Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Stadt und Land
 

Außengrenze und Zonierung

Außengrenze

Zur „Biosphäre Bliesgau“ gehören die Gemeinden Gersheim, Mandelbachtal, Kirkel und die Städte Blieskastel und St. Ingbert als Ganzes sowie Teile der Stadt Homburg.In einer zweiten Stufe kann die Biosphäre dann in Richtung Stadtverband Saarbrücken und St. Ingbert-Mitte erweitert werden. Eine Kooperation mit den angrenzenden rheinland-pfälzischen und französischen Gebietskörperschaften wird angestrebt.

 

Karte über die Aussengrenzen der Biosphärenregion Bliesgau
Karte über die Aussengrenzen der Biosphärenregion Bliesgau
Innenzonierung

Die UNESCO-Kriterien schreiben eine Einteilung des Biosphärenreservates in Kern-, Pflege- und Entwicklungszone vor.

In der Kernzone ist es Ziel, Natur Natur sein zu lassen. Eine wirtschaftliche Nutzung ist hier grundsätzlich ausgeschlossen. Die Flächen der Kernzonen sollen sich weitestgehend ungestört von menschlichen Nutzungen und Eingriffen urwaldartig entwickeln können. Sie dienen den Zwecken des Arten- und Biotopschutzes, insbesondere für Algen, Moose, Flechten, Pilze, Farne, waldgebundene Vögel, Kleinsäuger und Insekten. Als forstliche Dauerbeobachtungsflächen dienen sie der Erforschung der Lebensvorgänge in ungestörten Waldökosystemen.  So wird zum Beispiel erforscht, wie die Natur selbst Wälder aufbaut und strukturiert oder wie sich der Klimawandel auf die Waldentwicklung auswirkt. Die Kernzonen umfassen ca. 1.103 ha umfassen und sind als Naturschutzgebiet geschützt.

Primäre Aufgabe der Pflegezone ist die Erhaltung, Pflege und Entwicklung von Ökosystemen, die ihre Entstehung und ihre Artenzusammensetzung der Nutzung durch den Menschen verdanken und deren Fortbestand nur durch Bewirtschaftung gesichert werden kann. Typische Beispiele hierfür sind Orchideen- oder Streuobstwiesen. Hier gilt es, Kulturlandschaften zu erhalten, die ein breites Spektrum verschiedener Lebensräume für eine Vielzahl naturraumtypischer – auch bedrohter – Tier- und Pflanzenarten umfassen.
Die Pflegezonen umfassen ca. 7.051 ha. Es handelt sich überwiegend um bestehende Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete, gemeldete FFH-Gebiete sowie Wald.

Alle Flächen außerhalb von Kern- und Pflegezonen gehören zur Entwicklungszone. Diese umfasst den Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Menschen einschließlich der Siedlungsbereiche. Vorrangiges Ziel ist hier, gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung eine nachhaltige Regionalentwicklung zu fördern und umzusetzen.
Die Entwicklungszone umfasst ca. 28.009 ha.


Übersicht über die Zonierung der Biosphäre Bliesgau
Übersicht über die Zonierung der Biosphäre Bliesgau