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Bildung für nachhaltige Entwicklung
 

Lernen und kreativ sein im Urwald vor den Toren der Stadt

Kind balanciert über einen Baumstamm
Kind balanciert über einen Baumstamm
Seit 1995 gibt es den zehn Quadratkilometer großen „Urwald vor den Toren der Stadt“ als Naturschutzgebiet und grünes Herz des Saarkohlenwaldes. Seit dieser Zeit wird auf eine wirtschaftliche Nutzung des Rohstoffes Holz verzichtet. Und seit dieser Zeit kann sich die Natur in der ihr eigenen Weise entfalten. Ganz langsam verändert sich das Erscheinungsbild des Waldes.

Der Urwald ist ein Lernort für das Leben. Bildung für nachhaltige Entwicklung heißt das pädagogische Konzept, das Kinder ganzheitlich bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit fördern will. Es wird weniger Biologie-Wissen gelehrt, sondern vielmehr soziale Fitness und Gespür für Werte vermittelt.

Sinnliches Erleben

Im Wildniscamp können die Klassen auch übernachten
In der Bildung für nachhaltige Entwicklung kommt dem sinnlichen Erleben und Erfahren eine hohe Bedeutung zu. Abenteuer erleben, Wildnis erfahren und Natur entdecken im Urwald vor den Toren der Stadt ist in besonderer Weise geeignet, emotionale Bindungen zu schaffen und den Kindern und Jugendlichen ethische Orientierung zu geben. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein pädagogisches Konzept zur Persönlichkeitsbildung. Aus Kindern sollen starke Persönlichkeiten werden, die durch ökologisches Wissen, soziale Fähigkeiten und ökonomisches Know how sich in der komplexer werdenden Welt besser zurechtfinden und ihr Leben gestalten lernen.

Wertvorstellungen und Verhaltensweisen

Die Urwald-Pädagogik arbeitet mit Informationsvermittlung, praktischen Übungen und Rollenspielen sowie der eigenständigen Informationserarbeitung. Diskussionen sowie das Hinterfragen eigener Wertvorstellungen und Verhaltensweisen sind dabei ebenso wichtig wie das Aufzeigen von Handlungsalternativen und die kreative Erarbeitung eigener Lösungsansätze. Es geht auch um Kommunikations- und Präsentationsfertigkeiten, um Teamarbeit und Reflexionskompetenzen. Mögliche Themen: Artenvielfalt, globale Gerechtigkeit, Konsummuster, kreatives und interdisziplinäres Lernen.

Die Angebote

„Urwald macht Schule“ hat unmittelbaren Bezug zum Ökosystem Urwald und der Wildnis. Die Gruppen arbeiten im Rahmen von 1- oder 2-Tagesveranstaltungen unter fachkundiger Anleitung am Thema „Biologische Vielfalt“. Eingebettet in das Wildniscamp kommt natürlich der Abenteuer- und Spaßfaktor nicht zu kurz. Die Teilnehmer müssen ihre Bleibe herrichten, sich Gedanken über die Zubereitung ihrer Verpflegung machen. Lagerfeuer oder nicht ist eine ebenso bedeutsame Frage und eine Nacht im Wildniscamp wird sicherlich gänsehautschaurig schön werden. Die Klassen können von der Saarbahn-Haltestelle Heinrichshaus abgeholt werden, werden verpflegt und von fachkundigen Betreuern und Betreuerinnen begleitet. Übernachtung im Wildniscamp unter freiem Himmel aber wettergeschützt möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der "Urwald-Seite"