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Gesundheitsministerin Monika Bachmann hat am 19. März  bei einer Festveranstaltung die Gewinner des Wettbewerbs „Gesund leben – Gesund bleiben“ ausgezeichnet. Insgesamt hatten mehr als 30 Personen, Institutionen und Vereine ihre Projekte zur Gesundheitsförderung eingereicht. Ministerin Bachmann erklärte: „Wir haben Projekte aus den Bereichen Inklusion, Gendergesundheit und Suchtprävention gesucht. Das konnten Angebote sein, wie man eine gesunde Lebensweise in alltägliche Abläufe und den beruflichen Alltag integrieren kann, Projekte, die sich an spezielle Zielgruppen richten und Vorbild sein können, Maßnahmen, die mehrere Aspekte einer gesunden Lebensweise miteinander verbinden und eine dauerhafte Wirkung erzielen. Wir möchten, dass die Saarländerinnen und Saarländer ihren Alltag und ihren Arbeitsplatz gesünder gestalten, um bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben. Wir fördern Projekte, die innovativ sind, sich von den üblichen Projekten abheben und vor allem Diejenigen motivieren, die bisher gar nicht oder nur unzureichend aktiv sind. Die Maßnahmen sollen dabei nachahmenswert und beispielhaft sein.“


Die Gewinner-Projekte sind:

Kategorie „Gendergesundheit“

1. Platz: „Genderspezifische Gruppentreffen im Kindes- und Jugendalter“ (Gemeinde Wallerfangen und Landkreis Saarlouis): In diesem Projekt sollen gleiche Ausgangsbedingungen und Wertmaßstäbe für Jungen und Mädchen geschaffen werden. Die Gruppen werden von Fachkräften aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe geleitet. Die Mädchen sollen u.a. die Möglichkeit haben, ihr Selbstvertrauen bzw. Selbstbewusstsein und damit auch ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Den Jungs soll auf dem „Weg zum Mann“ geholfen werden.

2. Platz: „Therapie/ Bewegung in der Krebsnachsorge“ (Gesundheitsstudio für Frauen): Die Brustkrebspatientinnen sollen im Schutz der homogenen Gruppe mithilfe von Bewegung, gesunder Ernährung sowie Spaß und Ablenkung ihren Gesundheitszustand verbessern. So kann die Lebensqualität verbessert, Therapien besser vertragen, Müdigkeit reduziert und die Körperwahrnehmung bzw. Koordination geschult werden.

3. Platz: Saarschleifen-Cup für Allrounder (Leichtathletikverein Merzig in Kooperation mit der Bundeswehr und Bildungsträgern): Beim Saarschleifen-Cup handelt es sich um eine Fusion von Volkslaufangeboten unterschiedlicher Güte- und Anspruchsformen. Das Projekt dient ausschließlich der Förderung des Breiten- und Gesundheitssports sowie der Unterstützung karitativer Zwecke. Die Realisierung erfolgt ausschließlich durch den ehrenamtlichen Einsatz von Mitgliedern der beteiligten Ausrichter.

Kategorie „Suchtprävention“

1. Platz: „Stark und cool!“- Suchtprävention für Menschen mit Intelligenzminderung (WZB – Werkstattzentrum für behinderte Menschen der Lebenshilfe gGmbH / BRIGG in Neunkirchen): Geplant sind Seminare für Mitarbeiter und Wohnstättenbesucher, die auch gesundheitsförderliche Verhaltensweisen (Ernährung, Bewegung, Freizeitbeschäftigung) beinhalten werden, sowie die Anbindung von Eltern, Betreuern und Freunden der Betroffenen. „Stark und cool“ ist besonders für junge Erwachsene mit Behinderung bzw. Intelligenzminderung konzipiert und soll langfristig eingesetzt werden.

