Wettbewerb:
„Wer sich viel mit Kindern beschäftigt, weiß, wie sehr sie Reime lieben. Sie lernen gerne und leicht auswendig – ganz besonders, wenn die Gedichte witzig sind. Diese Begeisterung hält aber leider nicht an. Deshalb bedarf es immer neuer Impulse, um bei den Schülerinnen und Schülern die Freude an Lyrik zu erhalten oder zu wecken. Dies gelingt am besten, wenn wir sie selbst kreativ werden lassen – sie Gedichte schreiben, diese vortragen, szenisch interpretieren, vertonen oder audiovisuell darstellen.
Ich bin sehr froh, dass die Gemeinde Tholey diesen Gedanken aufgegriffen hat und regelmäßig einen landesweiten Lyrik-Wettbewerb gemeinsam mit dem Kultusministerium ausrichtet.“
Der Tholeyer Bürgermeister Hermann Josef Schmidt erklärte:
„Wir schreiben den Wettbewerb in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal aus. Die große Resonanz im vergangenen Jahr, als Heinrich Heine das Thema war, hat uns absolut darin bestärkt, ihn zu einer dauerhaften Einrichtung werden zu lassen, auch wenn es eine große Herausforderung ist. Ich hoffe natürlich, dass sich wieder so viele Schulen beteiligen und so das Wortsegel und damit auch die Schaumbergregion und Heimat unseres Ehrenbürgers Johannes Kühn als bedeutendsten Lyriker der Gegenwart noch bekannter machen.“

 

Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur

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