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Acrylamid
Der Stoff Acrylamid (Acrylsäureamid) wurde 1945 erstmals synthetisiert und wird weltweit seit den 50er Jahren zur Herstellung von Polyacrylamid verwendet, das unter anderem als Flockungsmittel in der Trinkwasserbereitung, als Bestandteil von Farben und Kosmetikprodukten, und als Bindemittel in Papier und Pappe, und so weiter eingesetzt wird. Schwedische Wissenschaftler haben im Jahr 2002 festgestellt, dass Acrylamid auch in vielen stärkehaltigen Lebensmitteln, die gebacken, gebraten oder frittiert worden sind, enthalten ist.
Insbesondere gebackene, frittierte, gebratene und geröstete Getreide- und Kartoffelprodukte wie Knäckebrot, Toastbrot, Kekse, Kartoffel-Chips, Pommes-Frites oder ähnliches waren mit Acrylamid belastet. In rohen und gekochten Lebensmitteln wurde kein Acrylamid gefunden. In Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, dass Acrylamid eine nervenschädigende, fortpflanzungsgefährdende, erbgutverändernde und krebserzeugende Wirkung hat. Die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation hat Acrylamid als wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen (Gruppe 2A) eingestuft. In der Europäischen Union wurde Acrylamid als Stoff eingestuft, der wegen möglicher Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen zu Besorgnis Anlass gibt (Kategorie 3) und der als erbgutverändernd und krebserzeugend für den Menschen angesehen werden sollte (Kategorie 2). Deshalb sollte aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes der Acrylamid-Gehalt von Lebensmitteln prinzipiell so gering wie möglich sein. Um keine Risiken einzugehen, sollten folgende Verhaltensregeln beachtet werden:
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Weitere InformationenBundesinstitut für Risikobewertung |