2. Platz: „7 aus 14 – Verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol“ (Sportverein Auersmacher): Unter Anwendung der Kriterien des Jugendschutzprojektes „7 aus 14“ versucht der SV Auersmacher, nicht nur sieben, sondern alle 14 Punkte einzuhalten. Dabei kontrolliert ein eigens dafür bestellter Jugendschutzbeauftragter die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen.

3. Platz: Bewegte Zeiten in der Kita Kunterbunt“ (städtische Kindertageseinrichtung „Kunterbunt“): Im Rahmen dieses Projektes finden unterschiedliche Bewegungsangebote mit verschiedenen Kooperationspartnern statt, z.B. ganzjährige Laufgruppe „Wilde Pferde“, zweimal jährlich eine Wanderung für Eltern, Kinder und Interessierte mit dem Saarwald-Verein Ortsverband Völklingen, voltigieren und Gewöhnen an Pferde mit dem Reit- und Fahrverein Völklingen. Seit Januar 2015 gibt es „Raufen nach Regeln“ für sechs Monate mit der Kampfsportschule Überherrn.

Kategorie „Inklusion“

1. Platz: „Grenzenlos aktiv“ (Saarbrücker Fitness Boxclub 09 e.V. -SFBC 09 e.V.): Der Verein ermöglicht Menschen mit und ohne Handicap an sportlichen Aktivitäten, wie z.B. Kickboxen und Gerätetraining, teilzunehmen. Auf drei Etagen besteht über einen Aufzug auch für Rollstuhlfahrer die Möglichkeit, die Trainingsbereiche zu erreichen. Mit dem Thementag „Grenzenlos aktiv“ im November 2014 wurde ein inklusiver Sporttag für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geschaffen.

1. Platz: Adipositasprävention bei Menschen mit Behinderung (Adipositas Netzwerk Saar, Gesundheitsamt Saarpfalz-Kreis, Caritasverband, Lebenshilfe): Das Angebot besteht aus drei Teilprojekten: Präventionsangebote im Rahmen des Betreuten Wohnens für psychisch Kranke im Landkreis Neunkirchen; Präventionsangebote für Menschen mit geistiger Behinderung/ intellektueller Beeinträchtigung in der Saarpfalz-Werkstatt für angepasste Arbeit der Lebenshilfe in Lautzkirchen und Gesundheitsförderung/ Adipositasprävention im Schulalltag von Kindern mit Intelligenzminderung/ geistiger Behinderung an der Oberlin-Schule Homburg/ Saar.

3. Platz: „Come Together After Work Losheim“ – Party für Menschen mit und ohne Behinderung (Forum für Menschen mit Handicap im Landkreis Merzig- Wadern /Arbeitskreis „Come Together“ in Saarbrücken): Die inklusive After-Work-Party fand erstmals im Mai 2012 statt und bietet besonders Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit auch neue Kontakte zu Nichtbehinderten zu knüpfen. Der Abend dient als Plattform um Ängste bzw. Barrieren abzubauen und gemeinsam angenehme Stunden zu erleben.   

3. Platz: KiBiss = Kinder- Bildung- Sprache- Sozialisation (AQuis GmbH): Das Präventionsprojekt schafft auf einer niederschwelligen Art und Weise pädagogische Angebote, durch welche die Öffnung zu unterschiedlichen Kulturen gefördert wird, die Zielgruppe im Umgang mit Mehrsprachigkeit unterstützt wird, die geplanten Aktivitäten zum Thema Gesundheit, Ernährung und Bewegung organisiert und umgesetzt werden können, die Zielgruppe in den Sozialraum integriert wird.

 

Die Preise sind mit 500, 1.000 und 1.500 Euro dotiert. Sponsor des Wettbewerbs ist der Sparverein des Saarlandes. Ministerin Monika Bachmann erklärt abschließend: „Ich bin begeistert über die breite Themenvielfalt der eingereichten Projekte. Es ist immer wieder bemerkenswert, wie kreativ die saarländischen Vereine und Institutionen sind. Diese Bemühungen sind wirklich nachahmenswert.“