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Eurodistrikte
Eurodistrikte sind ein neues Instrument der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Kommunen entlang der deutsch-französischen Grenze. Deutschland und Frankreich waren stets ein Motor der europäischen Integration. Diese Tradition der guten Kooperation wurde anlässlich des 40. Jahrestages des Elysée-Vertrages am 22. Januar 2003 gefestigt, indem die beiden Länder vereinbart haben, dass Gemeinden an der deutsch-französischen Grenze sog. "Eurodistrikte" schaffen können, um hierdurch in gemeinsamen Projekten effektiv zu arbeiten, und so positive Wirkungen für die Entwicklung einer ganzen Region zu erzielen. Es geht darum, Lösungen zu finden für Probleme des grenzüberschreitenden Alltags durch vertiefte Zusammenarbeit in möglichst vielen Bereichen. In der Erklärung zum 40. Jahrestag des Elysée-Vertrages haben die deutsche und die französische Regierung zur Schaffung der Eurodistrikte aufgerufen. Daraufhin wurden folgende Distrikte gegründet bzw. befinden sich folgende Distrikte im Aufbau: Straßburg/ Kehl, Saarbrücken/ Moselle-Est sowie Freiburg/ Mulhouse/ Colmar.
Am 5. Mai 2004 wurde der deutsch-französische Eurodistrikt im Raum Saarbrücken/ Moselle-Est gegründet. Zahlreiche Gemeinden und Gemeindeverbände haben sich in einem Gebiet von Saarbrücken, Völklingen bis Saargemünd, Forbach und St. Avold zusammengeschlossen, so dass dadurch etwa eine Million Menschen (und davon alleine 350.000 auf saarländischer Seite) von der nachhaltigen Entwicklung profitieren können. Schwerpunkte dabei sind Verkehr, Wirtschaftsförderung und Tourismus. Ein attraktiver europäischer Verdichtungsraum soll entstehen. Diese neue Form der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit trifft gerade im Fall Saarbrücken/ Moselle-Est auf besonders günstige Bedingungen. Es handelt sich um einen eng verflochtenen grenzüberschreitenden Agglomerationsraum. In den Jahren 2004 bis 2006 haben die Gemeindeverbände im Rahmen ihrer Planungskompetenz ein Leitbild für den Eurodistrikt erstellt, ausgehend von der Studie "Vorentwurf für eine grenzüberschreitende Agglomeration" der Arbeitsgemeinschaft URBANIS aus dem Jahr 2002. Kooperationsbüro Tel.: ++ 49 (0)681 / 506 61 62 |


