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Gesamtschule GersheimDie erste Klima-Schule des SaarlandesIndianerdorf der Gesamtschule Gersheim
Die Gesamtschule Gersheim, bisher bekannt wegen ihres Engagements für die europäische Verständigung, strebt nach weiteren Meriten. Sie macht sich auf den Weg, erste Klimaschule des Saarlandes zu werden.
Folgende Schritte sind vorgesehen: Das Lehrerkollegium erarbeitet ein Schulprogramm mit Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Für den Wahlpflichtbereich Natur und Umwelt werden spezielle Curricula zum Thema Klimaschutz für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 als Leitfaden für alle Gesamtschulen des Landes entwickelt. Im Unterricht wird das Thema Klimaschutz umfassend und fächerübergreifend aufgearbeitet und praktisch umgesetzt: U.a. ermitteln die Schüler die CO2-Belastung, die durch den Energieverbrauch in der Schule und durch den Schülertransport von und zur Schule entsteht, und sie pflanzen auf dem ausreichend großen Schulgelände ein kleines Wäldchen, das die Treibhausgase der Schule wieder bindet. Somit kann die Gesamtschule Gersheim zur Klimaschule Nummer eins mit null CO2-Emissionen werden. Projekte und Freizeitbeschäftigungen, die mit Klimaschutz zu tun haben, werden auch in der Nachmittagsbetreuung angeboten. In der Gersheimer Schule stand bisher schon eine „Re-Vitalisierung“ von Gebäude, Schulhof und pädagogischem Angebot an. Klassensäle mit gutem Lernklima, ein Schulhof mit Wohlfühl-Atmosphäre, Umweltprojekte mit praktischem Bezug und Nachmittagsbetreuung mit attraktivem Angebot. Der besondere Charakter der Projekte und pädagogisches Oberziel: Im Partizipationsprojekt entwickeln Schüler, Lehrer und Externe gemeinsam Ideen und Pläne und setzen diese in verschiedenen Themen um. Bisher sind umgesetzt worden: Indianerdorf auf dem Schulhof: Ein Halbjahres-Unterrichtsprojekt (jeweils drei Tage in der Woche) verknüpft mit Aktivitäten von Gruppen in der Nachmittagsbetreuung: Gebaut wurden von Schülern der 9. und 10. Klassen unter Anleitung von Saarforst-Mitarbeitern zwei Tipis, zwei Totempfähle, Feuerstelle mit Grillmöglichkeit, ein Ruheplatz als Aufenthaltsraum bei Pausen und zum Spielen für die Kinder vom Ort und ein Sitzkreis für den praktischen Freiluft-Unterricht. Das Indianerdorf wird erweitert. Kulinarisches mit Bärlauch: 6. und 7. Klassen sammelten im Wald ausgiebig Bärlauch; die Bärlauch-Ernte wurde blanchiert und eingefroren. Die Kinder kochten in der Projektwoche zahlreiche Bärlauch-Gerichte und boten sie zum Verkauf an: Nudeln, Pizza, Baguette, Pesto. Sie schrieben ein eigenes Bärlauch-Rezeptbuch. Lärmsanierung = Lernsanierung: In einigen Funktionsräumen litt die Qualität des Unterrichts unter einer schlechten Raumakustik. Die Lernatmosphäre war beeinträchtigt. Die Lärmsanierung schafft wieder gute Lern- und Lehrbedingungen. In diesem Kontext wird im Unterricht das Thema Lärmschutz und Gesundheit behandelt. Umweltdetektive: Eine Aktion mit Spürsinn für Missstände in der Umwelt: Mehrere Tage durchkämmten Schülergruppen die Straßen und Plätze von Gersheim, um unschöne Zustände per Digital-Kamera zu dokumentieren. Das Ergebnis: eine Ausstellung zum Nachdenken über uns er Alltagsverhalten, präsentiert auf dem Schulfest. Weitere Projekte in der Planung: Die Schule will eine Streuobstwiese anlegen mit verschiedenen Obstsorten, zur Herstellung von Apfelsaft, Marmeladen, etc. Ein an der Schulhofgrenze vorbeilaufender Bach wird renaturiert. Mit der Anlage eines Feuchtbiotops schaffen die Schüler einen Lernort und ein Jungforscher-Labor der Schule zum Thema Gewässerschutz und Gewässerbiologie. |
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