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Soziales
 

Fördermaßnahme für barrierefreies Wohnen bei Pflegebedürftigkeit oder bei außergewöhnlicher Gehbehinderung    Seite vorlesen lassen

In unserer älter werdenden Gesellschaft steigt insbesondere auch für Menschen mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung oder im Falle der Pflegebedürftigkeit der Bedarf an einer Wohnung mit möglichst wenig Barrieren. Wichtig ist, zu verhindern, die gewohnten vier Wände, allein wegen vorhandener baulicher Barrieren oder wegen Einschränkungen in den Nutzungs- oder Zugangsmöglichkeiten verlassen zu müssen. Die meisten Menschen wollen in der vertrauten Wohnumgebung bleiben – auch wenn sie dort mit Beeinträchtigungen Leben müssen. Oft können bauliche Anpassungen den Verbleib in der vertrauten Wohnung und Umgebung ermöglichen. Hier setzt dieses Programm an.

Informationen zur Fördermaßnahme

Abhängig vom Einkommen gibt es eine finanzielle Förderung für bauliche Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren und zur Erleichterung der Nutzungs- und Zugangsmöglichkeiten in den Beständen des selbst genutzten Wohneigentums und bei vorhandenen Mietwohnungen für Menschen mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung oder im Falle der Pflegebedürftigkeit.

In welcher Form wird gefördert?

Mit Hilfe von Mitteln aus dem Wohnraumfördergesetz werden bauliche Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren und zur Erleichterung der Nutzungs- und Zugangsmöglichkeiten in bestehendem selbst genutztem Wohneigentum und in vorhandenen Mietwohnungen gefördert. Für Zuwendungen stehen bis Ende 2017 insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Wann wird gefördert?

Bei der Förderung von selbst genutztem Wohnraum muss im Haushalt des Zuwendungsempfängers ein schwerbehinderter Mensch mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung mit Merkzeichen „aG“ oder einer Pflegestufe leben, wobei der Haushalt eine bestimmte Einkommensgrenze nicht übersteigen darf:

Einpersonenhaushalt:

19.500 Euro netto/Jahr bzw. 28.857 Euro brutto/Jahr

Zweipersonenhaushalt:

30.000 Euro netto/Jahr bzw. 43.857 brutto/Jahr

Die Förderung für die komplett barrierefreie Anpassung der Wohnung nach DIN 18040-2 beträgt maximal 7.500 Euro. Einzelne barrierereduzierende Maßnahmen nach DIN 18040-2 werden bis maximal 5.000 Euro gefördert. Dieser Höchstbetrag gilt auch dann, wenn mehrere Einzelmaßnahmen durchgeführt werden. Angerechnet werden eventuelle Leistungen von Sozialleistungsträgern, wie z. B. Krankenkasse, Pflegkasse, Sozialhilfeträger. Die Bagatellgrenze liegt bei Zuwendungen unter 1.000 Euro.

Wie kann die Förderung beantragt werden?

Zur Einreichung Ihres Antrags steht sowohl ein Antragsvordruck als auch ein Vordruck „Einkommenserklärung Soziale Wohnraumförderung“ bereit.

 

Anträge sind zu richten an:

 

Ministerium für Soziales, Gesundheit,

Frauen und Familie

Referat B1

Franz-Josef-Röder-Straße 23

66119 Saarbrücken

Anfragen können telefonisch unter 0681/501-00 erfolgen.