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Der Neubau der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin
Lichtspiele in Berlin: die Gartenfassade der Vertretung des Saarlandes wird immer wieder für spektakuläre Präsentationen genutzt.
Der Fall der Mauer im Jahre 1989 und die daraus in der Konsequenz erfolgte Wiedervereinigung Deutschlands führte dazu, dass Berlin seine alte Funktion als Hauptstadt Deutschlands neu zugewiesen bekam. Ebenso konsequent entschied der Deutsche Bundestag, dass die Verfassungsorgane Bundestag, Bundesrat und Bundeseregierung von Bonn nach Berlin umziehen sollten. Dieser Beschluss brachte es mit sich, dass die Vertretungen der Länder sich ebenfalls auf den Weg vom Rhein an die Spree machten.
Mit der Standortentscheidung für die Vertretung des Saarlandes beim Bund in den ehemaligen Ministergärten auf halbem Weg zwischen Bundestag und Bundesrat und in direkter Nachbarschaft zu den Vertretungen Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns, Hessens, Schleswig-Holsteins, Niedersachsens und des Landes Rheinland-Pfalz ist eine gute Wahl getroffen worden. Seit der Ansiedlung zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat der historische kontaminierte Boden der Ministergärten eine neue und demokratische Zukunft bekommen. Die historisch-geographische Verortung der Vertretung des Saarlandes in BerlinEin alter Stadtplan und ein Luftbild geben einen Eindruck von der baulichen Situation in der Mitte des vorigen Jahrhunderts.
Die ehemaligen Ministergärten sind westlich der Wilhelmstraße gut erkennbar.
An historischer Stätte, in den ehemaligen Gärten der preußischen Ministerien, wurde die Vertretung des Saarlandes beim Bund errichtet. Die Straßenbezeichnung "In den Ministergärten" nimmt dies auf und verknüpft so Gegenwart und Vergangenheit zu einem prägnanten Ort. Bei den Gründungsarbeiten für das neue Gebäude wurden auch Reste der ausgedehnten Bunkeranlage gefunden, die zur Reichskanzlei der Nationalsozialisten gehörte. Von 1961 bis 1989 schließlich lag das Gelände im unmittelbaren Grenzbereich: Hier verliefen die Berliner Mauer und der Todesstreifen.
Die Situation 1985. Gut erkennbar im Norden das unbebaute Karree des Pariser Platzes mit vorgelagertem Brandenburger Tor sowie im Süden das Oktogon des Leipziger Platzes. Die scharfe Linie am Ostrand des Tiergartens ist die Berliner Mauer, die Pfade im Freigelände sind die Postenwege innerhalb der Grenzanlagen. Die NachbarschaftIn der Straße „In den Ministergärten“ und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zur Vertretung des Saarlandes befinden sich die Vertretungen von sechs weiteren Bundesländern: Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.
Die „Grundschule Brandenburger Tor“ des Bezirks Mitte nutzt eine Sportanlage, die östlich an das Grundstück des Saarlandes grenzt, am Nachmittag sind hier Sportlerinnen und Sportler eines Vereins aktiv. Nördlich der Vertretung des Saarlandes ist das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ errichtet worden. Das beeindruckende Mahnmal für die mehr als sechs Millionen jüdischen Opfer des Naziregimes verfügt mit dem unterirdischen Ort der Information über eine vorzügliche Dokumentation zu diesem furchtbaren Abschnitt der deutschen Geschichte. In SichtweiteDer Deutsche Bundestag im Gebäude des Reichstages, liegt in Sichtweite und ist ebenso wie der Bundesrat, das Parlament der Länderregierungen, von der Vertretung des Saarlandes aus in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Das Bundeskanzleramt, zahlreiche Bundesministerien und eine ganze Reihe von ausländischen Botschaften liegen nicht weit von der Vertretung des Saarlandes entfernt. Somit befindet sich das Saarland "im Herzen von Berlin"!
Zur Prägung unseres Hauses gehört es, dass Gruppen und Einzelbesucher die Vertretung zu den Öffnungszeiten besuchen können. Gruppen sollten sich rechtzeitig anmelden, siehe dazu die Hinweise unter der Rubrik "Besucher im Haus". Einzelbesucher melden sich an der Pforte und können dann die öffentlich zugänglichen Räume besichtigen, sofern diese nicht durch Konferenzen oder Veranstaltungen in Benutzung sind. |
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