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Gesamtschule Bexbach als Klasseschule ausgezeichnet:Saarland-Modell in der nachhaltigen Schulentwicklung
Die Gesamtschule Bexbach mit ihren 640 Schülern, 46 Lehrern und zahlreichen Partner-Organisationen ist die Spitzenschule der nachhaltigen Entwicklung im Saarland. Das Team der Schulleiterin Gaby Schwartz betreibt die nachhaltige Innovation der Schule dabei mit einer solchen Konsequenz und Ganzheitlichkeit, dass neue Maßstäbe gesetzt werden. Nach zwei Auszeichnungen in renommierten bundesweiten Wettbewerben hat die Gesamtschule Bexbach als erste saarländische Schule das EU-Zertifikat für die Einführung des Umweltmanagement-Systems EMAS von Umweltminister Stefan Mörsdorf erhalten. Er überreichte die EMAS-Registrierungsurkunde und zeichnete die Gesamtschule als „Klasseschule“ aus.
Umweltminister Mörsdorf, der außer dem EMAS-Verfahren auch ökologische Sanierungsmaßnahmen, den Bau eines grünen Klassenzimmers und die Umgestaltung des Schulhofes im Förderprogramm „Klasseschule“ seit 2006 mit insgesamt 47.000 € fördert, sagte, dass die Steuergelder des Landes in Bexbach bestens in die Zukunft der Schule und der Schüler investiert seien. Mörsdorf lobte das Innovations-Konzept der Schule, das sowohl das Gebäude mit vielfältigen ökotechnischen Maßnahmen, den Betrieb mit ehrgeizigen Einsparzielen beim Verbrauch von Energie und den Unterricht und die Nachmittagsbetreuung mit innovativen Methoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Besonders hervorzuheben sind: ● Ein modernes Schulleitbild, 2007 von Gesamtkonferenz in Kraft gesetzt: Die Schule will in allen Bereichen, in denen sie verantwortlich ist oder sein kann, ihre Verantwortung für unsere Lebensgrundlagen übernehmen und sich an selbst gesteckten Zielen messen lassen. Sie verpflichtet sich, Nachhaltigkeit als wichtiges Lebensprinzip zu vermitteln, Verständnis für komplexe Umweltabläufe zu wecken und zu verantwortungsbewusstem Verhalten zu erziehen. Um diesen Anspruch im Schulalltag zu verankern, werden interne Nachhaltigkeits-Seminare durchgeführt; in allen Klassen werden Umweltbeauftragte ausgebildet und ernannt. ● Im Unterricht Weiterentwicklung der Schulcurricula im Wahlpflichtbereich Naturwissenschaften und „Natur und Umwelt“ sowie deren methodische Umsetzung: Die Projekte bearbeiten zwar klassische Felder der Ökologie, der besondere Anspruch besteht aber in der didaktischen Qualität. Das vorgelegte Konzept ist in der Lehrerschaft fest verankert. Angestrebt wird eine modellhafte Erstellung von Curricula des Wahlpflichtbereichs I „Natur und Umwelt“ für die Jahrgangsstufen 7 bis 8 zum Transfer in die saarländischen Gesamtschulen. Damit leistet die Schule Grundlagenarbeit. ● Das Umweltteam unter der Leitung des Didaktischen Leiters Rüdiger Cwielong mit Lehrkräften, Hausmeister, Eltern, Schülern und lokalen Unternehmen steuert der Innovationsprozess der Gesamtschule und berichtet regelmäßig über die erreichten Fortschritte im Umweltmanagement und in den pädagogischen Projekten. ● Bei den direkten Umweltauswirkungen der Schule sind der Verbrauch an Papier, Energie als wesentlich anzusehen. Die Gesamtschule hat sich deshalb vorgenommen, ein Konzept zur Energieeinsparung auszuarbeiten, den Papierverbrauch zu reduzieren und die ökologische Beschaffung zu verbessern. Ein besonderes Augenmerk gilt auch der Müllvermeidung und dem Recycling: Die regelmäßige Teilnahme der Schule an der Picobello-Aktion gemeinsam mit der Stadt Bexbach und der Jugendpflege des Saarpfalz-Kreises und eigenen pädagogischen Projekten ist für die Schule eine Selbstverständlichkeit. ● Einen großen Stellenwert in der Nachhaltigkeits-Arbeit der Schule besitzt auch die Kooperation und der Austausch mit europäischen Schulen, insbesondere dem Gymnasium in Boguchwalla, mit dem in Kürze eine offizielle Partnerschaft geschlossen wird, und Kontakte mit einem Collège in Amneville. Geplant ist, Ökologie-Themen in diesen internationalen Projekten umzusetzen. ● Bisherige Baumaßnahmen: Im Außenbereich Entsiegelung des Schulhofs ; Zisterne für Regenwassernutzung, Schulgarten und Obstbäume, zweitgrößte PV-Anlage (55 kW) im Saarpfalzkreis. Im Innenbereich Energiesparfenster, Energiesparlampen, Wärmerückgewinnung in der Lehrküche, ökologische Sanierung von Fußböden aus heimischem Holz. |
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