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Europabericht 1999 - 2004
Den aktuellen Europabericht der saarländischen Landesregierung an den saarländischen Landtag präsentierte der Europabeauftragte des Saarlandes und Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Karl Rauber, bei der Landespressekonferenz am 4. Mai in der Staatskanzlei in Saarbrücken und damit am Vortag des Europatages. In diesen Tagen finden zahlreiche Europa-Veranstaltungen im Saarland statt. Der Bericht informiert über die Bemühungen und Ergebnisse der europapolitischen und grenzüberschreitenden Arbeit der Landesregierung während der laufenden Legislaturperiode.
Karl Rauber betonte den hohen Stellenwert, mit dem die Landesregierung die Herausforderung und Verantwortung in der Europapolitik und der interregionalen Zusammenarbeit wahrnehme. Seit Beginn der Legislaturperiode trete das Saarland konsequent für die Gestaltung eines Europas der kooperierenden Regionen ein und bringe mit Nachdruck die europapolitischen und grenzüberschreitenden Anliegen des Saarlandes zur Geltung. Das Saarland habe sich "zu einer europäischen Modellregion und auch zu einem Vorbild für andere weiterentwickelt", unterstrich der Europabeauftragte. Im aktuellen Europabericht wird der auf die politischen Schwerpunkte ausgerichtete Berichtstext durch einen Materialband ergänzt, der stichwortartig über mehr als 130 einzelne Projekte informiert. Der "Europabericht 2004" ist im Gegensatz zu den Vorgängerberichten keine reine Bestandsaufnahme. Vielmehr enthält er die "systematische Erarbeitung einer echten Leistungsbilanz getreu den Prinzipien der Bilanzklarheit und -wahrheit", bei der es sowohl eine Aktivseite als auch eine Passivseite gibt, auf der noch ausstehende Verbindlichkeiten dargelegt werden. Zu den positiven Ergebnissen, die während der laufenden Legislaturperiode erzielt werden konnten, zählte Karl Rauber in der SaarLorLux-Politik vor allem die erfolgreiche Arbeit des 7. Gipfels der Großregion SaarLorLux, der die innere Integration gestärkt und Fortschritte auf zahlreichen Gebieten der Zusammenarbeit hervorgebracht hat. Auch die mit Metz getroffenen Vereinbarungen zum grenz-überschreitenden Rettungswesen gehören zu den erfolgreichen Bemühungen um konkrete Ergebnisse der interregionalen Kooperation. Im ersten Teil des Berichts wird die Europapolitik der Landesregierung näher beleuchtet. Zwei eng verknüpfte Felder saarländischer Mitwirkung an der Politik der Europäischen Union werden dabei auf der Aktivseite deutlich: Einerseits geht es als permanente Aufgabe darum, Anliegen und Interessen des Saarlandes auf EU-Ebene zu vertreten, andererseits steht die Information der saarländischen Öffentlichkeit über die Europapolitik, der kritisch konstruktive Dialog mit den Bürgern und somit die Einbeziehung der saarländischen Zivilgesellschaft in die Europapolitik im Mittelpunkt. Inhaltliche Schwerpunkte im Berichtszeitraum war die landesspezifische Begleitung der Euro-Bargeldeinführung, der EU-Erweiterung zum 1. Mai 2004 sowie der grundlegenden Reform der Europäischen Verträge. Karl Rauber verwies auf die allen Bürgern und der Wirtschaft offen stehende Vertretung des Saarlandes in Brüssel, die die erforderlichen Verbindungen zur Kommission herstellt und über alle Geschehnisse aktuell informiert, insbesondere über die sog. Freien Brüsseler Förderprogramme - eine Dienstleistung, die sehr gut angenommen wird. Daneben bleibe, so Staatssekretär Karl Rauber, positiv festzuhalten, dass die Landesregierung ihr grenzüberschreitendes Engagement für den SaarLorLux-Raum auch auf europäischer Ebene nachhaltig festigen konnte. Ministerpräsident Peter Müller gründete im Ausschuss der Regionen der EU gemeinsam mit anderen Ausschussmitgliedern eine Interregionale Gruppe. Diese Gruppe hat ein gemeinsames Positionspapier zur Zukunft der Strukturpolitik der Europäischen Union herausgebracht - ein erster Schritt auf dem Weg zur Vertretung der gemeinsamen Interessen der Großregion auf europäischer Ebene. Die Leistungsbilanz im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit SaarLorLux zeigt sich weitgehend erfolgreich. Einige Projekte und Initiativen, die realisiert wurden: *Unter saarländischem Vorsitz fand der 7. Gipfel der Großregion SaarLorLux statt. In Kooperation mit neun beteiligten Partnern wurden die Ergebnisse in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten. Besondere Bedeutung kommt dabei dem langfristigen Strategiepapier "Zukunftsbild 2020" und den Beschlüssen zur Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Wissenschaft zu, die die Stärkung der Integration aller Teile von SaarLorLux unterstreichen. Des Weiteren ist es gelungen, dem Gipfel noch stringentere Strukturen und damit effektivere Arbeitsweisen zu geben. Zahlreiche bilaterale Gespräche in vertrauensvoller Atmosphäre dienten dazu, den starken Kooperationswillen zu unterstreichen und Initiativen vorzubereiten, die später multilateral angegangen werden. |
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