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Erneuerbare Energien
Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Bioenergie stehen als Energieträger nahezu unendlich zur Verfügung. Im Gegensatz zu den Energieträgern Erdöl, Kohle, Erdgas und Uran ist die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern klimafreundlich, denn die konventionellen Energieträger haben drei wesentliche Nachteile. Sie sind nicht unendlich verfügbar. Ihre Verbrennung erzeugt klimaschädliche Emissionen. Die Lagerung des radioaktiven Abfalls belastet die Erde auf Jahrmillionen hin.
Erneuerbare Energien sorgen für mehr Unabhängigkeit von Energieimporten, für mehr Versorgungssicherheit und stärken die heimische Wirtschaft. Die Nutzung erneuerbarer Energien vermeidet klimaschädliche Emissionen, die mit erheblichen Folgeschäden und -kosten verbunden sind. Darum ist der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur sinnvoll, sondern auch gesamtwirtschaftlich vorteilhaft. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 80 % zu reduzieren und den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorrangig voranzutreiben. Hierfür müssen die erneuerbaren Energien konsequent ausgebaut und die Energieeffizienz weiter erhöht werden mit dem Ziel, dass die erneuerbaren Energien den Hauptanteil an der Energieversorgung übernehmen. Wind
Die Entwicklung in dem Sektor ist rasant; in den letzten 20 Jahren wurden die Anlagen immer größer und leistungsfähiger. Heute stehen Anlagen mit 3.000 kW im Binnenland Standard, die größte Pilotanlage erreicht bereits 7.500 kW. Im Vergleich dazu war die erste Windkraftanlage im Saarland mit 225 kW 1992 eine Zehnerpotenz kleiner. Im Zuge des Repowering können nun nach und nach kleine Altanlagen durch größere und leistungsstärkere ersetzt. In Freisen z.B. erreicht man trotz Halbierung der Anlagen eine Verdoppelung der Leistung und Verdreifachung der Stromerzeugung.
Im Saarland waren Ende 2010 80 Windenergieanlagen installiert, die eine Leistung von 111 MW vorhalten. (Stand: 06/2011, Quelle: Deutsches Windenergie-Institut DEWI GmbH). BMU - Erneuerbare Energien - Wind (extern) Bundesverband Windenergie (extern) Agentur für Erneuerbare Energien (extern)
Wasser
Die Nutzung des Wassers hat eine lange Tradition. Sie steht rund um die Uhr zur Verfügung und kann auch als Energiespeicher genutzt werden. Im Saarland beträgt die installierte elektrische Leistung von Wasserkraftanlagen etwa 17 MW. Den Großteil liefern die Wasserkraftwerke an den Staustufen Mettlach, Rehlingen, Lisdorf und Burbach. Die restlichen Anlagen besitzen nur geringe elektrische Leistungen, z.B. die Mühle Ham in Nalbach (414 kW Leistung), die Mühle Eckert in Bergweiler (27 kW Leistung) oder die Mühle Heck in Kostenbach (7 kW Leistung). An vielen alten Mühlenstandorten bestehen – wenn auch nur in geringem Umfang und nur für Turbinen mit geringer Leistung – Potenziale.
Agentur für Erneuerbare Energien (extern)
Sonne
Die Sonne über Deutschland liefert jährlich eine Energiemenge, die den Energiebedarf in Deutschland um das etwa 80-fache übersteigt. Während durch Solarthermie die Sonne zur Herstellung von Wärme genutzt wird, wandeln Photovoltaikanlagen das Sonnenlicht direkt in Strom um. Bemerkenswert ist die Bandbreite dieser Technologie, sie reicht von der Versorgung von Kleingeräten bis zu Kraftwerken. Es besteht auch noch großes Potenzial, wie die Ermittlung des Solarpotenzials für das Saarland im Zuge der Erstellung des Masterplans für eine nachhaltige Energieversorgung im Saarland zeigt. Danach erhält man ein landesweites Potenzial allein für Dachflächen von rund 3.000 Megawatt. Damit könnten pro Jahr rund 3.000 Gigawattstunden Sonnenstrom erzeugt werden, etwa ein Drittel der Strommenge, die im Saarland verbraucht wird, inklusive Industrie, Haushalte und Verkehr.
Im Saarland lag die installierte Spitzenleistung für Solarstrom Ende 2010 bei rund 165 MW. (Quelle: Bundesnetzagentur). Zudem befinden sich auf saarländischen Dächern ca. 130.000 m² Solarkollektoren für die Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung (Stand: 12/2010; Quelle: Bundesländervergleich Erneuerbare Energien 2010 der Agentur für Erneuerbare Energien). Bundesverband Solarwirtschaft (extern) Agentur für Erneuerbare Energien (extern)
Geothermie
Geothermie, Energie aus der Erde, ist eine erneuerbare Energiequelle, die ganzjährig zur Verfügung steht. Diese Wärme aus dem Erdinneren kann man mit verschiedenen technischen Verfahren zur Energiegewinnung nutzen, z.B. zur direkten Beheizung von Gebäuden, zur Speisung von Nahwärmenetzen oder zur Stromerzeugung. Dabei unterscheidet man zwischen der oberflächennahen Geothermie und der tiefen Geothermie.Beheizung von Gebäuden, zur Speisung von Nahwärmenetzen oder zur Stromerzeugung. Dabei unterscheidet man zwischen der oberflächennahen Geothermie und der tiefen Geothermie.
BMU - Erneuerbare Energien (extern) Bundesverband Geothermie (extern) Agentur für Erneuerbare Energien (extern)
Besonderheit Saarland: Grubengas/Gichtgas
Als Grubengas wird das Gas bezeichnet, das beim Inkohlungsprozess, d.h. bei der geochemischen Umwandlung organischer Substanzen zu Steinkohle, oder im Anschluss daran entstanden ist und zum größten Teil aus Methan besteht. Schon seit geraumer Zeit werden auf einigen Schachtanlagen BHKW (= Blockheizkraftwerke) mit Grubengas für die Erzeugung von Wärme betrieben. Denn seit Verabschiedung des ersten EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) 2000 ist auch die Verstromung lukrativ.
Gichtgas ist das bei der Eisengewinnung im Hochofen infolge der unvollkommenen Verbrennung des Brennstoffs anfallendes energiereiches Gas. In einem Gichtgaskraftwerk von rund 90 MW wird das Gas als Brennstoff energetisch verwertet. Durch diese Art der Erzeugung von Strom und Dampf wird die Umwelt spürbar entlastet. das Gas als Brennstoff energetisch verwertet. Durch diese Art der Erzeugung von Strom und Dampf wird die Umwelt spürbar entlastet. Evonik - Grubengasnutzung (extern)
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KontaktMinisterium für Umwelt, Energie und Verkehr
Klimaschutz, Energie und Verkehr
Nicola Saccà Referat B/1- Klimaschutz, Energiepolitik, Erneuerbare Energien
Arge Solar e.V.
Institut für Zukunftsenergiesysteme gGmbH
Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr
Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
GOR Dr. Michael Penth Fachbereich 3.5 Lärm- und Erschütterungsschutz
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